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BaSta Nr. 11, April 2006



Redaktionsteam & BeitragsverfasserInnen:

Carsten Müller, Erika Draeger, Helga Kelling, Claudia Falk, Melanie Voss, Ingeborg Ahrens, Petra, Alina und Lisann Steinborn, Silke Dammann/Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen e.V., Janina Klein/Rallye Energy, Medienbüro LogIn, Quartiersbüro Dehnhaide, Manfred Marzinzik, Thielo Westphal/IG Barmbek Süd


V.i.S.d.P.: Medienbüro LogIn/KiFaZ,
Vogelweide 36, 22081 Hamburg,
Tel.: 2000 48 00
eMail: info@medienburo-barmbek.de
Druck: P+N Offsetdruck, Auflage: 3000
Online-Ausgabe: E. Draeger

Inhalt   (online-Ausgabe unbebildert)  

Vorwort
Kurzmeldungen
Barmbeks Kaufhausgeschichte
Neues aus LogIn und KiFaZ
Barmbini - die Kinderseite
Privat-Sandmännchen
Sport, Sport, Sport! - A.-S.-Schule
Kolumne Mellos
Mehr Sport und Beweglichkeit
Training für RollstuhlfahrerInnen
Nachrichten aus dem Quartiersbüro
Info Spieltieger e.V.
Osterstory

Dütt un datt op Platt
IG Gewerbe Barmbek Süd
Gesamtschule Meerweinstraße
Veranstaltungen Haus Dehnhaide
Aufführung Theater in der Marschnerstraße

Adressen in und um Barmbek Süd

 

Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser,
Die Zeichen stehen auf Sport - es ist nicht zu übersehen!
Die neue BaSta stellt sich darauf ein und berichtet über einige sportliche Aktivitäten im Stadtteil, besonders unsere Jüngsten sind nicht zu halten und machen uns vor, was Körperertüchtigung heißt.

Denn Hand auf’s Herz: drängt sich uns Älteren nicht doch oft der Gedanke auf, dass wir uns mehr Bewegung gönnen könnten, anstatt die Zeit vor Fernseher und Computer zu verbringen?
Öfter mal das Auto stehen lassen und zu Fuß gehen, das Fahrrad abstauben und eine Runde um die Alster drehen oder an den Kanälen entlang die grünen Lungen der Stadt entdecken. Wann waren Sie das letzte Mal in den Walddörfern oder an der Elbe?

Nun, für gute Vorsätze ist noch ein wenig Zeit, das Frühjahr hat mit Verspätung gerade erst begonnen; warten wir mal ab, was sich daraus entwickelt.
Im Stadtteil wird ja allerhand geboten für ernsthaft Interessierte, von BodyFit über Nordic Walking bis zu den WaightWatchers. Der Verein SportSpaß lockt mit seinen zahlreichen Angeboten und ein Erlebnis-Bad ganz in der Nähe will auch entdeckt werden. Außerdem beginnt bald die Wassersaison: mit Paddelboot, Ruderboot oder - für Untrainierte - behäbigem Tretboot eine Kanalrunde drehen hat doch was, ein echtes Feierabenderlebnis.

Nicht berücksichtigt haben wir die fibrig erwartete Fußballweltmeisterschaft; mit passendem Gedicht einer Leserin wollen wir dem wichtig(st)en Thema an dieser Stelle gerecht werden:

Das Tor!
Des einen Freud, des anderen Leid,
Wenn der Ball ins Tor ‘reinschneit.
Ein Stürmer hat den Gegenspieler ausgetrickt
und den Ball in’s Tor gekickt.
Er reißt die Arme hoch nach oben,
lässt sich von seinen Kameraden loben.
Küssend rollen sich elf Fussballrangen,
tätscheln zärtlich ihm die Wangen.
Dankbar klopfen sie ihm auf den Po,
ach was macht das Tor sie froh.
Denkt der Torhüter: so ein Scheibenkleister,
bisher war ich im Torehalten doch Meister!
Seinen Vormann schaut er fragend an,
der dieses Tor auch nicht verstehen kann.
Des einen Freud, des anderen Leid...
bis zur WM ist es nun nicht mehr weit!
- Ingeborg Ahrens -

Wir wünschen allen Fußballfans viel Spaß und Fairness (nur einer kann gewinnen, auch wenn viele gut sind...) und allen Nichtfans schöne Sommerabende ohne TV, die auf ungewohnt leeren Plätzen, in Parks und lauschigen Gärten ein neues Naturgefühl entdecken könnten. Machen Sie das Beste daraus - empfiehlt Ihnen Ihre BaSta-Redaktion!



Kurzmeldungen für Barmbek

Museumslinie

Einen Besuch im Museum der Arbeit mit einer Anreise über Alster und Kanal verbinden - mit dem Dampfer „St.Georg“ können Sie wieder bis 29. Oktober an allen Wochenenden und Feiertagen vom Jungfernstieg zum Museum und wieder zurück schippern. Die Fahrkarte ist gleichzeitig Eintrittskarte.
mehr: www.alstertouristik.de
www.museum-der-arbeit.de

Die Geschichte der alten Dame

Leser/innen des Hamburger Abendblatts haben in den vergangenen Wochen Anteil genommen an dem Schicksal der alten Dame aus Kummerfeld, die offensichtlich von bestellten Betreuern nicht wirklich zu ihrem Besten betreut wurde und gegen ihren Willen ein Haus verkaufen musste.
Die Berichte haben viele Fragen aufgeworfen. Wenn sie damit rechnen, eines Tages selbst auf solche Hilfen angewiesen zu sein, können Sie vorbeugen; Sie können z.B. eine Vorsorgevollmacht ausstellen und selbst eine oder mehrere Personen Ihres Vertrauens darin benennen. In einer Betreuungsverfügung können auch Personen, zu denen Sie kein Vertrauen haben, ausdrücklich ausgeschlossen werden. Sie können Ihre Entscheidungen auch wieder ändern.
Sollten Sie bemerken, dass eine Betreuung gegen die Interessen des Betroffenen stattfindet, ist es möglich, die Bestellung eines Kontrollbetreuers anzuregen oder Kontakt zu einem Fachanwalt für Betreuungsrecht aufzunehmen.

Für weitere Fragen und Informationen stehen z.B. die Hamburger Betreuungvereine zur Verfügung, für den Bezirk Nord wäre die zuständige Adresse:

Betreuungsverein Hamburg Nord
Barmbeker Straße 45, 22303 Hamburg
Telefon: 27 28 -77 bis -80, Fax: 280 71 59
Sprechzeiten: Mo + Mi 9 -12 Uhr, Do 14 - 18 Uhr
Homepage: www.bhn-ev.de

Die Behörde für Familie und Soziales hat eine Broschüre mit dem Titel „Ich sorge vor!“ herausgegeben, die Sie ebenfalls bei den Betreuungsvereinen erhalten oder direkt bestellen können gegen einen frankierten A5-Umschlag als „Büchersendung“ bei der

Behörde für Soziales und Familie
- SI 3 Gz. -
Postfach 76 01 06, 22051 Hamburg

Barmbeker Rundgänge

Die Geschichstwerkstatt Barmbek bietet in diesem Jahr wieder Stadtteilrundgänge an. Gruppen können bei verbindlicher Zusage auch individuelle Termine verabreden. Die offiziellen Termine vor den Ferien:

Auf den Spuren der „Bertinis“ - Ein literarischer Spaziergang , Sa., 20. Mai 06, 14.00 Uhr.
Treff: Hufnerstraße Ecke Hellbrookstraße, vor ALDI,
Teilnahmegebühr 4,00 Euro

Vom Wiesengrund zum Industriegürtel - Der Osterbekkanal, Di., 30. Mai 06 18.00 Uhr.
Die große Geschichtsrundfahrt über Osterbek-, Stichkanal, Stadtparksee, Goldbekkanal, Rondeelteich, Alster, Langen Zug mit dem Dampfschiff St. Georg (in Zusammenarbeit mit dem Verein Alsterdampf-schifffahrt e.V.)
Treff: Löchplatz Lämersieth am Osterbekkanal, nahe der Brücke Bramfelder Straße.
Anmeldung in der Geschichtswerkstatt erforderlich. Teilnahmegebühr 13,00 Euro

„Komm zurück, Natur!“, Sa., 10. Juni 06 14.00 Uhr
Ein Grenzgang am Eilbek, mit Turmbesteigung des Turms der Versöhnungskirche. Treff: Eilbektal Ecke Maxstraße Teilnahmegebühr 4,00 Euro.

Barmbeker Spieletag

In der Zinnschmelze finden weiterhin an jedem dritten Sonntag im Monat von 14-16 Uhr die „Spieletage“ statt. Zu den Rennern gehört das Strategiespiel „Siedler“, aber viele andere Brettspiele stehen ebenfalls hoch im Kurs. Nächster Termin ist der 21. Mai. Stadtteilkulturzentrum Zinnschmelze, Maurienstraße, www.zinnschmelze.de

ed



Barmbeks Kaufhausgeschichte

Das Karstadthaus im Einkaufszentrum Hamburger Straße wird zum Jahresende 2006 schließen, wurde kürzlich berichtet. Dies ist sicher nicht nur ein Verlust von Arbeitsplätzen, auch dem EKZ geht ein Magnet und dem Stadtteil ein weiteres Stück Geschichte verloren.
Zu einer Zeit, in der die Hamburger Straße als „Mönckebergstraße Barmbecks“ bezeichnet wurde und noch zum Flanieren einlud, hat es neben vielen Geschäften, Cafés, Patisserien auch große Kaufhäuser gegeben, die Kundschaft aus Nah und Fern anzogen und zur Attraktivität des Stadtteils einen Beitrag leisteten.

Anno 1903 öffnete zwischen Deseniß- und Rönnhaidstraße, Hamburger Straße 101-103, das Warenhaus der Gebr. Heilbuth seine Pforten, das erste große, moderne Kaufhaus Hamburgs hatte sich für den Standort Barmbe(c)k entschieden. Gegenüber in der Nr. 98-100, Ecke Oberaltenallee/Hamburger Str./Wagnerstraße, residierte das Textilkaufhaus Toedt und auf gleicher Seite in Richtung Mundsburg, Nr. 70-72, entstand gleich nach dem ersten Weltkrieg ein Kaufhaus der Rudolph Karstadt AG.
Dieses Haus wurde nur vorübergehend genutzt, denn wegen baulicher Mängel musste das Kaufhaus Heilbuth aufgegeben werden. Die Karstadt AG erwarb das Grundstück.
Im März 1928 wurde das seinerzeit modernste Kaufhausgebäude Europas eingeweiht – Karstadt in Hamburg-Barmbeck. Viergeschossig, auf 5000 qm Grundfläche, 26 Meter hoch mit quadratischem Turm, der weitere 10 Meter Höhe erreichte; darauf eine 15 Meter hohe Lichtsäule, die nachts leuchtete und das Straßenbild prägte (Bilder rechts oben).
Neuartig war die große Rolltreppenanlage neben 6 Personenaufzügen. Der riesige Dachgarten war im Sommer ein Freiluftcafé mit Blick über den Stadtteil, Nachmittags spielte eine 5-Uhr-Tanzkapelle.

Das Gebäude umfasste 3 Straßenseiten mit 32 Schaufenstern auf 246 m Länge.
Alte BarmbekerInnen erinnern sich an ihre Kinderzeit, als die Schaufenster von Karstadt zu Weihnachten besondere Anziehungspunkte waren mit beweglichen Märchenbildern und Unmengen Spielzeug, von denen die meisten der hier lebenden Arbeiterkinder nur träumen konnten.

Im Kriegsjahr 1943, während der „Aktion Gomorrha“, wurde während des Untergangs Barmbeks auch Karstadt durch Sprengbomben zerstört. Viele Menschen kamen dabei um, die im Luftschutzkeller unter dem Gebäude Zuflucht gesucht hatten.
Das einzige relativ unversehrt gebliebene Gebäude war das vorherige, alte Karstadthaus. Alte BarmbekerInnen werden sich erinnern: bis in die 60er Jahre hat das Kleiderkaufhaus C&A darin seine Waren verkauft, bevor es im Zuge der Straßenverbreiterung verschwand. Heute befindet sich zwischen Hamburger Straße und Oberaltenallee nur noch ein Grünstreifen.

Erst 25 Jahre später wurden nach langfristiger Klärung von Eigentumsrechten auf der großen, brachliegenden Fläche zwischen Mundsburg und Rönnhaidstraße (später umgetauft in Adolf-Schönfelder-Straße) die Großbauvorhaben „Einkaufszentrum Hamburger Straße“ mit den Hochhäusern und Mundsburgtürmen begonnen. Karstadt bekam einen Platz darin und gehörte wieder zu Barmbek - bis 2006.
Am 31. Dezember soll nun letzter Verkaufstag sein.
ed



BARMBINI - die Kinderseite

Der seltsame Fisch

Es war einmal ein Pinguin und es war einmal ein Eisbär.
Da kam der Pinguin und fragte den Eisbären, ob die beiden nicht Freunde sein wollen.
Da sagte der Eisbär: „Okay, wollen wir angeln gehen?“
Der Pinguin holte seine Angel.
„Ich mache für uns ein Loch in den Boden.“
So machte der Eisbär ein Loch und der Pinguin holte die Angel. „Hier ist die Angel“ rief der Pinguin und der Eisbär rief: „Hier ist das Loch!“
Nach 15 Minuten war da so ein merkwürdiger Fisch, der mit den beiden spricht. Er sagte „Gut dass ihr mich geangelt habt, sonst wäre ich jetzt im Laden in einer Dose und würde auf einer Pizza landen.“
Vor Freude tranken die drei einen leckeren Tee.

Lisann Steinborn, 8 Jahre, Klasse 3b in der Adolph-Schönfelder-Schule

Frage: Um welchen Fisch handelt es sich?
Alle richtigen Antworten nehmen an einer Verlosung teil. Die Antworten können zu den Öffnungszeiten beim Kulturhaus Dehnhaide abgegeben werden.



Kreatives Schreiben

Inspiriert durch das Schreiben von Geschichten im Unterricht nahmen Kinder aus der Adolph-Schönfelder-Schule in den Frühjahrsferien an der Ferienakademie „Kreatives Schreiben“ teil. Veranstalter ist die VHS und die Beratungsstelle für besondere Begabungen.

Eine Woche lang trafen sich 40 Kinder zur „WebSiteStory“, d.h. Geschichten schreiben, das Internet erkunden, lernen, mit diesem Medium umzugehen und natürlich viel Spaß haben.
Am Ende erhielt jedes Kind ein gebundenes Heft mit allen in dieser Woche verfassten Geschichten und eine Urkunde als Erinnerung.
Alle, die sich ausführlich darüber informieren wollen, finden mehr Informationen unter www.webSiteStory.de

Die BaSta-Redaktion lädt euch ein, eure Geschichten zum Abdrucken bei uns einzureichen!


Der Basteltip: Windmühlen

Sie sehen so lustig aus, wenn sie sich geschäftig drehen im Wind, in allen Farben, auf Balkons. Terrassen und im Garten. Man kann sie kaufen oder geschenkt bekommen. Ich wollte nicht darauf warten und habe mir selbst welche gebaut - ist gar nicht schwierig!

Gebraucht werden:
1 quadratisches Stück farbiger oder bemalter Karton oder dünner, fester Kunststoff. 2 Perlen, eine lange, dünne Nadel mit Kopf, ein runden oder eckigen Holzstab oder Laternenstab.
Auf dem Karton werden mit Lineal und Stift jeweils zwei diagonale Linien gezogen. Von der Länge zwischen jeder Spitze und dem Mittelpunkt zwei Drittel abmessen und einschneiden. (Bild 1)

     
Die Spitzen werden nach innen gebogen, wie ihr seht. (Bild 2) Dazu schiebt ihr erst eine der Perlen auf die Nadel und fädelt jede zweite Spitze nacheinander auf, stecht anschließend durch den Mittelpunkt des Kartons, schiebt eine weitere Perle auf die Nadel und stecht diese fest in den Holzstab. Zwischen den Perlen muss soviel Platz bleiben, dass die Mühle sich gut drehen kann. (Bild 3)
Sollte keine lange Nadel vorhanden sein, kann auch ein Stück Blumendraht verwendet werden, der am Anfang und später am Ende zu einem Kreis gebogen wird. Mit einem sehr dünnen Nagel oder Spiralbohrer müsste zuvor der Holzstab durchbohrt werden.

Viel Spaß wünscht Eure Bastelhexe


Privat-Sandmännchen

Das solide Sandmännchen gehört glücklicherweise immer noch zur Kindheit - wenn auch fast verdrängt von dieser Wespentaillen-Plastikfigur mit Endlosbeinen und Blondbehang, genannt Barbiepuppe.
Wie wichtig diese Schlaf bringende, daher bei Eltern ebenfalls beliebte Fernsehgestalt ist, erlebe ich gerade mit meiner fünfjährigen Tochter. Eifriger denn je eilt sie bereits gegen 18.45 Uhr zum Fernseher. Und das hat einen Grund. Clara hat Sandmännchen ein Bild geschickt.
Jeweils zwei Gemälde segeln allabendlich im Vorspann zu Sandmännchens Abenteuern auf die Mattscheibe und werden von netten jungen Moderatoren kommentiert.

Eines Tages kam meine Tochter, (die von mir eine gewisse Schwäche im räumlichen Vorstellungsvermögen geerbt zu haben scheint,) mit einem Apfelbaumbild zu mir. Die Äpfel hingen lawinengroß an den dünnen Ästchen eines allerdings stammgewaltigen Baums. (Eine ebenfalls dazu skizzierte, an den Baum gelehnte Leiter verriet die Ernteabsichten des fast ameisenkleinen Männchens, das locker unter der ersten Sprosse Platz fand.)
„Das bekommt Sandmännchen“, verkündete Clara mit großem Stolz, den ich durch Kommentare über die leicht verrutschten Größenverhältnisse nicht zu dämpfen wagte.

Kaum war der Umschlag an den ARD-Sender im Postkasten verschwunden, hatte es Clara auch schon eilig, nach Hause zu kommen. „Mal gucken, ob sie es gleich zeigen“, gluckste sie hoffnungsvoll und offenbarte damit auch eine gewisse Schwäche in der zeitlichen Vorstellungskraft. Ich klärte sie über mitunter Tage verschlingende Postwege auf und war wirklich froh, dass nach zwei Wochen Post vom Fernsehen kam – adressiert an Clara, die sich begeistert über die mitgeschickten Gaben hermachte: ein Dankesbrief von Sandmännchen und seinen Freunden, Luftballons, Bonbons, ein Poster, Malvorlagen und ein Kreisel fanden sich in dem dicken Umschlag.
Dieses Lebenszeichen von Sandmännchen allerdings schürte die Erwartungshaltung aufs Neue. „Heute zeigen sie mein Bild bestimmt“, glaubte Clara und fügte auch gleich die logische Herleitung an: „Schließlich hast Du mir vorgelesen, dass sich Sandmännchen gefreut hat und es schön findet.“ 18.50 Uhr: kein Bild von Clara dabei. Dass es vielleicht doch gelungenere Apfelbaumbilder gab, mochte ich nicht laut mutmaßen. Aber auch mein Hinweis auf die Abertausend Werke anderer Kinder, die ebenfalls auf Veröffentlichung hofften, konnte Claras Kummer kaum lindern. Und von Tag zu Tag wuchs ihr Ärger ärger.

Als ein Besuch bei ihren ansonsten heiß geliebten Großeltern anstand, war meine Tochter gar nicht begeistert, weil sie Angst hatte, den entscheidenden Augenblick zu verpassen. „Aber wieso, Oma und Opa haben doch auch einen Fernseher“, meinte ich irritiert. - „Ja, aber ich hab’ doch nur unserem Sandmännchen ein Bild geschickt und nicht dem aus dem Fernseher von Oma und Opa!“
Na klar! Nun verstand ich auch die Verstimmung über unser „Privat-Sandmännchen“, das Clara doch längst hätte erhören müssen. Und erinnerte mich an meine Kindheit vor dem Radio, als ich glaubte, Heino säße persönlich im Studio und sänge nur für mich.
Claudia Falk



Sport, Sport, Sport

Viele Kinder aus dem Stadtteil sind nicht mehr zu halten!

Marathon

Wenn Sie in diesen Tagen die Adolph-Schönfelder-Schule besuchen würden, sähen sie Kinder, die in ihrer Freizeit nach der Schule engagiert trainieren. Es scheint die Zeit der Wettkämpfe zu sein.
Traditionell nehmen die Kinder beider Schulstandorte - in diesem Jahr sind es 118! - einen Tag vor dem großen Hanse-Marathon am sog. „Zehntel-Marathon“ teil. Die Kinder laufen dafür 4,2 Kilometer rund um die Messehallen. Sie tragen gelbe T-Shirts mit dem Logo der Schule. In diesem Jahr starteten am 22. April insgesamt über 3600 SchülerInnen.
In der Klasse 3b schrieben die Kinder vor und nach dem Marathon ihre Eindrücke auf:
Philine schrieb vorher: „Letztes Jahr hatte ich richtig große Angst. Dieses Jahr weiß ich, dass ich es schaffen werde. Vor dem Zehntelmarathon bin ich richtig aufgeregt im Bauch, da kribbelt es schon ein bisschen, aber wenn alles zu Ende ist, freue ich mich,“ und nachher: „Als alles zu Ende war, habe ich mich gefreut. Ich musste den Chip vom Schuh abmachen und in eine Kiste tun. Danach habe ich eine Medaille bekommen. Ich habe mich wie eine richtige Marathonläuferin gefühlt.“

Jessy schrieb vorher: „Ich bin schon sehr aufgeregt, weil ich noch nie beim Zehntelmarathon mitgemacht habe. Ich hoffe, dass ich nicht hinfalle. Ich bin so aufgeregt“ und nachher: „Ich bin ganz zufrieden mit mir. Es war mein erster Zehntelmarathon und ich bin durchs Ziel gekommen.“

Lisann schrieb vorher: „Ich wollte zum Zehntelmarathon weil ich schon letztes Jahr mitgelaufen bin. Wenn man an der Startlinie steht und „3,2,1 los!“ hört, ist das ein gutes Gefühl. Das Marathontraining ist auch sehr anstrengend. Danach ist mir richtig heiß und ich muss dann etwas trinken. Nach dem Zehntelmarathon bekommt jeder eine Medaille,“ und nachher: „Unsere Schule hat wieder den ersten Platz gewonnen. Dafür sind wir alle gelaufen. Ich habe sogar 17-jährige überholt, weil die so lahm gelaufen sind wie eine Schnecke! Ich bin das schnellste Mädchen aus der Klasse!“

Daniel schrieb vorher „Ich habe mich zum Zehntelmarathon angemeldet, weil es ein tolles Gefühl ist, wenn man von so vielen Leuten angefeuert wird, die man gar nicht kennt. Beim Zehntel kann man sich einfach frei bewegen. Erst ist man aufgeregt, aber wenn man erst einmal läuft, dann geht es.“

Jerry schrieb vorher: „Ich mache dieses Jahr beim Zehntelmarathon mit. Ich bin sehr aufgeregt. Vielleicht schaffe ich den ersten Platz? Ich brauche viel Schlaf und viel Power.“

Schwimmen

Am 24. April folgte das nächste Highlight: Kinder der Grundschulen Klasse 3 und 4 treffen sich zu den „Bezirksmeisterschaften für Klassen und Schulmeisterschaften“. Auch hierfür wurde kräftig trainiert. Die Schule belegte in der Gesamtwertung den 5. Platz.

Die Kinder haben ihre Erlebnisse selber aufgeschrieben:
„Ich habe mich gut benommen. Ich fand, ich bin gut geschwommen. Es ist toll vom Block zu springen.“ (Volkan)
„Wir Mädchen haben in der Klassenmeisterschaft mit geschwommen. Es waren auch Jungen dabei. Einige Kinder sind vom Block gesprungen, die anderen sind aus dem Wasser gestartet. Es war toll!“ (Lisann)
„Ich habe fast alle Kinder überholt. Ich musste einen Kopfsprung machen. Unsere Klasse ist 5. geworden. In der Schulmannschaft bin ich auch geschwommen. Ich bin richtig schnell geschwommen!“ (Philine)
„Als wir beim Schwimmen waren, war ich sehr aufgeregt. Ich bin zweimal geschwommen. Einmal bin ich aus dem Wasser gestartet und einmal vom Block gesprungen. Das hat alles sehr viel Spaß gemacht.“ (Daniel)

Den ersten Platz in der Beliebtheit der Kinder liegt aber zurzeit eindeutig beim Fußballspielen.
Einen Monat vor Beginn der Weltmeisterschaft startet das „Fußballturnier der dritten Klassen der Grundschulen“. Am 8. Mai findet das große Ereignis statt. Trainiert wird auf dem neu gestalten Schulhof, der neben vielen anderen beliebten Spielgeräten auch über einen eigenen Bolzplatz verfügt.

Zurzeit sind die Medien voll davon, dass Kinder sich zu wenig bewegen. Deshalb bin ich froh, dass die Schule sich dieses Themas verstärkt annimmt.
Die Begeisterung und das Engagement unserer Kinder zeigt, dass sie Anstöße brauchen, aber wenn sie diese bekommen sind sie nicht mehr zu bremsen. Vielen Dank und weiter so!
Petra Steinborn, Mutter zweier Kinder (9 und 12 Jahre)

Und noch mehr Sport

Auch in der Hortvilla des Kindergarten Baruhle ist das Fussballfieber ausgebrochen: Die Kinder bauen sich zusammen mit dem Praktikanten Arne, der seine Ausbildung an der Erzieherfachschule Wagnerstraße absolviert (rechts im Bild), originalgetreue Fussballtore.
Zuerst wurden kleine Miniaturmodelle entworfen und gebaut und nun geht es an die Umsetzung in voller Größe. Das Foto oben zeigt einige der engagierten BaumeisterInnen aus dem Stadtteil.



Mell-Dung!

Der Weißheit letzter Schluss hat ja nun ziemlich lange auf sich warten lassen!
Mit bemerkenswerter Ausdauer und abgebrühter Coolness wurde das Saisonziel nun endlich erreicht. Für diese konditionelle Höchstleistung gibt’s vom olynthischen Komitee Gold für diese meisterhaften Schinderspiele!
Doch Weißzeit war gestern, Winterschlaf Legende - Snowmotion in memoriam!
Beim Blick in den Medaillenspiegel wird klar: Hüftgold will geschürft werden!
Doch wie die böse Mine zum guten Spiel machen? Wann habt ihr euch denn das letzte Mal so richtig vertrimmt oder in irgendwas verrannt? It´s Springtime Sportsfreunde! Raus aus den Puschen und Mut zum Profil! O Sohle mio!

Wanderwoman hat es auch erkannt: Der Zahn der Zeit ist leider ein Kostverächter, was Poblemzonen angeht. Und wer die/den Wal hat, hat die Qual!
Konzeptionelles Powerwalken bietet die vermeintliche Lösung für diese propperen Atmungsaktivisten, deren Gattung meist weiblich und im Wesen(tlichen) sehr kommunikativ ist. Sie tauchen selten alleine auf, sondern meistens zu mehreren anatomisch so lückenlos formiert, dass der wackelnde Wanderweg temporär komplett unpassierbar ist.

Die verbale Akustik spielt sich kichernd im Hochfrequenzbereich ab, während die trampelnden Hufe dieser hodenlosen Herde eher schwerfällig bis gar nicht den weichen Waldboden verlassen. Wer so einem mobilen Einsatzkommando in Gegenrichtung begegnet, sollte sich nicht auf seinen Sportsgeist verlassen, sondern lieber flugs die Richtung wechseln oder einen Baum bespringen.
Vierbeiner, die sich weit unter Augenhöhe dieser schallenden Mauer befinden, mögen sich rasch ins Dickicht schlagen, wenn sie nicht längst, ob der erdbebenden Vibration, dorthin katapultiert wurden.
Wo diese Grazien walzen, wächst kein Gras mehr! Auch ausbuchtende Fettpölsterchen werden früher oder eher später planiert sein; verspricht die illustre FREUNDIN!

Hat sich diese parfümierte, schwerwiegende Staubwolke verflüchtigt, profitiert eine andere Spezies Sportivling von dieser Laufmasche: Der AsketAthlet!
Als hagerer Ausbund der Lungenlobby schwebt er federleicht und meist spärlich bekleidet über das nun ebenmäßige Geläuf. Ein Gürtel bestückt mit vielen, kleinen Trinkfläschchen, sowie zwei triefnasse Schweißbänder und ein ebenso geflutetes Mottoshirt halten ihn vermutlich davon ab, gänzlich abzuheben.
Gleichmäßigen Schrittes, anmutig wie ein Storch im Salat, absolviert dieser Tippelbruder Distanzen, die der örtliche Nahverkehr nicht mal zukünftig in den Fahrplan aufnehmen wird. Anstatt sich wörtlich zu artikulieren, wird einem als Aussengehender höchstens mal ein Piepsgeräusch des Pulsmessers oder ein Pupslaut aus dem Analbereich zuteil!
Marathollas dieser Art sind halt echte Vollstrecker, immer am Limit und extrem fixe Dutts! Auf die Plätze, fertig, ein Running-Gag!

Aber auch für den 08/15-Kilometerzähler hat die Wetterampel auf Grün geschaltet, von Null auf O2, saurer Stoffwechsel für alle Johnny Walkers, per pedes auf den Spuren von ForestJump, Endspurt, der Weg ist das Ziel!
Marschmello in mission for GO
Schuhbidu… eure Mellos



"Schwere Zeiten" im Kindesalter

Neue Gruppe für übergewichtige Kinder in Barmbek

Rallye Energy, ein Programm aus Ernährungsinformation, Psychologie und Bewegung, lässt seit zwei Jahren in sieben Hamburger Stadtteilen überflüssige Pfunde purzeln. Interessierte Eltern von übergewichtigen Kindern sollten sich jetzt informieren, denn im Juni beginnt in Barmbek eine neue Gruppe, für die noch Teilnehmer/innen gesucht werden.
Rallye Energy wird seit 2 Jahren in Kooperation mit der Zentrale für Ernährungsberatung e.V. an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg und dem Verein Sport-Spaß in sieben Hamburger Stadtteilen angeboten, auch in Barmbek.

Der Kurs beginnt voraussichtlich am 1. Juni (Dauer 1 Jahr), er findet immer Donnerstags von 16 bis 18.30 Uhr statt. (16-17 Uhr Sport und 17-18.30 Ernährung) für Mädchen und Jungen im Alter von 8-12 Jahren, evtl. in zwei gleichgeschlechtlichen Gruppen.
Die DAK, die Hamburg-Münchener Krankenkasse und weitere Kassen erstatten bei regelmäßiger Teilnahme einen Großteil der Kosten. Voraussetzung ist eine Bescheinigung vom Kinderarzt. Da es oft etwas dauert, bis die Familien wissen, ob und wie viel die Kasse bezahlt, sollten sie sich schnellstmöglichst mit der Kursleiterin für Barmbek in Verbindung setzen. Möglich ist auch eine Schnupperstunde für Neuinteressierte oder in den laufenden Gruppen.
Mehr erfahren Sie auf der Webseite www.rallye-energy.de und bei der Kursleiterin:

Dipl. oec. troph. Janina Klein
Jarrestr. 96, 22303 Hamburg
Tel. 63 91 58 76 oder 41 62 23 58



Training für RollstuhlfahrerInnen

Kostenloses Training zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel für Menschen mit Behinderung
Die Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen (LAG) e.V. bietet ein kostenloses Training im öffentlichen Personennahverkehr. Wir möchten mit unserem Training Menschen mit Behinderung dabei unterstützen, öffentliche Verkehrsmittel in Hamburg zu nutzen und somit mehr Selbständigkeit und mehr Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu entwickeln. Es richtet sich an Personen mit Einschränkungen im Bereich Mobilität, Orientierung, Wahrnehmung und/oder Kommunikation.
Die Mitarbeiterin des Vereins (Sozialpädagogin Silke D., Foto), selbst Rollstuhlfahrerin, erkundet und trainiert mit den TeilnehmerInnen von deren Wohnung aus die Möglichkeiten, Busse, U- und S-Bahnen zu nutzen. Anregungen und Tipps zu weiteren Fragen des Lebens mit einer Behinderung werden gegeben.

InteressentInnen melden sich bei:
Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen e.V.
Silke Dammann, Richardstr. 45, 22081 Hamburg,
Tel: 29 99 56 66, Fax: 29 36 01, E-Mail: post@lagh-hamburg.de
S. Dammann



Dütt un datt op Platt
Erbauliches von Helga Kelling

De Flimmerkist

Datt een geiht mi nich in´n Kopp;
ick müch fröher geern inne Röhre kieken!
Jo, ick wär bannig niep door op!
Hüüt kanns mi doormit beschieten!

Inne Talk-Show doot se legen.
Inne Krimis Knalleree,
Lüüd fallt üm, as de Flegen!
Watt schall de Balleree ?

Försters, Dokters, Krankensüster;
och, watt sünd de alle good!!
Man, datt harrn wi doch ers güstern!
Datt löppt sick nu ok all doot!

Meenst denn mol, datt wär dien Fall!
In´n Kabel gifft een niejes Stück!
Schalts doorhen ...datt kenns jo all!!
Door wars doch verrückt!!!

Un denn de Werbung! Dammich!
Grood ward datt opregend ... son Malheur!
Seggt een Oma: „De Koffi smeckt nich.
Door mutt gau de Krönung her!“

Datt kost Nerven! Datt segg ick juch!
Hett door nich een: „Hölp mi!“ ropen ?
Wenn mien Erna denn inne Puuch,
is se opdreiht un kann nich slopen.

Ick meen de Senders möten achterno
een echten Hypnotiseur hebb´n,
de denn seggt: „hüüürt mi too,
ji ward möööd un kööönt nu good penn´n!”

Also, ick bruuk datt nich!
Wenn noch so fies de Killer
un egol, watt inne Flimmerkist bin´n,
ook bi denn gruligsten Thriller
sloop ick, vörr d´ Puschenkino meistdels
sowieso glieks in!!


Ganz suutje!

Irgendwann is datt sowiet!
Denn kümmt de Tied,
wo datt nich mehr so gau geiht,
wo datt Hart kötter sleit!
Kumms offtiens ut de Puste.
Also mooks allens gaanz suutje !

Aber door mutt jümmers watt mookt warrn !
Beets dien Kerl, de deiht gnarrn !
Sabbelst mit dien Söhn ....?
Hett datt lange Been!
Di kümmt de Gall hook! Wech blifft dien Puste!
He seggt bloot: „Nu man gaanz suutje!“

Datt is för di sleggt!
Kriss datt ok sülben trecht.
Duert eben ‘n böten länger
so, as Hexenschußinfänger.
Gau kümms ut de Puste!
Also, denn Rest mooks gaanz suutje !

Buten fohrt ‘n Brummer.
De Söhn, he hett Hunger.
Du geihst inne Köök.
Doorno is he mööd.
He is so bannig ut de Puste!
Seggst di, reeg di nich op! Bliev gaanz suutje!

Hess du noch dien Führerschien
kriss bi datt Kajoln nieje Pien!
Vorr dien Nääs son ollen Gübe,
de hett Altoel in d´Getriebe!
Ut denn Utpuff kümmt swatte Puste!
Veel Gegenverkehr. He aber fohrt gaanz suutje.


Bald....
(vun Hans Hansen Palmus)

Geiht een Wind so warm un sachen
öwer´t junge, helle Gröön.
Bald ward nu in Navers Grashoff
dusend bunte Blomen blöhn.

Geiht een Swistern un een Tuscheln
dörch den olen Wichelboom.
Bald ward nu de Sünn opwecken
Feld un Wald ut Slaap un Droom.

Spreematz ward nu ok bald singen,
allens ward nu smuck un gröön.
Bald is Winternot vergeten,
och, wat is de Welt doch schöön!

Wat klappert de Tähn

Wat klappert de Tähn in mien Gebiss?
De Tähndokter gäv sick jo Möh, datts gewiss!
He hett mi denn letzten Tobieter rutholt
Un de niejen heff ick düer betold!

So geiht een datt ! Man mutt jo watt eten.
Een fein kroschet Rundstück, datt kanns nu vergeten!
So eet ick nu Swattbrot un sniet mit ‘n Metts
Un mook lütte Happen, so geiht datt am best.

Bi mi klappert nich bloot de Tähn in datt Muul,
de Knoken, de knackt un sünd ok bannig fuul!
De Ischiasnerv, de meld sick all an,
weil de Rüch ok nich mehr so kann.

De Baffi, de streikt männigmal dull,
Wenn mi nich infallt, watt ick nu wull ?
Doch weet ick, datt datt veel Lüüd so geiht;
„Wo heet noch de Macker, de door achter rümsteiht?“

Ton Inholen schrief ick op, datt ick jo nix vergeet!
Wenn de Zettel to Huus liggt, is allens to spät!
Doch will mien Nahber denn nijsten Tratsch weten,
denn kann ick fein seggen: „Datt heff ick vergeten!“

Door ward di holpen?

Ick arger mi jümmers över de blöde Werbung.
Ok Kinner kiekt in denn Flimmerkasten un lehrt dorbi verkehrtet Düütsch! (Da werden Sie geholfen).
Mien Söhn seggt, datt datt de Sinn vonne Sook is, datt man sick opregen deiht!
So is man „in aller Munde“ un so wüllt de datt!
Also, ick keup nix mehr bi de, de uns Göörn to Dummbüddels mookt!
Door mööht sick de Politikers üm Kita-Plätze, de nix kosten schüllt un de Werbung mookt allens wedder to Schann‘n.

Tjä Verona, is datt op dien Mist wussen oder op denn vonne Werbefuzzis?
Gifft jed een Dag nieje Gesetze. Denn Blöödsinn schüllt se man verbeden!

Ick in´n TV

Männich een vun Juch hett datt seker in sien „Puschenkino“ sehn ?
Fiev Stünnen wärn wi ünnerwegens un bloot veer Minuten lang hett datt TV datt wiest! - „Süd-Barmbek“ wär datt Thema un ick müss jümmers mitslarpen!
Wär ganz schoin anstrengend! An´n Vorrdag wär ick extra bi ‘n Putzbüdel west un, as wi op datt Hookhuus bi Karstadt wärn, hett datt düchtig pladdert un mien Frisur wär in´n Dutt!

De Hölpsmann vun denn Kameramann müss denn Regenschirm över denn Filmapparat hollen un, as de Wind ok noch orentlich bloost hett, heff ick jümmers dacht, nu flücht de Schirm bald över Barmbek! Hoffentlich lött he emm los, sünst seilt he noch mit aff! Güng aber good. Na, son jungen Kerl hett jo noch Knööf!

De Kamera-Kerl wär bannig gelenkig! As de no boben op datt Dack vun denn Bus kladdert is, heff ick to mi seggt; datt harrs ok in jungen Jahrn nich schafft. (Ick harr ‘n Ledder bruukt!)
Un denn datt swore Gedriss ( Kamera un de Stellasch ) no boben.

De jungen Lüüd op denn Markt hebbt fein mitspeelt. De Kantüffel hett se tweemol rut-grabbelt un affwogen un dorbi wär datt noher gornich op denn Film.
Aber datt Kulturhuus wär to sehn, as ick ringohn bin un twee Frunslüüd vonne AWO dropen heff. All dree hebbt wi witte Haar. Siet ick datt nu sehn heff, weet ick to welk een Kategorie ick gehör.
Tschä, lewe Gerda un Gretel, wi hüürt to datt Barmbeker „URGESTEIN“!!

Streik

All wüllt se unse Moneten! Ver.di drauht mit Streik! Wi Rentners hebbt siet Jahrn keen Erhöhung kregen!
Ick streik ok bald. Aber.. wie mook ick datt?
Ick weet watt! Ick keup mien “Fressalien” bloot noch op unsen Markt. De sünd ok nich billiger, aber aff un an kriss ‘n Appelsin schenkt un... de mersten Marktlüüd snackt so schoin Platt !!
Nülich wär ick so in mien Dreih op Platt un heff anne Käsbood so wieder sabbelt. Door binn‘n wär een Utlänner un de keek mi dümmerhaftig an un sä: „Wie bitte?“



Gesamtschule Winterhude


Ich bin jetzt seit knapp 1 ½ Jahren in der Gesamtschule Winterhude.
Bei uns ist es nicht so wie in anderen Schulen. Davon möchte ich nun etwas schreiben: wir lernen anders als das in anderen Schulen ist.
Wir haben nicht die Fächer Mathe, Deutsch und Englisch als einzelne Fächer, sondern zusammen in einem Fach. Das nennt sich Kuba, was soviel heißt wie „kulturelle Basis“.

Daneben lernen wir in Projekten und so genannten Werkstätten. Die Werkstätten wählt man alle 6 Monate neu, die Projekte sind vorgegeben und werden für alle Teams gleichzeitig angeboten. Darin wird übergreifend gelernt. Bisher hatten wir z.B. die Projekte Hundertwasser, Freundschaft und Liebe, Ägypten und vieles mehr.
Wir arbeiten in Gruppen und am Ende des Projektes präsentieren wir unsere Werke. Dabei können wir alle Hilfsmittel verwenden, die uns zur Verfügung stehen: bei dem Projekt Freundschaft und Liebe habe ich z.B. mit meiner Gruppe einen Film gedreht und vorgeführt.

Der Schultag teilt sich in Kuba, Projekt und Werkstatt. Nach jeder Einheit schreiben wir in unser „Logbuch“, um zu dokumentieren, was wir an jedem Tag geschafft haben. Ein Beispiel: (Bild)
Das „Logbuch“ hat drei solcher Spalten: eine für Kuba, eine für die Werkstatt und eine für die Projekte. Bei Arbeitshaltung kreuzt man an, wie man sich selber einschätzt. Ich habe keine Noten.

Jedes Kind wählt sich Bausteine aus und arbeitet möglichst selbstständig daran.
Wir schreiben dann eine Arbeit, wenn wir einen Baustein beendet haben. Wir gehen dann zu dem jeweiligen Fachlehrer und der lässt uns dann den Test schreiben. Am Ende gibt es dann ein Zertifikat, das in einem extra Ordner „Portofolio“ aufbewahrt wird. Das Tolle an den Bausteinen ist, dass man sie sich selber auswählen darf: wenn man es sich zutraut, kann man einen Baustein der Klasse 7 nehmen, auch wenn man selber in Klasse 5 ist. Am Ende der 7 Klasse muss man alle Bausteine erarbeitet haben.

Alle 6 Monate werden unsere Eltern zusammen mit mir und meinem Klassenlehrer zu einem sog. Ziel- und Bilanzgespräch eingeladen. Es wird besprochen, was ich geschafft habe und was ich mir für die nächste Zeit vornehmen will. Die Beurteilung umfasst mehrere Seiten. Es wird Bilanz gezogen, was ich geschafft habe, wie mein Lernverhalten war, mein Umgang mit Lehrern und Mitschülern usw. Sowohl die Fachlehrer als auch der Schüler füllen die Bögen aus.

An meiner Schule wurde die Klingel abgeschafft. Wir beginnen morgens um 8:00 Uhr und die Schule endet um 14:00 Uhr. Wir haben zwei größere Pausen, in einer davon können wir ein Mittagessen einnehmen.

Ich bin mittlerweile in der Klasse 6, Team blau C. Im ersten Jahr waren nur alle 5ten Klassen zusammen, nun wurden wir altersgemischt. Ich lerne mit Kindern von Klasse 5-7 zusammen. Wir nennen das nicht mehr Klasse, sondern „Stammgruppe“, ich bin also in der Stammgruppe C. Immer vier Stammgruppen bilden ein Team. Die Teams haben eigene Räume, die bei uns alle blau angestrichen sind, denn ich gehöre zum blauen Team.

Wir dürfen uns in der gesamten Schule bewegen: wir haben ein Mediothek, in dem ich in einer Werkstatt an der Schulhomepage gearbeitet habe oder emails verschicke, wir haben eine wunderschöne Bibliothek mit vielen Büchern, wir haben einen Schulgarten mit eigenen Bienen, einen großen Schulhof und viel Platz. In der Pausenhalle stehen zwei Strandkörbe, in denen man sich gut erholen kann, wenn man einen Platz erwischt. Seit dem letzten Schuljahr gehört die Grundschule nebenan zu unserer Schule.
Unsere Schule will es anders machen als andere Schulen und deshalb bin gerne ich dort.

Es gäbe noch vieles mehr zu berichten. Wer Interesse hat kann sich z.B. auf der Homepage der Schule unter www.gs-winterhude.de informieren oder unter info@meerschwein.hh.schule.de.

Wer mehr über das Konzept und die Hintergründe wissen will, kann sich beim Verein Reformschule informieren, bei der Initiative „Blick über den Zaun“, ein Arbeitskreis der Reformschulen. In regelmäßigen Abständen finden „Winterhuder Gespräche“ an meiner Schule statt, in denen verschiedene Referenten etwas zum Thema Reformschule berichten. Beim letzten Gespräch ging es z.B. um das Thema Schule auf Reisen.
Mehr Informationen finden Sie unter www.reformschule-hamburg.de
Alina Steinborn



Theater an der Marschnerstraße

Theater im Geheimen - Das Amateurtheater VB Thalia präsentiert: ‚Der Raub der Sabinerinnen’
 
Der Duft von Premierenrosen liegt in der Luft:
Am Donnerstag, den 18. Mai 2006 um 19.30 Uhr feiert ‚Der Raub der Sabinerinnen’ unter der Regie von Doris Lewerenz Premiere im Theater an der Marschnerstraße.

Auf witzige und intelligente Art erzählt der Schwank von Franz und Paul von Schönthan die Geschichte des Gymnasialprofessors Emanuel Gollwitz (Thomas Hein).
Dieser hat in seiner Jugend die ziemlich schlechte und ihm heute peinliche Tragödie ‚Der Raub der Sabinerinnen’ verfasst. Heute ist er Familienvater, gehört er zu den Honoratioren der Stadt und ist dort eine angesehene Persönlichkeit.
Sein Stück gerät fast in Vergessenheit. Bis es Theaterdirektor Striese (Harry Engelhardt) in die Hände fällt. Striese hat großes Interesse daran, das Stück auf die Bühne zu bringen, rechnet er doch mit klingender Kasse. Erst sträubt sich Gollwitz, aber nachdem Striese ihm versichert hat, ihn namentlich nicht zu erwähnen und auch dafür zu sorgen, dass Gollwitz’ momentan verreiste Gattin Friederike (Petra Schwarz), die generell in jedem Theater eine zweifelhafte Lasterhöhle vermutet, nichts davon erfährt, lässt er sich schließlich überreden.
Dumm ist nur, dass Friederike früher als geplant aus dem Urlaub zurückkommt. Und auch Karl Groß (Erhard Lenuck), ein flüchtiger Bekannter Gollwitz’ aus Berlin sorgt für Unruhe. Das Inkognito des Professsors droht zu platzen, die Aufführung zur Blamage zu werden. Doch da hat Strieses Frau Luise (Petra Göttsche) eine geniale Idee…
 
Weitere Aufführungen gibt es am Freitag, den 19. Mai und Samstag, den 20. Mai um jeweils 19.30 Uhr, sowie am Sonntag, den 21. Mai um 18.00 Uhr zu sehen.
Eintrittskarten können bereits ab 6,- Euro erworben werden. Kartenvorbestellungen sind ab sofort bei Birgit Alsdorf (Tel.: 66 83 471) oder direkt im Theater an der Marschnerstraße (Tel.: 29 26 65) möglich.
Amateurtheater VB Thalia v. 1879 e.V.
www.thalia-hamburg.de

Theater an der Marschnerstraße: www.tadm.de