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BaSta Nr. 12, September 2006



Redaktionsteam & BeitragsverfasserInnen:

Carsten Müller, Erika Draeger, Helga Kelling, Claudia Falk, Björn Kelling, Gabriele Biehl für das Projekt Familienhebammen,Peter Heim für den Stadtteilverein, Medienbüro LogIn, Quartiersbüro Dehnhaide, IG Barmbek Süd, TouchIn, BudoCenter Barmbek


V.i.S.d.P.: Medienbüro LogIn/KiFaZ,
Vogelweide 36, 22081 Hamburg, Tel.: 2000 48 00
eMail: info@medienburo-barmbek.de
Druck: www.CompactMedia.de, Auflage: 3500
Online-Ausgabe: E. Draeger

Inhalt   (online-Ausgabe unbebildert)  

Vorwort
Kurzmeldungen
Neues aus LogIn
Familienhebammen

Der neue Stadtteilverein
Barmbini - die Kinderseite
Naturforscherin
Das Hamburger Puppentheater
50 Jahre Theater an der Marschnerstraße
Aktionswoche "Älter werden in Hamburg"
Dulsberger HerbstLese
Nachrichten aus dem Quartiersbüro
Im Interview: InTouch
Dütt un datt op Platt
IG Gewerbe Barmbek Süd
BudoCenter Barmbek
Neues von Kellalien / Der Heilemacher
Aus Fertigem etwas Neues
Adressen in und um Barmbek Süd

 

Vorwort

Lieber Leserinnen und Leser,
wie geht es weiter mit der BaSta???
Dieses wird nach mehr als 4 Jahren die vorletzte gedruckte Ausgabe in bisheriger Aufmachung sein, denn zum Jahresende stehen einige Veränderungen an.

Das Quartiersmanagement läuft Ende 2006 aus und damit möglicherweise auch die Finanzierung der Kosten für den Zeitungsdruck.
Die Informationen des Quartiersbüros Dehnhaide (bisherige Mittelseiten) werden nach dessen Schließung entfallen, Beiträge der IG Barmbek Süd sind in Frage gestellt und unser bisher aktivstes Redaktionsmitglied, das die Gestaltung der meisten Druckvorlagen übernommen hat für Bewohner- und Kinderseiten, Vorstellungen sozialer und kultureller Einrichtungen, Kurzmeldungen, Veranstaltungen, Interviews, eigene Texte etc., wird aus zeitlichen Gründen das bisherige Engagement drastisch reduzieren müssen.

Unsere kleine Redaktion sucht dringend Zuwachs für die Stadtteilzeitung zum Mitmachen, die ein reines Freizeitprojekt ist.
In welcher Form es möglich sein wird, die BaSta auch im nächsten Jahr am Leben zu erhalten, ist uns zur Zeit nicht klar. Vielleicht haben Sie Ideen oder sogar Interesse an aktiver Mitarbeit???

Gesucht werden Freiwillige, die Spaß am Schreiben und/oder Fotografieren haben und daran, Texte und Bilder am PC zu bearbeiten. Und Leute, die gern auf Menschen zugehen und Interviews machen oder Aufträge für Inserate einholen mögen, damit die BaSta sich künftig selbst tragen kann. Eine gute Möglichkeit, Kontakte im Stadtteil herzustellen!

Das Medienbüro Barmbek / LogIn in der Vogelweide ist Standort unserer Zeitung, wer näheres wissen möchte, kann sich beraten lassen. Hier können nach Absprache auch die Computer und Programme genutzt werden zur Erstellung von Druckvorlagen (PageMaker) und Bearbeitung von Bildern (PhotoShop) - es lassen sich Kenntnisse erwerben, die vielleicht auch für andere Zwecke zu gebrauchen sind.
Auf Redaktionssitzungen können die Themen der nächsten Ausgaben besprochen und in kooperativer Zusammenarbeit eine neue BaSta gemeinschaftslich erstellt werden.
Vielleicht schauen Sie einfach mal zum Kennenlernen bei einer Tasse Kaffee herein?
Am besten vorher anmelden, wir freuen uns auf Sie, Ihr BaSta-Redaktionsteam




Kurzmeldungen für Barmbek

Hamburg verkauft seine Pflegeheime

Der Senat hat dem Verkauf der zwölf städtischen Pflegeheime von pflegen & wohnen zugestimmt. Die Berliner Vitanas Gruppe und die Hamburger Franke Gruppe, die sich zur Vitanas Hamburg GmbH zusammengeschlossen haben, werden Eigentümer ab Januar 2007 und zahlen für den p&w-Pflegebereich 65 Millionen Euro.
Man will kräftig in die Modernisierung der Pflegeheime investieren, fünf neue Pflegezentren sollen an den jetzigen Standorten entstehen: die Pflegeheime Oberaltenallee, Alsterberg, Farmsen, Heimfeld und Holstenhof sollen ganz oder überwiegend neu gebaut, der Standort Oberaltenallee als erstes in den nächsten drei Jahren fertiggestellt werden.

Die Einrichtungen "müssen sichtbar und präsent im Stadtbild sein. Am besten mit Fahnen vor der Tür und einem repräsentativen Eingang - mit Hotels vergleichbar", sagte einer der neuen Besitzer.
Die Kehrseite ist, dass die Neubaukosten auch zu Lasten der Bewohner gehen und die Pflegekostensätze steigen werden.
Sozialsenatorin Birgit Schnieber-Jastram freut sich über den Abschluss und rechnet mit einem "erheblich verbesserten Angebot der Pflege. Darüber hinaus gibt es Kontinuität in der Betreuung".
Leider hat es schon in den vergangenen Jahren Klagen gegeben über stark reduziertes und überlastetes Personal bei pflegen&wohnen.

Die neuen Eigentümer haben zugesichert, die rund 2800 Pflegeplätze zu erhalten; für die 1600 Mitarbeiter gibt es eine vorläufige Arbeitsplatzgarantie bis Ende 2009.
Die Stadt bleibt auf Altlasten in Höhe von 210 Millionen Euro sitzen, hauptsächlich Pensionszahlungen.
Kritiker halten den Verkauf für überzogen und hätten die Einrichtungen lieber einem freigemeinnützigen Träger gegeben. Die Dienstleistungs-Gewerkschaft Ver.di, die gegen den Verkauf ist, forderte die Vitanas Hamburg GmbH auf, die Arbeitsbedingungen durch einen Tarifvertrag zu sichern.

Die Geschichte der alten Dame

Leser/innen des Hamburger Abendblatts haben in den vergangenen Wochen Anteil genommen an dem Schicksal der alten Dame aus Kummerfeld, die offensichtlich von bestellten Betreuern nicht wirklich zu ihrem Besten betreut wurde und gegen ihren Willen ein Haus verkaufen musste.
Die Berichte haben viele Fragen aufgeworfen. Wenn sie damit rechnen, eines Tages selbst auf solche Hilfen angewiesen zu sein, können Sie vorbeugen; Sie können z.B. eine Vorsorgevollmacht ausstellen und selbst eine oder mehrere Personen Ihres Vertrauens darin benennen. In einer Betreuungsverfügung können auch Personen, zu denen Sie kein Vertrauen haben, ausdrücklich ausgeschlossen werden. Sie können Ihre Entscheidungen auch wieder ändern.
Sollten Sie bemerken, dass eine Betreuung gegen die Interessen des Betroffenen stattfindet, ist es möglich, die Bestellung eines Kontrollbetreuers anzuregen oder Kontakt zu einem Fachanwalt für Betreuungsrecht aufzunehmen.

Für weitere Fragen und Informationen stehen z.B. die Hamburger Betreuungvereine zur Verfügung, für den Bezirk Nord wäre die zuständige Adresse:

Betreuungsverein Hamburg Nord
Barmbeker Straße 45, 22303 Hamburg
Telefon: 27 28 -77 bis -80, Fax: 280 71 59
Sprechzeiten: Mo + Mi 9 -12 Uhr, Do 14 - 18 Uhr
Homepage: www.bhn-ev.de

Die Behörde für Familie und Soziales hat eine Broschüre mit dem Titel „Ich sorge vor!“ herausgegeben, die Sie ebenfalls bei den Betreuungsvereinen erhalten oder direkt bestellen können gegen einen frankierten A5-Umschlag als „Büchersendung“ bei der

Behörde für Soziales und Familie
- SI 3 Gz. -
Postfach 76 01 06, 22051 Hamburg

Familien gesucht

Der Verein Pfiff sucht dringend Familien, die kurzfristig und zeitlich begrenzt Pflegekinder aufnehmen.
Wichtig ist es, belastbar, geduldig und flexibel zu sein. Die Hauptbetreuungsperson darf nicht berufstätig sein und die eigenen Kinder sind älter als zwei Jahre. Infos gibt es telefonisch bei Pfiff, Holsteinischer Kamp 62. Tel. 410 984 -60, Fax: -89,
Homepage: www.pfiff-hamburg.de

Film: "Neger, Neger, Schornsteinfeger"

Das Buch von Hans-Jürgen Massaquoi hat nach Erscheinen viele Leser/innen sehr bewegt.
In der Autobiografie berichtet er von seiner Kindheit und Jugend in den 30er und 40er Jahren als farbiges Kind einer deutschen Mutter und eines afrikanischen Vaters, aufgewachsen in der Barmbeker Stückenstraße.
Hin- und hergerissen zwischen dem Bedürfnis nach Zugehörigkeit und häufigen Erfahrungen des Ausgegrenztwerdens in einem rassistischen Gesellschaftssystem lernte er, die Welt und sein Anderssein differenzierter wahrzunehmen.
Massaquoi, nach Kriegsende in die USA ausgewandert, fühlt sich seiner Heimatstadt noch heute freundschaftlich verbunden und hält sich regelmäßig in Hamburg auf. Wie Ralf Giordano, der mit seinen "Bertinis" ebenfalls den Schauplatz Barmbek beschreibt, leistet Massaquois mit seinem Buch auch einen Beitrag zum Verständnis der Geschichte dieses Stadtteils.
Nach der Premiere im August in den Hamburger Kammerspielen soll der ZDF-Zweiteiler mit Veronica Ferres in einer Hauptrolle am 1. und 2. Oktober um 20.15 Uhr gesendet werden und wurde schon als "eines der Programm-Highlights des Jahres" bezeichnet.

Planetarium im Stadtpark

Es scheint, als habe sich der Senat von Umzugsplänen verabschiedet. Ein vom Bezirk Nord in Auftrag gegebenes Gutachten hat außerdem ermittelt, dass ein Ausbau des Planetariums am bisherigen Standort im Stadtpark leicht möglich und nicht so teuer sei, wie bislang angenommen.
Der Senat hatte ursprünglich vor, das Planetarium in die Hafencity zu verlagern und in ein dort geplantes Science-Center zu integrieren, um dessen Wirtschaftlichkeit zu erhöhen. Heftige Proteste aus dem Bezirk Nord und vermutlich unabsehbar hohe Umzugs- und Neubaukosten mögen zu einem Umdenken beigetragen haben.

Handy-Kurse für ältere Menschen

bietet das DRK an (Steilshooper Straße 2). Dabei geht es um den Einsatz im Alltag sowie in Notfallsituationen, aber auch um die Unterschiede zwischen einem Vertrags- und einem Kartenhandy.
Auskünfte unter Telefon: 29 80 39 50.


Das Projekt "GeMit-Generationen"

Das Bundesmodellprojekt "GeMit-Generationen miteinander im Freiwilligendienst" sucht Mitstreiter/innen. Es werden noch jüngere und ältere Freiwillige gesucht, die in sogenannten "Tandems" miteinander soziale Dienste leisten, wurde von der Diakonie mitgeteilt. Im September und Oktober sollen neue Teams gebildet werden. Das Modellprojekt wird gemeinsam mit dem Hamburger Seniorenbüro durchgeführt.
Das Projekt könnte interessant sein für Schulabgänger, die eine berufliche Orientierung suchen und für Ruheständler, die aktiv sein und Kenntnisse an jüngere Menschen weitergeben möchten.
Zur Zeit sind 14 Freiwillige in sieben "Tandems" in Hamburg aktiv. Sie arbeiten in Kitas, Jugend- und Behinderteneinrichtungen sowie in Schulen.
Weitere Informationen sind zu erhalten unter der Hamburger Telefonnummer 30 620- 224
und auf der Homepage www.ge-mit-hh.de

Raser vor den Schulen

6000 Raser hat die Polizei seit der Einschulung der Erstklässler vor vier Wochen auf den Straßen vor Hamburgs Grundschulen geblitzt, eine erschreckend hohe Zahl, die mit Geldbußen, vor allem aber mit aufklärenden Gesprächen verringert werden soll.
Oft waren es Eltern der Schulkinder, die mit zu hohem Tempo ihre Kleinen im Pkw zum Unterricht brachten, ein Phänomen, das auch von Anwohnern der Grundschulen in Barmbek Süd beobachtet wird, obwohl teilweise Tempo-30-Zonen eingerichtet sind.

Wie soll die Sicherheit im Straßenverkehr für Kinder gewährleistet werden, wenn deren Mütter oder Väter diesem Anspruch zuwiderhandeln? Durch ihr Verhalten werden wiederum Kinder gefährdet, Kinder anderer Eltern - manchen scheint dies nicht klar zu sein.
Die Polizei möchte mit mehr Aufklärung versuchen, das Problem in Zukunft einzudämmen, und bittet Schulen und Eltern um Mitarbeit.

Kostenlose Mieterberatung

Der Mietervereins zu Hamburg von 1890 r.V. bietet Ratsuchende Mieterinnen und Mieter seit dem 1. September 2006 für Informationen rund ums Thema Wohnen und Mieten kostenlos eine neu eingerichtete Hotline an.
Er hat sich bereit erklärt, den bisher von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt im Rahmen des sog. Mietertelefons geleisteten Service in ähnlicher Weise zu gesonderten Sprechzeiten auch für Nichtmitglieder anzubieten.
Sprechzeiten: Montag, Dienstag und Donnerstag von 14.00 bis 17.00 Uhr, Telefon: 87979 - 345.

Neuer Name: Klinikum Eilbek

Die bayrischen Schön Kliniken haben am 1. August das bisherige AK Eilbek vom Asklepios-Konzern übernommen. Rund 730 Mitarbeiter begrüßten ihren neuen Direktor Christoph Mahnke, einen promovierten Mediziner.
Das AK Eilbek heißt ab sofort Klinikum Eilbek und ist die elfte Klinik des Unternehmens, dass nun ankündigt, diesen Standort zu einem seiner "Flaggschiffe" auszubauen.
Mit dem Betriebsrat haben sich die neuen Betreiber darauf verständigt, dass es in dem Krankenhaus (1000 Mitarbeiter) bis zum Jahr 2010 keine betriebsbedingten Kündigungen geben wird.

Elim Kunst- und Krammarkt - Handeln bei Kaffee und Kuchen.

Am Sonntag dem 8. Oktober veranstaltet die Christengemeinde Elim, Bostelreihe 7-9 (hinter dem EKZ), von 10.30 bis 15 Uhr vorerst zum letzten Mal einen Kunst- und Krammarkt. Wer noch das eine oder andere 'gute Stück' erstehen will, sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen. Auch diesmal wird es wieder Kaffee und Kuchen geben.
Wann: Sonntag, 08.10.06, 10.30 -15 Uhr
Wo: Christengemeinde Elim Hamburg Bostelreihe 7-9 (Gemeindegelände) 22083 Hamburg, Internet: www.elim.info

ed



Neues von den Familienhebammen

Seit über acht Jahren arbeiten 2 Familienhebammen am Kinder - und Familienzentrum Barmbek - Süd für schwangere Frauen, Mütter mit Babys und Familien im Stadtteil.
Neben Hausbesuchen für Familien in besonderen Problemlagen bieten wir derzeit Kurse in Babymassage, Rückbildungsgymnastik und Geburtsvorbereitung an. Im benachbarten Projekt "Andere Umstände" gibt ein offenes Gruppenangebot für Schwangere.
Darüber hinaus entwickelten die SozialpädagogInnen und die Hebammen im Team gemeinsam Konzepte, die einen nahtlosen Anschluß an die Hebammenbetreuung bieten und somit der Familie Freizeit -, Kurs - und Beratungsangebote über den ersten Geburtstag des Kindes hinaus eröffnen. Es sind Fitnesskurse für Mütter, selbstorganisierte Babygruppen, der Frühstückstreff, ein Nähtreff mit Kinderbetreuung, ein Väterbrunch und viele andere Treffpunkte für
Schwangere und junge Eltern entstanden, die erfreulicher Weise gern und viel genutzt werden.

Von Anfang an war ein wichtiger Schwerpunkt der Tätigkeit, die Öffentlichkeit, vor allem aber die Behörden vom Wert der Unterstützung für junge Familien zu überzeugen. Durch Zeitungsartikel, Mitarbeit in Gremien und Vorträge wurde die
Idee einer Zusammenarbeit von Hebammen und Sozialpädagogen in Hamburg an verschiedenen Stellen aufgenommen, so dass es derzeit sieben solcher Kooperationsprojekte gibt. Ausgelöst durch den tragischen Tod der kleinen Jessica im vergangenen Jahr hat die Stadt Hamburg als eine mehrerer Maßnahmen zum Schutz von Kleinkindern und Babys 6 weitere Familienhebammenprojekte installiert, die allerdings meist mit sehr wenig Wochenstunden ausgestattet sind. Seit einigen Jahren arbeiten Familienhebammen bundesweit in einem Netzwerk zusammen.
Ein wichtiges Thema war die Forderung nach einer Weiterbildung, da die meisten Kolleginnen in dem neuen Arbeitsfeld ohne entsprechende Vorbereitung sehr zu kämpfen hatten und die Gefahr des Burnout groß war. In diesem Jahr ist es nun endlich soweit, in Hamburg startet die erste einjährige Weiterbildung für Familienhebammen, ähnliche Weiterbildungsangebote gibt es auch in Schleswig- Holstein und anderen Bundesländern. Das Angebot wird im Kreisel e.V. stattfinden und ein Jahr dauern.
Unter anderen wirken am Unterricht Hamburger Familienhebammen mit.
Wir, die Hebammen und das Team vom Kinder- und Familienzentrum Barmbek - Süd freuen uns über diesen Erfolg!
Gabriele Biehl





Stadtteilverein Barmbek-Süd e.V.

Es ist soweit!
Nach 18 Monaten der Vorbereitung wurde der Stadtteilverein Barmbek-Süd e.V. am 31.05.06 aus der Taufe gehoben. Die Eintragung ins Vereinsregister wurde vom 1. Vorsitzenden, Pastor Ronald Einfeld, und dem 2. Vorsitzenden, Peter Heim, beantragt und erfolgte am 05.07.06.

Die Vereinsadresse lautet: Stadtteilverein Barmbek-Süd e.V.,
Wohldorfer Str. 30 b, 22081 Hamburg (Kirchenbüro), Telefon: 29 76 85.

Jede interessierte Bürgerin und jeder interessierte Bürger, jeder Betrieb, jedes Geschäftt, jede politische Partei oder jede öffentliche Einrichtung kann Mitglied werden! Ab sofort!

Wie kam es zur Gründung des Vereins?
Mit dem 31.12.2006 läuft die öffentliche Förderung des STEP-Programms für den Stadtteil Dehnhaide aus. Damit endet auch die Tätigkeit des von der öffentlichen Hand eingesetzten Quartiersmanagements und des öffentlich gewählten Quartiersbeirates. Beide haben sich intensiv und mit viel Engagement für den Stadtteil eingesetzt.
Es seien an dieser Stelle beispielhaft nur 4 erfolgreiche Projekte genannt:
der Quartiersplatz mit dem Wochenmarkt,
die Quartierszeitung BASTA,
der Einsatz, der zum Erhalt der Bücherhalle Dehnhaide beigetragen hat,
sowie die Umgestaltung des Schulhofes der Adolph-Schönfelder-Schule.

Um diese Arbeit auf der Grundlage von Bürgerengagement weiterführen zu können, wird ab 2007 ein Stadtteilrat die Arbeit des Quartiersbeirates übernehmen. Der Stadtteilverein unterstützt die Arbeit des Stadtteilrates.
Die oben genannten Projekte skizzieren die Aufgaben, die sich der Stadtteilverein zusammen mit dem Stadtteilrat auf die Fahnen geschrieben hat. Es sollen im Stadtteil entwickelte, dem Wohle des Stadtteils dienende Projekte gefördert
bzw. umgesetzt werden.
Wir möchten Einfluss nehmen auf die Weiterentwicklung des Quartiers im Hinblick auf die Bebauung (z.B. Marschnerstraße), wir möchten dazu beitragen, dass der Einzelhandel und das ansässige Gewerbe im Stadtteil eine Existenzgrundlage behalten, wir möchten dabei helfen, dass Menschen, die hier wohnen oder hierher
ziehen, sich wohlfühlen, integriert werden und sich mit dem Stadtteil stärker identifizieren.
Der Stadtteil hat es verdient vorangebracht zu werden!
In diesem Sinn bitten wir um eine breite Beteiligung aller. Wir brauchen engagierte "Hände" und "Köpfe", die sich für unseren Stadtteil einsetzen wollen.
Es gibt viel zu tun, packen wir es an!
Ein Mitgliedsantragsformular kann unter oben genannter Adresse angefordert werden.
Peter Heim




BARMBINI - die Kinderseite

Herstellung von Kinderpralinen

In den Herbstferien soll es von Di. 17. bis Fr. 20. Oktober zweimal täglich Leckereien im Museum der Arbeit geben, die von euch selbst hergestellt werden können. Das 1½-stündige Programm findet von 10-11.30 und von 11.30-13 Uhr statt, an den Gruppen sollen jeweils 12 Kinder teilnehmen. Die Kosten betragen je 2,- Euro incl. Material.
Noch viel leckerer als süße, zart schmelzende Schokolade schmeckt das Konfekt aus Früchten, Nüssen und Flakes, das man selbst mit geschmolzener Schokolade überzieht! Nach dem Zusammenstellen kleiner Köstlichkeiten verfolgen die Teilnehmer/innen den Weg des Kakaos von seiner ursprünglichen Heimat Südamerika aus bis nach Europa. Dabei spielt Hamburg als Handelszentrum eine wichtige Rolle.
Die selbst gemachten Pralinen dürfen zum Schluss natürlich genüsslich vernascht werden.
Wegen der begrenzten Plätze bitte rechtzeitig anmelden beim Museumsdienst Hamburg,
Tel.: 42 81 31 - 0, Fax: 4 28 24-3 24


Der Basteltip: Filztierchen selbst gemacht

Heute basteln wir mit buntem Filz! Vielleicht habt ihr noch Reste zu Hause, sonst gibt es diese Stoffe in verschiedenen Farben auch in Kaufhäusern oder Bastelläden.
Außerdem benötigen wir: Papier, eine Schere, eine Nadel mit großer Öse, dicke Stickfäden und Stecknadeln. Als Füllmaterial lassen sich getrocknete Erbsen, Reis, kleine Styroporkugeln oder Watte verwenden.
Zuerst stellen wir aus Papier ein Schnittmuster her, hier zeige ich euch verschiedene Beispiele:

Die Figuren werden auf das Papier gezeichnet und ausgeschnitten. Die Größe könnt ihr wählen, meine Tiere sind ca. 15 cm hoch bzw. breit (Fisch und Ente). Anschließend steckt ihr das Schnittmuster mit Stecknadeln auf zwei übereinander liegende Filzstücke und schneidet mit einer Schere die Umrisse nach. Für einen Vogel braucht ihr auch ein Paar Flügel. Die Augen bestehen aus zwei kleinen hellen Filzkreisen, die mit einem schwarzen Stift Pupillen aufgemalt bekommen. Schnabel und Füße des Vogels sind ebenfalls aus Filz. Sie werden wie die Augen ausgeschnitten und entweder mit einem Stoffkleber aufgebracht oder mit sehr dünnem Faden und ganz kleinen Stichen festgenäht: bei Katze, Vogel und Hase nur auf der Vorderseite, bei Fisch und Ente auf Vorder- und Rückseite.

     
Nun werden beide Seiten des künftigen Filztierchens mit größerer Nadel und farbigem, dickerem Faden von außen zusammengenäht. Die Stiche sind anschließend zu sehen und sollten schön gleichmäßige Längen und Abstände haben, links zwei Beispiele.

Aus den Schlaufen des linken Stiches ergibt sich ein schöner Rand. Für Anfänger/innen ist der andere Stich leichter zu nähen. Der Vogel ist etwas schwieriger, weil die kleinen Flügel auf jeder Seite zwischen Vorder- und Rückseite gelegt und mit dem Umrandungsstich gleichzeitig festgenäht werden müssen - vielleicht kann euch dabei jemand helfen.
Ihr lasst an einer Stelle eine Öffnung von ca. 3 cm übrig und befestigt den Faden. Durch die Öffnung wird das Füllmaterial in die Figur gegeben: mit einem dünnen Stift lässt sich Watte in die fernen Ecken schieben, die anderen Materialien verteilen sich von selbst ganz gut. Ist die Menge ausreichend, braucht ihr nur die Öffnung mit dem Faden endgültig schließen - fertig ist das Filztier! Viel Spaß und Freude daran wünscht euch die kleine
Bastelhexe!



Naturforscherin

Mit den Jahren entwickelte sich Clara zunehmend zu einer Naturforscherin. Mehr noch als die Flora interessierte sie die Fauna. Und ganz nach dem Motto: kleine Menschen, kleine Tiere, entzückte sie insbesondere alles, was am Boden kraucht und krabbelt. Oder auch herumliegt.

Eine Amsel war Opfer des großstädtischen Verkehrs geworden, und als Clara und ich eine Straße überqueren wollten, mussten wir dem blutverschmierten Kadaver ausweichen. Von wegen ausweichen! Sofort hockte sich meine Tochter weniger trauernd als neugierig zu dem toten Vogel: "Was ist das da?", fragte sie sachlich, deutete auf den offenen Brustkorb und bohrte ihren Finger fast in die dünnen Amsel-Rippchen. Bevor sie auf die Idee kam, den Leichnam zur gründlichen Obduktion mitnehmen zu wollen, gab ich lieber knappe Erklärungen und zog sie auf die andere Straßenseite.

Auch mit einer Kellerassel, die sich auf unseren Balkon verirrt hatte, freundete sich Clara schnell an. Nach der Vergewisserung, dass dieses schwarz-glänzende Krabbeltier nicht beißen, zwicken und stechen kann, strich sie ihr liebevoll über den Rücken, bot ihr zunächst Grashalme, dann Kekse an. Schließlich lud sie den neuen Gefährten in ihr Zimmer ein: "Hier ist es doch wärmer und bequemer für Assi als draußen im Regen." Gerade noch fiel mir das Argument ein, dass "Assi" dann ja ihre Familie vermissen würde. Das leuchtete meiner menschlichen Tierfreundin ein, sie entließ sie schweren Herzens ins Natur-Nirvana.

Nun aber war sie sensibilisiert. Und sie hatte mich oft genug schimpfen hören, wenn sich wieder Schnecken meiner Blumen bemächtigt und aus den Blättern Schweizer Käse gemacht hatten. Bald kam sie freudestrahlend mit einer kleinen Tupperdose auf mich zu und schüttelte sie, dass es nur so klapperte: "Ich habe deine Blume gerettet! Meinst Du, dass Schnecken mit Haus auch Löwenzahn mögen? Sie ließ es mit ihrer Hausschnecke auf einen Versuch ankommen. Am nächsten Morgen war sie erstickt, das welke Blatt unberührt.

So unprofessionell konnte es nicht weitergehen. Also schenkte ich Clarinchen einen extra für Insekten und Co. vorgesehenen transparenten Aufbewahrungsbehälter mit Luftlöchern, integriertem Zentimetermaß und Lupe.
Toll, was sich der Erfinder da ausgedacht hatte: Man konnte das Objekt jederzeit beobachten, vergrößern und vermessen - gefahrlos für Mensch und Tier. Die Gefährdung bestand allerdings in Clara, die nun stundenlang und von mir unbeobachtet alle möglichen Studienobjekte einfing und untersuchte.

Nach einigen Tagen entdeckte ich auf meinem Zimmergrün einen auffälligen Lausbefall. Dass sich die gemeine Blattlaus schon mal an meinem Ficus vergreift, war zwar kein neues Problem, aber in dieser Invasionsstärke? Mir schwante nichts Gutes. "Meine Läuse haben Kinder gekriegt!", schrie Clara da auch schon begeistert. Zu ihren Gunsten unterstellte ich einen Labor-Unfall. Wo wären nicht schon mal Versuchstiere entlaufen?

Gut, dass meine Tochter bald alt genug ist für echte Haustiere. Meerschweinchen sind irgendwie übersichtlicher, streichelfähiger und - knabbern höchstens Löwenzahn.
Claudia Falk

Eintritt frei

Seit dem 1. September 2005 haben Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre freien Eintritt in allen Hamburger Museumsstiftungen - dazu gehören:

Hamburger Kunsthalle
Museum der Arbeit
Museum für Kunst und Gewerbe
Museum für Hamburgische Geschichte
Helms Museum (Harburg)
Altonaer Museum/Jenisch-Haus
Museum für Völkerkunde
Haus der Photographie, Deichtorhallen



Das Hamburger Puppentheater

Die Sommerpause ist vorüber, am 10. September war Spielbeginn
Während der Spielzeit von September bis April präsentiert jede Woche eine andere Bühne vielfältige Darstellungsarten mit Handpuppen, Marionetten, Tischfiguren, Stabfiguenr, Marotten, Schatten und Schemen. Das traditionelle Puppenspiel findet genauso seinen Platz wie Bühnen, die nach neuen Ausdrucksformen im Figurentheater suchen.

Vorstellungen für Kinder und Familien finden sonntags um 11.00 und 15.00Uhr statt.
Für Schul- und Kindergartengruppen werden Mittwochs um 10 Uhr, nach Absprache auch um 11.30 Aufführungen angeboten.
Die Eintrittspreise betragen für Kinder 4 Euro, für Erwachsene 5 Euro (ermäßigt 4,-).

Neben den Vorstellungen für Kinder gibt es in Abständen auch Abendvorstellungen für Jugendliche und Erwachsene, um ihnen den Zugang zum Figurenspiel zu ermöglichen.

Die Arbeitsgemeinschaft für das Puppenspiel e.V. (gegründet1942) fördert alle Formen des Figurentheaters. Sie möchte diese Kunst einem breiten Publikum im Raum Hamburg - Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen - zugänglich machen, u.a. durch Lehrgänge für Einzelpersonen oder Gruppen zur Gestaltung von Figuren und das Spiel mit ihnen. Sie können den Verein auch durch Mitgliedschaft unterstützen.

Seit 1951 werden in regelmäßigen Gastspielreihen öffentliche Vorstellungen von Puppen- und Figurentheatern in Hamburg geboten. Die Bühnen kommen aus der gesamten Bundesrepublik in das

HAMBURGER PUPPENTHEATER
Haus Flachsland
Bramfelder Str. 9
2305 Hamburg

Weitere Informationen auf der Homepage
http://www.hamburgerpuppentheater.de





50 Jahre Theater an der Marschnerstraße - 1956 bis 2006

Bei buntem Programm auf zwei Bühnen, mit Theater und Musik, Kinderschminken, Blick hinter die Kulissen, Lichtshow, Theaterquiz, Fotoausstellung, Tickets zu Sonderpreisen, Glücksrad, Lesungen, Café, uvm. bei freiem Eintritt feierte das Theater an der Marschnerstraße am Sonntag, d.17.September 2006, sein 50-jähriges Bühnenjubiläum.

Die Geschichte des Theater an der Marschnerstraße beginnt im Jahr 1956. Ein phantasievoller und engagierter Bühnenbildner des damaligen Jungen Theaters und ein Architekt brachten dieTheaterbaupläne auf den Weg, die von Bürgerschaft und Senat bewilligt wurden. Ein Antrag zum Bau eines Theatersaals war bereits zwei Jahre vorher durch die Kulturelle Vereinigung Volksheim e.V. eingebracht worden.

Bereits im Dezember 1956 wurde der neue Theatersaal in der Marschnerstraße eingeweiht.
Zahlreiche Theaterstücke wurden in den folgenden Jahren erfolgreich aufgeführt. Das Junge Theater zog schließlich in ein größeres Haus an die Mundsburg, wurde zum heutigen Ernst-Deutsch-Theater. Auch das Theater an der Marschnerstraße blieb erfolgreich.
Zu Beginn der 60er Jahre entstand eine Theaterszene, die sich zum "Mekka des Amateurtheaters" entwickelte. Es gehört bis heute zu den größten und renommiertesten Amateurtheatern in Hamburg.

Ein großer und ein kleiner Saal sowie das Foyer wurden und werden für Veranstaltungen verschiedenster Art genutzt.
Neben Theateraufführungen (von der Komödie bis zur Tragödie alles, was die dramatische Literatur zu bieten hat,) gehören Dia-Abende, Aufführungen von Puppen-theatern, Weihnachtsmärchen, Filmvorführungen, Ausstellungen, Vorträge, Lesungen, Tanzdarbietungen, Chorauftritte und Versammlungen zum Programmangebot des Theaters. Sogar eine Operette stand schon einmal auf dem Programm. Gespielt wird in Hochdeutsch, Niederdeutsch und Englisch.

Zahlreiche Theater-Vereine und Gruppen, Tanz-, Ballett- und Musikschulen nutzten von Beginn an die Möglichkeit, das Theater an der Marschnerstraße zu mieten und dort eigene Veranstaltungen durchzuführen.

Theater an der Marschnerstraße
Kulturelle Vereinigung Volksheim e.V.
Marschnerstr. 42+46, 22081 Hamburg
Tel: 29 26 65, Fax: 29 82 05 42
Öffnungszeit: Mo, Di, Do 10-17, Fr 10-16 Uhr
Homepage: www.tadm.de




4. Aktionswoche "Älter werden in Hamburg"

Auch in diesem Jahr fand die Aktionswoche "Älter werden in Hamburg" positive Resonanz.
Viele Senioren besuchten die über 340 Veranstaltungen, um sich in ganz Hamburg über die Angebote des ASB und anderer Wohlfahrtsverbände, Seniorenvereine, Kirchen u.a. zu informieren und aktiv zu beteiligen. Drei Beispiele aus Barmbek Süd und Umgebung werden hier vorgestellt.

ASB lud zur Hamburger Gassenhauer Tour ein!

Unter dem Motto "100 Jahre gesungene Stadt-Geschichte" lud die ASB-Sozialstation Barmbek-Süd in das Kulturhaus Dehnhaide zu einer Zeitreise quer durch die Vergangenheit Hamburgs ein.
Großen Beifall erhielten die beiden Schauspielerinnen Sandra Cazzato und Manuela Stange, als sie die über 40 Gäste in der Hamburger Gassenhauer Tour mit Liedern wie z.B. "An de Eck steit 'n Jung mit 'n Tüdelband" und "Dat du min Leewsten büst" begeisterten.

Die Mitarbeiter der ASB-Sozialstation sorgten zudem für eine reichlich gedeckte Kaffeetafel, so dass sich die Gäste rundum wohl fühlten.


Forum Wohnen für Aktive ab 55

Wie 2005 organisierte das Stadtteilbüro Dulsberg wieder eine Großveranstaltung anlässlich der Aktionswoche älter werden in Hamburg. Im vergangenen Jahr war es eine Seniorenmesse, in der es sich um alle Themen rund um betreutes Wohnen, Pflege, Freizeit, Sozialstationen, Computerkurse und anderes drehte.
In diesem Jahr sollten mit dem Schwerpunkt Wohnen weitere Wohnideen vorgestellt werden.
Für jene, die sich über Wohnmöglichkeiten in vorhandenen sozialen Einrichtungen informieren wollte, stellten die Kösterstiftung, das Pflegenheim Kiefhörn und das Hesse-Diederichsen-Heim ihre Einrichtungen vor.

Für's Älterwerden zu Hause gab es Informationen vom Beratungszentrum für technische Hilfen und Wohnraumanpassung, dem Straßburger Pflegedienst, Anbietern mobiler Hilfen, der ASB-Sozialstation und dem Verein Alter+Pflege e.V..

Über alternative Wohnformen auch für ältere Menschen berichteten Vertreter von Stattbau Hamburg und dem Haus am Kanal (Wohngemeinschaft für Demenzkranke).


Frauen wollen gemeinsam wohnen -
ARCHE NORA plant das 4. Projekt in der Saarlandstraße

Der Selbsthilfeverein hat sich ebenfalls auf dem Wohnforum vorgestellt:

Wir sind ein Verein von und für Frauen ab 40, 50, 60 und darüber, die sich mit Fragen zum Leben und Wohnen als "Single" im Alter befassen.

Wir planen mit Genossenschaften Häuser, jeweils mit 10-13 Wohnungen und Gemeinschaftsräumen, auch für Frauen mit kleinen Einkommen.

Wir zeigen Möglichkeiten auf, wie der 3. Lebensabschnitt in Eigeninitiative und gemeinsam mit anderen gestaltet werden kann.

Wir wünschen uns Hausgemeinschaften, die nach dem Prinzip der Gegenseitigkeit nachbarschaftliche Hilfe leisten, gemeinsame Unternehmungen planen, sich für soziale und kulturelle Angebote im Stadtteil interessieren und sich aktiv einmischen.

Das Projekt in der Saarlandstraße ist ganz am Anfang, wir rechnen frühestens in zwei bis drei Jahren mit einem Baubeginn. Gesucht werden engagierte Frauen, die unsere Ideen unterstützen und gemeinsam mit anderen das Haus auf den Weg bringen wollen. Im Oktober sollen Informationsabende für neue Interessierte stattfinden. Mehr Information erhalten Sie auf der Homepage www.archenora.de



Dütt un datt op Platt
Erbauliches von Helga Kelling

Fröhjahr 2006

Mal wär datt koold. Dicken Pulli an!
Mal wär datt hitt, door är de kotte Büx an!

Foodball üm de WM!
Door müss jed een henn!
De Straten leer. All hebbt jiepert.
Ok Vadders vorr denn Fernkieker!

Föör jed een Sieg gev datt'n Fest!
Datt's datt beste dorbi west!

Frünn in Düütschland. All enig in'n Sport!
An jed een Koar bummelte Swatt-Rot-Gold.
Keen twee Flatters an sien Wagen harr
wür woll de grötste Foodball-Narr!

Ick heff mi freiht över datt Plesär.
Wenn se sick man jümmers -
in allens, so enig wärn!



Sommertied 2006

Och watt is datt Lewen schöön,
wenn wi nich to Arbeit mööt!
Urlaub? Sünnschien jümmers.
Datt wär ok watt föör all de Kinners.
Pitsche patsch inne Badwann
oder an denn Ostseestrand?
Endli wärn wi ok mol an!

Allens speelt sick buten aff.
Op'n Balkon oder de Terass!
Mannslüüd kregen denn Grill in'n Gang
Modders sett denn Salat glieks an.
Ut de "linden Lüfte"
de bekannten Düfte!
Knoblauch, Wuss un Steak-Aroma!
Kantüffeln pellt uns Oma.

All harrn bannig Döss!
De Brand wöör löscht
mit Woter!
Datt Beer kööm loter.
Son warmen Sommerabend! Herrlich!
Inne Puch güng datt noch lang nich'!
Wär jo ok veel to hitt!
Door möök sogor de "Sandmann" nich mit!



Nülich seet ick mit son poor Lüüd tosomen, de ok Azubis utbild. Wär meschand, watt de vun de jungen Lüüt vertellt hebbt!
Se hebbt een Barg Lücken inne Allgemeinbildung un'n Zinsreknung un datt Utreknen von de Mehrwertsteuer kunnen se man ok nich! Door bruukt wi uns nich wunnern, wenn de keen Utbildungsplatz find. Door mööt sick doch woll de Öllern son böten mehr üm kümmern!

Mit de Rechtschriewung steiht datt ok bannig sleggt!
Mien Modder harr door ein goden Wech funnen. Ick wär son echte Poppenmodder un aff un to is mien "Lotti" mol verreist un hett nu een Poppenbreef schreben. Ick müss denn trüch schreeben. Hett mi veel Spooß mookt. De Fehler hett "Lotti" dorno anstreken. Heff mi denn argert!
Wenn ick hüüt door an denk, meen ick, datt ick all dorbi veel lehrt heff!

Nu man los Ji Öllern, denkt Juch watt ut. Ji mööt son lütt beten mehr dohn. Datt Scholarbeiten nokieken langt nich!
De meesten hebbt jo'n Computer. Sett door son poor Rekenopgaben rin, mit'n Lock door achter. Door mutt denn de Lösung rin. Ji schüllt sehn, datt bringt de Göörn Spooß.
Aber paßt op datt se datt nich vun denn PC moken lött. Allerdings de Wech doorhen - bringt vielleicht jo ok watt! Oder?

Mit de nije Rechtschreibeung heff ick nu ok mien Probleme!
Tschä, bi mien Platt ward nix reformert.Kümmt högstens mol'n poor Wöör dorto.
Watt datt jo fröher keen Elektro-Geräte geev. Soo heet de Staubsauger nu Huulbessen!
Datt's doch drullig, nich?




Ein Nachbar stellt sich vor: Das Budocenter des HTB 62 im Lämmersieth

Der Hamburger Turnerbund von 1862 (HTB 62) gehört seit rund 30 Jahren mit seinem Budocenter Lämmersieth zum festen Bestandteil von Barmbek. In der Hausnummer 19 wird Kampfsport in Perfektion betrieben.
Im Budo-Center sind neben dem Kampfsport auch Fitness- und Gesundheitskurse zu Hause. Der 130qm große, mit Matten ausgelegte Trainingsraum in der ersten Etage, bietet perfekte Trainingsmöglichkeiten für Jung und Alt.
Ein Aufenthaltsraum lädt zum Verweilen nach dem Training ein und bietet die Möglichkeit, anderen beim Schwitzen zuzusehen.
Das Kampfsportangebot des HTB 62 gibt es in dieser Kombination nirgendwo anders in Hamburg. Hier tummeln sich lauter exotische und durchweg interessante Sportarten.
Ein paar Beispiele:

ATK-SV
("Antiterrorkampf-Selbstverteidigung"), eine junge Selbstverteidigungsform aus Deutschland. Hier hat Roger Fischer das "Gebietsrecht" für Hamburg, so dass der HTB 62 der einzige Anbieter für Trainingsmöglichkeiten in der Hansestadt ist.

Pencak Silat,
eine indonesische Kampfsportart. Auch hier ist der HTB 62 der einzige Anbieter in ganz Hamburg. Der deutsche Bundestrainer für Pencak Silat, Olaf Hilke, trainiert im Lämmersieth. Vereinsmitglieder nehmen an Europa- und Weltmeisterschaften teil.

Hapkido
ist eine uralte Selbstverteidigungskunst aus Korea und kennt keine Zweikampfregeln, was zur Folge hat, das Hapkido (der Begriff steht für Harmonie, Kraft und Weg) keine Wettkampfsportart ist.

Jiu-Jitsu,
ganz neu und doch schon sehr beliebt, ist eine der ältesten, traditionellen japanischen Selbst-verteidigungsformen. Jiu-Jitsu ist sehr vielseitig und enthält Techniken aus dem Judo, Aikido und Karate. Ab 16 Jahren kann hier bereits mit trainiert werden.
Die klassischen Kampfsportarten wie Judo und Karate sind natürlich auch im Angebot des HTB 62.

Kali
Diese südostasiatische Kampfkunstform ist für Kinder von sechs bis elf Jahren geeignet. Hier werden spielerisch und mit viel Spaß Beweglichkeit, Geschicklichkeit, Motorik, Rhythmus, Kraft, Ausdauer und Selbstvertrauen gefördert. Mit komplexen überkreuzenden Bewegungen wird die Lernfähigkeit verbessert.

Durch das Training all unserer orientalischen Künste werden Selbstbewusstsein, soziales Verhalten, Konzentrationsfähigkeit, Ausdauer, Koordination und Fairness geschult und weiterentwickelt. Diese Fähigkeiten sind besonders wichtig für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.Trainingsgäste und neue Mitglieder sind gerne gesehen, so Sportmanagerin Kerstin Klante.
Das Budo-Center ist vom Bahnhof Barmbek aus gut zu erreichen. Von dort sind es zirka 1000 Meter Fußweg. Der Metrobus 37 hält fast direkt vor der Tür (Haltestelle Pfenningsbusch an der Brücke Osterbekkanal).
Nähere Auskünfte zu Sportarten und Trainingszeiten gibt es im

Budocenter Lämmersieth 19
Sportbüro des HTB 62
Telefon: 254 28 62
oder im Internet unter www.htb62.de




Neues von Kellalien

Hi ihr lieben Erdlinge!
Wer ist schon gern krank?
Ich hatte etwas mit dem Auge. Sofort ging ich zur Augenärztin (Dehnhaide).
Die liebe Frau an der Anmeldung fragte, was ich denn hätte, weil ohne Termin, und das Wartezimmer war recht voll. Als ich die Sonnenbrille abnahm hatte sich die Frage erledigt, mein rechtes Auge war geschlossen und ließ sich auch nicht öffnen.
Als ich dann zur Ärztin rein, wurde ich sehr nett und kompetent behandelt.

Wenn ich etwas mit meiner Erdlingshülle habe, dann aber immer Spezialsachen. Daher schickte die attraktive Ärztin mich zu ihrem HNO-Kollegen 30 Meter weiter. Nur zur Sicherheit eigentlich. Er behandelte mich auch zuvorkommend und sehr kompetent.
In meiner Nase und Nebenhöhlen waren die eigentlichen Verursacher meines entzündeten Auges. Genauer möchte ich darauf hier nicht eingehen.
Es begann dann eine Odyssee durch Krankenhäuser und zu Ärzten, währenddessen fing ich an, mehr Gegenstände als sonst umzurennen...

Ich wurde jedenfalls operiert in der HNO des Marienkrankenhauses, doch ausser Schmerzen und 'nem ca. 35 Grad warmem Krankenzimmer in unserem Jahrhundertsommer, mit - natürlich - nur schnarchenden Bettgenossen, brachte es wenig: mein Auge veränderte sich nicht.
"Natürlich", weil es ja schließlich eine HNO-Klinik ist. Nasenpfeifen gepaart mit Schnarchen ist dort von einer einzelnen Person möglich, *würg*.
Neben mir war dann auch noch ein ca. 70 jahre alter Schlagzeuger von einer skandinavischen Fähre eingeliefert worden (Widder, wie er sofort mitteilte), der sich gern mit sich selbst unterhielt, nicht ohne über seine eigenen Gags zu lachen. Er wurde am Zungenfuß operiert, was sein schnarchen verstärkte.

Das "Blue Goal", welches draußen riesengroß aufgebaut war, schien nur eine Nacht durch das offene Fenster in mein 4 personenstarkes, lautes, warmes Schlafgemach.
Zur nächsten Nacht kam ein Typ mit ins Zimmer ans Fenster, der unbedingt im Stockdunklen schlafen musste. Er schloss die Fenster und zog die Rollos fieberhaft herunter. Da er der am frischesten Operierte war, ließen wir ihn gewähren. Somit erhöhte sich die Temperatur auf ca. 40 Grad und er atmete auch noch den kostbaren Sauerstoff weg.

Alle Pfleger/innen & Ärzte waren absolut lieb und kompetent. Das Marienkrankenhaus (HNO) möchte ich hier besonders hervorheben.
Ein tolles Klima zwischen allen Mitarbeitern, welches auf viele Patienten überspringt, ist das Wünschenswerteste überall. Dort ist es gegeben. Ich wünsche keinem Erdling krank zu sein, aber wenn es denn sein muss, dann empfehle ich die HNO vom Marienkrankenhaus.

Übrigens, dort hat man ja nur etwas mit dem oberen Bereich des Körpers, deswegen konnte ich schallend lachen über die humorvoll gemeinte Bemerkung,
als eine Pflegerin sagte: "Wo kein Schnee liegt ein bißchen schneller!" Tschüß - euer Alien



Der Heilemacher von Barmbek Süd

Manche erinnern sich: wir haben in der ersten BaSta-Ausgabe in der Rubrik "Nachbarn" über ihn berichtet.
Viele Menschen im Stadtteil sind Herbert Leister schon begegnet, der gut zu erkennen ist an seiner originellen Strickmütze mit "Antenne", sein Markenzeichen im Sommer wie im Winter. Immer freundlich grüßend, oft auf dem Fahrrad oder in Begleitung seiner sympathischen japanischen Ehefrau, gehört er einfach zu unserem Stadtteil. Ein weitgereister Mann, der die Welt gesehen hat und Geschichten erzählen kann und außerdem über großes Spezialwissen verfügt in Sachen Phototechnik, Linsen und mehr.
Wir wurden auf seine Webseite aufmerksam gemacht, auf der der Fachmann enthüllt, was sich bei ihm in vielen Jahren, bei der Reparatur von Kameras, Linsen und Ferngläsern, zugetragen hat. Sein Wunsch ist, vielen Leuten ein Verständnis für solche Geräte - bis in's tiefste Innere - zu ermöglichen, damit sie sich selbst zu helfen wissen bei der Reparatur von solchen Dingen.
40 Jahre Arbeit wurden Bild für Bild dokumentiert oder mit handschriftlichen Ausarbeitungen festgehalten, die manchem auf die Sprünge helfen können. Sollte trotzdem Hilfe benötigt werden, findet ihr sie bei

Herbert Leister, Photo-Technik,
Kamera-, Linsen-, Fernglas-Heilemacher,
Postfach 760823, 22058 Hamburg,
Tel.: 29 82 09 00, Fax.: 20 97 28 77,
eMail: heilemacher@12move.de
Homepage: www.cameralensbinomender.com




Aus Fertigem etwas Neues entstehen lassen

Ausstellung von Susanne Pahl in der Sparda-Bank,
Einkaufszentrum Hamburger Straße, 04.09. 06 bis 15. 01. 07


Sie sei im Realismus verhaftet, sagt sie.
Noch.
Doch die Verfremdung, das "Wegkommen vom selbst gesetzten Perfektionismus", des exakten Abbildens der Vorlage, des rein Gegenständlichen - das sei ihr Ziel.

Die Bilder der Malerin Susanne Pahl zeigen vor allem Blumen, Stillleben, Vasen, aber auch Landschaften und Akte. Gemalt mit Acrylfarben auf Leinwand. Eine Auswahl der Werke ist bis 15. Januar nächsten Jahres in der Sparda-Bank im Einkaufszentrum Hamburger Straße zu sehen.

Die 28jährige aus Mecklenburg-Vorpommern war schon als Schülerin begeistert von Malerei, doch sollte es noch einige Jahre dauern, bis sie sich ernsthaft dieser Neigung zuwandte. "In einer schlechten Phase meines Lebens hatte ich das Bedürfnis, mich auf diesem Gebiet auszuprobieren", erinnert sie sich.
Verschiedene Ausstellungen und Maler inspirierten sie zu ersten Versuchen. Susanne Pahl besuchte Kurse - seit zwei Jahren etwa bei der Dozentin für Kunst und Literatur Emina Kamber - und bekam von den Lehrern viel Zuspruch. Sie müsse unbedingt dabei bleiben, hieß es immer wieder, etwas aus ihrem Talent machen. Sie blieb dabei, wird gefördert und war inzwischen an einigen Gruppen-Ausstellungen beteiligt, hatte sogar schon Einzel-Expositionen.

Die berufstätige Mutter genießt die entspannende Wirkung des Malens: "Ich kann abschalten, tauche ein in meine Fantasie, male, male und tauche nach Stunden wieder auf wie aus einem Trancezustand", so Susanne Pahl, "dabei habe ich dann kaum bemerkt, wie die Zeit dahin floss."
Bevor sie mit Acryl loslegt, entwirft sie Skizzen mit Kohle auf der Leinwand. "Je genauer meine Vorstellung von dem Bild ist, umso schwieriger die Umsetzung - weil ich eben so exakt wie möglich arbeiten möchte." Die Anregungen kommen aus dem täglichen Leben; Vorlagen sind Fotos, vor ihr stehende Gegenstände oder auch Motive in der freien Natur.

Bereits zwei Mal nahm die Malerin an der Künstlerkolonie durch Kroatien und Bosnien teil und malte dort etwa die alte Stadtmauer von Dubrovnik.
"Im Freien gestaltet sich die Arbeit ganz anders - alles bewegt sich, die Lichtverhältnisse ändern sich ständig", erzählt Susanne Pahl. "Aber das macht auch den Reiz aus: Herausforderungen. Ich muss immer wieder an Grenzen stoßen, um weiter zu kommen, Routine bringt mich nicht voran."

Susanne Pahls Bilder haben Namen, keine Nummern. Der "Gruß" z.B. zeigt einen Strauß Blumen in einer Vase vor blauem Hintergrund - zupft der Wind an den Blättern? Oder sind sie schon ein wenig welk? Was ist das für ein Unter- und Hintergrund? Ein Holztisch, ein blauer Samtvorhang?

Mit diesem Bild ist der Künstlerin schon ein Schritt zum selbst gesteckten Ziel gelungen: Verfremdung im Konkreten zuzulassen, etwas aus der eigenen Persönlichkeit einfließen zu lassen, der Fantasie des Betrachters Spielraum zu geben - aus Fertigem etwas Neues entstehen zu lassen. Claudia Falk