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BaSta Nr. 6, Sept. 2004



Redaktionsteam & BeitragsverfasserInnen:

Carsten Müller, Erika Draeger (Druckvorlagen, Layout, Text), Helga Kelling, Melanie Voß, Björn Kelling,
Bettina Voß, Heike Schoof, Medienbüro LogIn, KiFaZ Barmbek Süd, Bücherhalle Dehnhaide, Theater Marschnerstraße, Arbeitslosen-Telefonhilfe e.V., Barrierefrei Leben e.V., Quartiersbüro Dehnhaide, IG Barmbek Süd

V.i.S.d.P.: Medienbüro LogIn/KiFaZ,
Vogelweide 36, 22081 Hamburg,
Tel.: 2000 48 00
eMail: info@medienburo-barmbek.de
Druck: P+N Offsetdruck, Auflage: 3000
Online-Ausgabe: E. Draeger

Inhalt   (online-Ausgabe unbebildert)  

Vorwort
Kurzmeldungen
Telefonhilfe und Hartz IV
Theater und anderes
Barmbini - die Kinderseite
Haargenau beobachtet
Das Louis-Braille-Haus
Kolumne: Mell Dung
Wohnprojekte in Barmbek Süd?
Kinderferien: Ein Reisebericht
Nachrichten aus dem Quartiersbüro
Kinderbücher, Lesetipps
Dütt un datt op Platt
Stadtteilinitiativen
Beratungszentrum f. techn. Hilfen
100 Jahre - Glückwunsch!
IG Gewerbe Barmbek Süd
Lesertipps, Pinnwand
Kulturhaus / Veranstaltungen
Adressen in und um Barmbek Süd


 
Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser,
in diesem Jahr wird BaSta dreimal erscheinen, die nächste Ausgabe voraussichtlich im Dezember.
Das vorliegende Heft soll rechtzeitig zum diesjährigen Stadtteilfest fertig sein und wird mit einer etwas höheren Auflage gedruckt, damit es Exemplare zu verteilen gibt - die letzte Auflage war wirklich schnell vergriffen, überall dort, wo sie öffentlich auslag. Sicher ein Grund für die ZeitungsmacherInnen, sich zu freuen!
Doch dort, wo BaSta in den Häusern verteilt wird, kann vielleicht nicht jeder etwas damit anfangen. Darum heute ein ungewöhnlicher Appell: lassen Sie BaSta zu uns zurückkommen, bevor sie das Blatt in den Mülleimer werfen! Vielleicht kommen Sie am Medienbüro LogIn in der Vogelweide 36 vorbei, oder am Kulturhaus oder KiFaZ, dort legen wir sie aus und Sie können Ihre Exemplare einfach dazu legen oder in den Briefkasten stecken.

Warum dieses ungewöhnliche Anliegen? BaSta kostet Geld, die Druckkosten betragen ca. 66 Cent pro Heft und das Budget reicht trotz unserer unentgeltlichen Redaktionsarbeit nicht aus, um die Auflage zu erhöhen. Gewerbetreibende im Stadtteil haben große Sorgen und können auch preiswerte Inserate kaum finanzieren.
Wir erhalten aber häufig Anfragen aus dem weiteren Umfeld außerhalb des Quartiers und können nicht reagieren, weil kaum noch Zeitungen da sind. Darum würde Recycling uns ermöglichen, weitere Zeitungen verteilen!

Die vorliegende Ausgabe befasst sich u.a. mit Themen, die einen großen Teil unserer Mitbürger betreffen: Senioren, Kinder und Menschen, die sich in einer schwierigen sozialen Lage befinden und Rat gebrauchen könnten.
Hartz IV ist in aller Munde, Reformen werden nicht als solche wahrgenommen und lösen Unsicherheiten, ja Ängste aus. Das Geld wird knapper, auch und gerade in einem Stadtteil, in dem das Einkommen unter dem Hamburger Durchschnitt angesiedelt ist.

Wir wollen nicht entmutigen, sondern Hinweise geben, wo in Barmbek Süd und Umgebung Angebote genutzt werden können. Einerseits für aktive Menschen, die selbst etwas tun und für sich und andere auf den Weg bringen wollen. Andererseits für jene, die nicht recht wissen, wie sie in Zukunft zurechtkommen sollen, sei es, dass es am Geld oder an der Gesundheit oder einfach an der Kraft mangelt.
Bei der Auswahl haben wir versucht, verschiedenen Bedürfnissen gerecht zu werden und hoffen, auch für Sie ist etwas dabei.
Wie immer gilt: Ihre Beiträge sind willkommen, schreiben Sie uns, wenn sie selbst etwas mitzuteilen haben,
BaSta ist eine Zeitung zum Mitmachen!!!
Wir wünschen Ihnen und uns einen schönen Spätsommer und Herbst und melden uns wieder um die Weihnachtszeit,
Ihr BaSta-Team!



Kurzmeldungen für Barmbek

Aktivoli
Die "Freiwilligenbörse auf Draht - Hamburg-kreaktivoli" hat einen Beratungsstand im Kundenzentrum des Bezirksamts Mitte am Besenbinderhof 37, wo sich ehrenamtlich engagierte Bürger, "vernetzen" lassen können.
Kontakt unter der Telefonnummer 659 09 09 00
Doch auch in unsere Nähe befindet sich eine Anlaufstelle, nämlich im Stadtteilbüro Dulsberg in der Probsteier Straße 15, Ansprechpartnerin Frauke Schröder, Tel. 6528016. Sie koordiniert die Bereiche Kinder-, Jugend- und Frauenarbeit im Raum Barmbek.
Internet-Informationen unter www.kreaktivoli.de

Im Quartier Dehnhaide treffen sich interessierte Menschen, die sich engagieren oder etwas bewegen möchten, künftig jeden 4. Mittwoch im Monat im Kulturhaus, Vogelweide 20b, ab 18 Uhr. Hier entsteht die Initiative Stadtteilnetz, zunächst Treffpunkt und Ideenbörse für BewohnerInnen und VertreterInnen sozialer und kultureller Einrichtungen, die gemeinsam über Verbesserungen der sozialen Bedingungen im Stadtteil nachdenken wollen.


Wettbewerb an der Finkenau
Nach dem "Parkquartier Friedrichsberg" (geplante Bebauung eines Teils des AK-Eilbek-Geländes) nun das Quartier "Wohnen an der Finkenau".
Die Freie und Hansestadt Hamburg, Amt für Landesplanung, hat für die ca. 9 ha große Fläche zwischen Oberaltenallee und Eilbekkanal, Richardstraße und Finkenau einen städtebaulich-freiraumplanerischen Ideenwettbewerb für ein neues Quartier ausgelobt. Randbebauungen entlang der Richardstraße und Finkenau werden nicht berührt.

Aus dem Auslobungstext: "Die Kernfläche des Gebietes wird derzeit durch die Pflegeeinrichtung Pflegen & Wohnen genutzt, soll jedoch nach einer Umstrukturierung in großen Teilen frei gemacht werden. Das Plangebiet wird stark von einem üppigen, hohen Baumbestand und ausgedehnten Rasenflächen geprägt, es hat einen parkähnlichen Charakter." ...

"Gegenstand des Wettbewerbs ist die Erarbeitung eines städtebaulich-freiraumplanerischen Konzeptes für ein neues Quartier mit mindestens 35.000 qm BGF für Wohnnutzung und mindestens 30.000 qm BGF für gewerbliche Nutzungen. Bei angemessener sozialer Mischung soll der Schwerpunkt auf der Schaffung von Eigenheimen bzw. Eigentumswohnungen für das Wohnen mit Kindern liegen, um der Bevölkerungsabwanderung ins Hamburger Umland mit einem attraktiven Wohnangebot in der Hansestadt selbst entgegen zu wirken." Wir dürfen gespannt sein.


Gut überdacht
Ein etwas anderes Quartier, das Containerdorf in der Wagnerstraße neben dem U-Bahnhof, entwickelt sich ebenfalls gut. Im vergangenen Herbst berichteten wir über das Projekt: in der Anlage wohnen 18 ehemals obdachlose Menschen, die den Weg zurück ins Leben mit fester Adresse gehen und - auch wenn es immer schwieriger wird - eine Wohnung und Arbeit finden wollen.
Anfängliche Bedenken in der Nachbarschaft haben sich zerstreut, die kleine, hin und wieder wechselnde Gemeinschaft erprobt normales Miteinander und erwartete Störungen fanden bisher kaum statt.
Der begleitende Sozialarbeiter Herr Struck hatte schon angekündigt: die Wohncontainer sollen auch noch Dächer erhalten.
Diese Baumaßnahme beginnt jetzt, Holzarbeiten für das erste Dach sind fertig, es kann bald gedeckt werden. Die Arbeiten finden in Eigenleistung statt, bis zum Winter werden die ersten Gebäude fertig sein, die anderen folgen im Frühjahr.

Kürzlich gab es einen Zuschuss vom Hamburger Spendenparlament für Mobiliar und eine Waschmaschine samt Trockner für das Waschhäuschen hinter der Gemeinschaftsküche. Nachbarn kommen ab und zu vorbei, fragen nach und sponsern Brauchbares. Es besteht noch Bedarf an Bettwäsche, funktionstüchtigen Fernsehgeräten und Radios.

Die Bewohner und Bewohnerinnen, zur Zeit 4 Frauen und 14 Männer, verweilen im Schnitt länger in der Anlage, als ursprünglich vorgesehen. Es gibt nicht mehr genügend Wohnungen zu erschwinglichen Preisen und die Akzeptanz ehemaliger Obdachloser bei Vermietern nimmt ab, selbst städtische Wohnungsunternehmen winden sich. Es ist angesichts der zunehmenden Zwangsräumungen (die Presse berichtete) und damit wohnungslosen Menschen nicht abwegig, Containerdörfer als innovatives Zukunftsmodell zu betrachten. Vielleicht auch Bauwagen? Oder lag dem Auslobungstext zum Quartier an der Finkenau gar ein hintersinniger Gedanke zugrunde, als darin auch mögliche Liegeplätze für Hausboote am Eilbekkanal eingeflossen waren? Nicht schlecht: ein Flair von Amsterdam, Hoffnung für zahlreiche BarmbekerInnen, die sich sorgen um Morgen: wir gehen auf's Wasser! Dort sind vielleicht die Grundstückspreise erschwinglicher, man ist mobil und die individuelle Gestaltung solcher Böötchen kann schlummernde Kreativität freisetzen...

Das Containerdorf plant, im Herbst ein Dorffest zu veranstalten, zu dem Nachbarn und Freunde und andere Interessierte eingeladen sind. Der Termin wird noch bekannt gegeben.
Das Büro ist zu erreichen unter der Telefon- und Faxnummer 20 97 20 04

Bezirksstelle zur Wohnungssicherung:
Flachsland 23, 22083 Hamburg
Telefon 42 832 - 2508 / -2352, Fax: - 3622

Beratungsstelle für alleinstehende Wohnungslose:
Poppenhusenstraße 1, 22305 Hamburg
Telefon 284 10 720, 9-13 Uhr


Andere Umstände
Die Gruppe e.V. schafft neues Beratungsangebot für junge Schwangere und Mütter in Barmek-Süd : das Projekt "Andere Umstände" öffnete am 15.6.2004 seinen Beratungsladen
Am 15.6.2004 fand die feierliche Eröffnung des Beratungsladen von "Andere Umstände" in der Vogelweide 34 statt.

"Andere Umstände" ist ein Projekt des Vereins Die Gruppe e.V., Kooperationspartner des Projektes sind Hude und das KiFaZ Barmbek-Süd.
Das Angebot richtet sich an junge Schwangere und Mütter im Alter von 16-23 Jahren, welche Hilfe, Begleitung und Unterstützung während und nach der Schwangerschaft benötigen. Darüber hinaus bietet "Andere Umstände" Beratung bei finanziellen Sorgen, Begleitung zu Behörden und ÄrztInnen sowie Unterstützung bei der Wohnungssuche an. Alle Angebote des Projektes sind anonym, freiwillig und kostenlos.

Für Schwangere und Mütter ohne festen Wohnsitz gibt es eine Gästewohnung mit zwei Plätzen, wo sie vorübergehend wohnen können. Bei "Andere Umstände" arbeiten eine Sozialpädagogin und zwei Hebammen.
Die Sozialpädagogin ist dienstags von 11.00 - 13.00 Uhr sowie donnerstags von 14.00 - 16.00 Uhr in der Vogelweide 34, Tel. 209 48 222 erreichbar. Die Hebammen bieten montags von 13.00 - 14.00 Uhr sowie donnerstags von 9.00 - 10.00 Uhr telefonische Beratung unter Telefon 298 20 606 an.


Frist für Alleinerziehende
Alleinerziehende, die mindestens ein Kind unter 18 Jahren haben, müssen bis zum 20. September eine Erklärung beim Einwohnermeldeamt vorlegen, damit sie weiter in Steuerklasse II bleiben. Andernfalls werden sie in Klasse I eingestuft.

Broschüre für Behinderte
Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) hat unter dem Titel "Mobilität für alle" eine Info-Broschüre für mo-bilitätseingeschränkte Menschen herausgebracht. Das Heft informiert über die Zugänglichkeit von Haltestellen und auch über das Bus- und Bahnnetz in Schleswig-Holstein. Es liegt kostenlos in den HVV-Servicestellen aus.

Fünf Jahre Pflegetelefon
Das Hamburger Pflegetelefon besteht seit fünf Jahren. Diese Auskunfts- und Beschwerdestelle bietet die Möglichkeit, Fragen zu stellen oder Beschwerden loszuwerden, ohne Nachteile befürchten zu müssen - ganz gleich, ob es um Pflegeversicherung, Heimunterbringung oder alternative Pflegemöglichkeiten geht. Jeder Anrufer wird über das Ergebnis der Recherche informiert. Montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr, Rufnummer: 28 05 38 22



Arbeitslosen-Telefonhilfe

Das Thema ist weiterhin hochaktuell.
In der letzten Ausgabe berichteten wir über den Umzug des Vereins Arbeitslosen-Telefonhilfe e.V. (ATH) im Januar 2004 mit ihren vier Geschäftsstellen in den Humboldt-Campus, Humboldtstr. 58, 22083 Hamburg. Nun hat die ATH selbst einen Artikel beigetragen:

Seit zwanzig Jahren berät die ATH Menschen, die erwerbslos oder von Erwerbslosigkeit bedroht sind, die Sozialhilfe beziehen oder sich in sozialen Notlagen befinden. Die Anzahl der Ratsuchenden hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen sowie die Anzahl und der Umfang der Probleme, mit denen die Menschen kommen. Mit über 40.000 Beratungen in 2003 erfährt die ATH eine hohe Akzeptanz ihrer Arbeit und ihres Angebotes. Die Hilfe erfolgt unter Wahrung der Anonymität professionell und sachlich korrekt sowie unentgeltlich und vertraulich. Die ATH ist politisch und konfessionell ungebunden.

Viele Menschen, die aus dem Erwerbsleben ausscheiden mussten, stehen unter einem starken Druck. Sie geraten schneller als andere durch die geringen Lohnersatzleistungen in finanzielle Krisen, haben häufig durch ihre Erwerbslosigkeit Konflikte in der Familie oder im Freundeskreis. Viele fühlen sich mutlos, isoliert und können sich oft in Bewerbungssituationen nicht mehr optimal vertreten.
Zur passgenauen Unterstützung der Erwerbslosen und Sozialhilfeempfänger/innen wurde ein ganzheitliches Beratungskonzept entwickelt, um eine bessere Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. In einer vertrauensvollen Atmosphäre beraten und unterstützen die Berater/innen die Rat- und Arbeitssuchenden. Es besteht hier die Möglichkeit, mit Unterstützung des/der Berater/s/in Probleme anzusprechen und nach Lösungen zu suchen und diese umzusetzen.
Die ATH bietet Unterstützung bei vielfältigen Problemlagen an, z.B. bei finanziellen Notlagen und Schulden, bei Kündigung und Arbeitssuche, Behinderung, Krankheit und Sucht, bei Problemen im Umgang mit Kolleg/innen am Arbeitsplatz oder mit Behörden und Ämtern, bei Sperrzeiten oder Wohnungslosigkeit, bei Rentenfragen u.v.a., so dass die Palette der Lösungsangebote sehr groß ist.

Um die Beratungs- und Wiedereingliederungsarbeit für die Kunden stimmig und ganzheitlich umzusetzen, ist die ATH mit vielen Institutionen sowie Ämtern und Behörden der Stadt vernetzt und kooperieren mit kompetenten Ansprechpartnern/innen aus diesen Einrichtungen. Das Know-How wird durch Schulungen und Seminare an Mitarbeiter/innen anderer sozialer arbeitsmarktpolitischer Einrichtungen für die Weitergabe an ihre Kunden vermittelt.

Auch das mehrsprachige Angebot in Englisch, Spanisch, Türkisch, Polnisch wird von den Kunden angenommen. So unterstützt die ATH Migranten/innen bei der Lösung sozialer Probleme und der Integration ins Arbeitsleben.

Zur Verbesserung der Bewerbungschancen wird außerdem ein Bewerbungs- und Kommunikationsworkshop angeboten und in Einzelberatungen Bewerbungsunterlagen mit den Ratsuchenden entwickelt. Zur Unterstützung von Menschen, die sich gedanklich mit einer selbständigen Tätigkeit beschäftigen, steht ein Gründer-Check zur Überprüfung ihrer Vorstellungen bezüglich einer Existenzgründung auf dem Programm.
Telefon: 0800 111 0 444 kostenlos für Hamburg,
für andere Bundesländer 040 - 22 75 74 73
Fax: 040 - 22 75 74 778

Beratungszeiten
Telefonisch mo-fr: 9.00 - 21.00 Uhr
Persönlich mo-do: 9.00 - 17.00 Uhr
fr: 9.00 - 14.00 Uhr
zentrum@arbeitslosen-telefonhilfe.de
www.arbeitslosen-telefonhilfe.de


Hartz IV - Beratung in Barmbek
Die bundesweit tätige Arbeitslosentelefonhilfe direkt vor Ort in der Humboldtstraße 58 (Foto oben) hat für Hamburger und besonders für alle betroffenen Barmbeker den großen Vorteil, dass auch in persönlichen Gesprächen Rat eingeholt und gegeben werden kann, die Sie telefonisch verabreden. Nehmen Sie Ihre Unterlagen mit, für die kompetenten BeraterInnen eine Erleichterung bei sehr individuellen Fragen. Auch bisher selbständige Ratsuchende sind willkommen.

Im Augenblick herrscht bei den Mitarbeitern Hochkonjunktur: zu Hartz IV bestehen viele Unsicherheiten und ein Anruf der BaSta-Redaktion ergab, dass tatsächlich sehr unterschiedliche Faktoren in jedem einzelnen Fall bei der Berechnung künftiger Bezüge ein Rolle spielen.
Dazu gehören das Alter, der Familienstand, Kinder, persönliche Bedingungen wie Mehrbedarf bei Alleinerziehenden, Abweichende Bedingungen wie Erstausstattung von Wohnungen, Vermögensfreibeträge und anderes.
Alle Ihre Fragen werden geduldig beantwortet, sie können Gespräche auch fortgesetzen, wenn später neue Fragen auftreten.

Eine lohnende Internetadresse - das Bundesministerium informiert, Broschüren können bestellt oder heruntergeladen werden: www.bmwa.bund.de
Sehr informative Zusammenfassung zu Hartz VI:
www.mdr.de/nachrichten/reformen/1469219/html
ed



BARMBINI - die Kinderseite
Spielideen von der Kinderreporterin Alina

Für Drinnen: Schokoladenwettessen
Ihr braucht: 1 Messer, 1 Gabel, 1 Mütze, Schal, Handschuhe, 1 Würfel, eine Tafel Schokolade. Gut ist es wenn es mindestens fünf Kinder sind.

So wird gespielt:
Ihr würfelt reihum. Wenn einer eine 6 würfelt dann zieht er schnell alle Sachen an, nimmt das Besteck und versucht damit Stücke von der Schokolade abzuschneiden. Die anderen Kinder würfeln weiter. Wenn der nächste eine 6 bekommt, müssen die Sachen an dieses Kind gegeben werden und dies versucht dann auch die Schokolade auf diese Art zu essen. Das Kind darf alles essen, was es geschafft hat abzuschneiden. Beim Anziehen kann man sich auch gegenseitig helfen.


Für Draußen: Tiere ticken
Das gute ist, dass er nicht vom Ticker getickt werden darf. Ein anderer Spieler der noch frei ist darf ihn frei ticken.
Das Tier, das schon von einem Kind genannt wurde, darf nicht noch einmal genannt werden. Derjenige, der zu spät ein Tier genannt hat oder eins genommen hat, was schon da ist, wird nun der Ticker.
Dieses Spiel kann man auch mit Namen oder mit Blumen spielen!


Ein Quiz
Fragen:
1. An _ _ _ _ _ _ _ _ _ machen wir ein großes Feuerwerk.
2. Im Zirkus macht der _ _ _ _ _ lustige Sachen.
3. Du wohnst in einem _ _ _ _ mit vielen Zimmern.
4. Im Wald lebt der _ _ _ und ruft seinen Namen.
5. Wenn der Clown etwas Lustiges macht, dann müssen wir _ _ _ _ _ _
6. Auf dem See schwimmt eine _ _ _ _

Die Anfangsbuchstaben der Wörter ergeben das Lösungswort!


Bastelidee: Ein Puzzle für die Größeren

Alinas Spiel hat mich auf eine gute Idee gebracht! In der letzten
BaSta-Ausgabe gab es ein Puzzle für die Kleinen, heute findet ihr hier eines, das die Phantasie der Größeren anregt: ein Tangram.
Erfunden wurde es vor langer Zeit in China, es besteht aus 7 Teilen: 5 Dreiecken, 1 Raute und 1 Quadrat, wie ihr auf der linken Abbildung seht.

Ihr könnt sie aus Pappe schneiden oder aus dünnem Holz mit der Laubsäge sägen.
Mein Tip: faltet zuvor ein quadratisches Stück Papier in der gewünschten Größe wie auf der rechten Abbildung und verwendet es als Schnittmuster.
Dann geht's los!

Zahlreiche phantasievolle Tiere und andere Figuren lassen sich mit den Teilen legen, wie die abgebildeten Beispiele zeigen. Wie gefällt euch z.B. mein kleines Hauskätzchen?
Viel Vergnügen wünscht eure Bastelhexe!


Haargenau beobachtet...

Irgendwann konnte ich ihn nicht mehr länger herausschieben: den Besuch beim Friseur mit meiner kleinen "Struwwel-Petra" Clara. Allzu wild zottelten die mittlerweile langen Haare meiner Dreijährigen, jedes Kämmen wurde zur Qual für alle Beteiligten. Gleichzeitig hatte ich dunkle Befürchtungen bei dem Gedanken, dass sich da jemand mit einer Schere an ihrem Haupt zu schaffen machen würde. Schließlich kam schon das Nägelschneiden einem Opfergang gleich.

Frau Wendt, die Friseurin, war sehr kinderlieb, sehr geduldig, sehr fröhlich und sehr optimistisch. Nachdem sie einen Holzblock auf den Friseurstuhl gestellt und Clara auf Spiegelhöhe gehievt hatte, begann die Coiffeurin eine muntere Konversation mit meinem Kind: "Schau' mal, was ich hier für einen bunten Umhang habe, den binde ich dir jetzt um, damit dir die Haare nicht in den Pulli rieseln, O.K.? "
Ookeeh", kam es gedehnt, "aber die Drachen sind doof".
"Na, dann nehmen wir eben den mit den Affen drauf", konterte Frau Wendt unverzagt und eilte in den Hinterraum, um den anderen Nylon-Kittel zu holen. Was tat man nicht alles für vertrauensbildende Maßnahmen. Als endlich alles zum Gefallen meiner Diva geichtet war,wurde ihr Haar vorsichtig gekämmt und mit Klammern hochgesteckt.

Um vom Geschehen abzulenken, deutete Frau Wendt auf ihren Collie, der zusammengerollt in der Ecke schlief. "Das ist Willi, ein ganz lieber Hund, möchtest du den nachher mal streicheln, Clara?", fragte die Friseurin, während sie möglichst beiläufig eine Schere aus der Halterung nahm.
"Hm, ja", murmelte meine Kleine, löste aber keinen Moment lang ihren Blick von der Gerätschaft in den Händen der Coiffeurin, die sich ihrem Schopf zielstrebig näherte. Ich ahnte nichts Gutes.

Nun ergriff Frau Wendt mit zwei Fingern Clara's Haarspitzen und - schnitt. Ein Zentimeter Haar schneite zu Boden, doch: Ruhe auf dem Thron. Kein Opfer-geheul, nicht der leiseste Protest. Im Gegenteil, kooperativ folgte Clara den Aufforderungen der jetzt noch fröhlicheren Friseurin, den Kopf mal nach vorne, links oder rechts zu neigen. Klammer um Klammer wurde gelöst, Schicht um Schicht abgearbeitet.
Clara beobachtete alles haargenau. Lächelte sogar, wenn ihr Frau Wendt im Spiegel zuzwinkerte. Am Ende drehte Clara stolz ihren Kopf hin und her; ja, wir waren alle zufrieden mit dem Ergebnis.
Clara wurde von ihrem Podest gehoben, und ich ging mit Frau Wendt zur Kasse. Begeistert tauschten wir uns darüber aus, wie gut meine Tochter die haarige Premiere überstanden hatte.

Als wir wieder um die Ecke kamen, verpasste Clara dem lieben Hund Willi gerade eine Punk-Mähne. Sie saß umringt von lauter Hundehaaren mit der Schere vor dem Collie, redete besänftigend auf ihn ein, nahm eine Strähne aus der üppigen Wolle zwischen ihre Fingerspitzen und raspelte sie knapp über dem Ohr ab. Es sah sehr fachkundig aus. Doch die nette Friseurin war auf einmal gar nicht mehr fröhlich, kinderlieb, geduldig und optimistisch.

Als wir am nächsten Tag mit einem Trost-Knochen wieder zu dem Salon gingen, um uns noch einmal zu entschuldigen, rechnete ich fest mit einem Schild "Kinder müssen draußen bleiben", aber es war noch schlimmer: Der Laden hatte geschlossen - "wegen eines Trauerfalls".
Erst nach Tagen erfuhr ich, dass Willi zwar wohlauf, die Oma der Friseurin aber gestorben war.
Claudia Falk



Das LOUIS-BRAILLE-HAUS in neuem Glanz
Kennen Sie den Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg e.V. (BSVH)?
Von seinem früheren Standort Wagnerstraße zog er 1989 um in den Holsteinischen Kamp. Hier gab es mehr Platz, der Weg vom Bahnhof war kürzer, die Beratungs- und anderen Angebote werden gern und oft besucht: bis zu 5000 Ratsuchende oder Interessierte kommen jährlich aus dem gesamten Hamburger Bereich und auch aus angrenzenden Bundesländern.

Das Interview mit dem Geschäftsführer Herrn Fischer war hochinteressant. Wer macht sich schon Gedanken um Blindheit und Sehbehinderung, wenn keine eigene Betroffenheit vorhanden ist? Als BaSta-Redakteurin konnte ich nun erfahren, dass allein in Hamburg etwa 4.000 blinde und 40.000 stark sehbehinderte Menschen leben. Die Zahl der Sehbehinderten mit schwächeren Symptomen oder Erkrankungen in den Anfangsstadien ist weit höher.
Nicht mehr sehen können, wäre für mich ein Albtraum, ist es doch eine meiner Lieblingsbeschäftigungen, einen großen Teil der Freizeit mit Büchern zu verbringen... aber allein darum geht es ja nicht, wie mir nun klar wurde. Nicht oder nicht mehr richtig sehen können, verändert den gesamten Alltag.

Nicht (mehr) sehen können...
Blind geborene Kinder wachsen in die Situation hinein und können als Erwachsene oft souverän damit umgehen, sich in der Stadt bewegen und geeignete Berufe ausüben.

Wer erst später ganz oder teilweise sein Augenlicht verliert, hat es schwerer, denn nun heißt es umlernen, vertraute Gewohnheiten aufgeben. Nichts klappt mehr so wie früher, man ist anfangs ständig auf hilfsbereite Mitmenschen oder andere Hilfen angewiesen. Nicht wenige hadern sehr mit ihrem Schicksal, heißt es doch auch oft, sich einer wenig mitdenkenden Umwelt ausgesetzt zu sehen und Gefühle der Einsamkeit und Hilflosigkeit verarbeiten zu müssen.

Ursachen
Neben Menschen mit angeborener oder in jüngeren Jahren erworbener Erblindung machen Senioren einen hohen Anteil der Ratsuchenden aus. Außer dem inzwischen behandelbaren grauen Star (Linsentrübung) und schwierigeren grünen Star (Glaukom durch erhöhten Augeninnendruck) gibt es die verbreitete altersbedingte Makula-Degeneration, beinahe 25% aller Senioren sind mehr oder weniger davon betroffen. Sie hat meist keine Erblindung zur Folge, aber eine stärker werdende Beeinträchtigung der zentralen Sehschärfe. Durch Ablagerungen im Augenhintergrund wird das Zentrum des Blickfeldes unschärfer, es "vernebelt" sich zunehmend, Konturen verschwimmen und Ursachen sowie Behandlungsmöglichkeiten sind noch nicht ausreichend erforscht.

Vereinsauftrag
Der Blinden- und Sehbehindertenverein ist in so einer Situation ein wichtiger Anlaufspunkt. Als Selbsthilfeorganisation von und für Betroffene bietet er mit seinen Fachkräften nicht nur professionelle Beratung in allen Fragen des Blinden- und Sehbehindertenwesens, er setzt sich auch ein für die Förderung der sozialen, beruflichen und gesellschaftlichen Rehabilitation und Integration von Blinden und Sehbehinderten.
Zu seinem Programm gehören weiter:

  • Förderung der kulturellen und gesellschaftlichen Weiterbildung
  • Seniorenhilfe und -betreuung
  • Schaffung, Unterhaltung und Förderung von Einrichtungen im Interesse der Blinden und Sehbehinderten
  • Zusammenarbeit mit anderen Organisationen
  • Vermittlung von blinden- und sehbehindertenspezifischen Fertigkeiten

Gegründet 1909, hat der Verein nun schon mehreren Generationen Blinder und Sehbehinderter einen Rückhalt in vielen Lebenslagen geben können und Betroffene hier in Barmbek haben die Hilfe sozusagen in unmittelbarer Nachbarschaft, doch nicht alle wissen davon. Darum noch ein paar weitere Informationen.

Umbau und Vergrößerung
Wegen der steigenden Nachfragen waren in den vergangenen Jahren Raumprobleme aufgetreten. Das Louis-Braille-Haus (L. Braille war der Erfinder der Blindenschrift) sollte umgebaut und optimiert werden. Das Gerüst stand schon, als die Nachricht von der anstehenden Versteigerung des benachbarten Wohngebäudes am Holsteinischen Kamp / Ecke Marschnerstraße kam.
Der Verein bemühte sich und hatte Erfolg, doch Neuplanung und Bauantragsgenehmigungsverfahren zogen sich hin, auch die Bautätigkeiten sind in Verzug geraten, es muss viel Geduld aufgebracht werden...
Noch in diesem Jahr aber soll die Neueröffnung stattfinden, der Verein wird sie mit einem Tag der offenen Tür für Freunde, Nachbarn und Interessierte feiern.

Neue Nutzung
Die gesamte Erdgeschossfläche in beiden Häusern steht künftig zur Verfügung für einen großen Veranstaltungsraum mit Vereinsgastronomie, auch für Familienfeiern u.ä. geeignet, und eine "Beratungsstraße", bestehend aus Bereichen für Beratungsräumen und einer umfangreichen Hilfsmittelausstellung.
Im ersten Obergeschoss befinden sich künftig das Mitgliedercenter (der Verein hat ca. 1500 Mitglieder) für kulturelle Angebote und Gesprächskreise. Der Erfahrungsaustausch zwischen Betroffenen spielt eine wichtige Rolle. Hier sind auch die neuen Räume von IRIS (Institut für Rehabilitation und Integration Sehgeschädigter e.V.) angesiedelt, bisheriger Standort in der Bachstraße und demnächst mit dem Kooperationspartner BSVH unter einem Dach vereint.

In den Obergeschossen des neu erworbenen Wohngebäudes bleibt weiterhin Wohnnutzung erhalten, im bisherigen Louis-Braille-Haus sind Veranstaltungsräume für Gruppen, Verwaltungs- und Vereinsbüros und ein Medienraum untergebracht.

Angebote
Die Hilfen zur Unterstützung der Behinderungsverarbeitung bestehen aus umfassenden Beratungen durch geschulte Fachkräfte und ehrenamtlich tätige blinde Mitglieder in allen Bereichen der Sehbehinderung und Blindenhilfe. Dazu gehören u.a. Trainingsangebote für technische, medizinische und elektronische Hilfsmittel, Umgang mit Blindenschrift und allen alltäglich anfallenden Problemen.

Technische Hilfsmittel
Ein kleiner Rundgang durch die Hilfsmittelausstellung ist beeindruckend: Neben Sehhilfen wie Speziallupen, Brillen, Sehhilfe-Beleuchtungskörper (Kaltlichtlampen), mit denen eine optimale Nutzung vom verbliebenen Sehvermögen erreicht werden soll, gibt es hier sprechende Uhren, Küchenwaagen und Thermometer, Geräte mit großen Displays und Telefone mit riesigen Tasten, die auch bei starker Sehbehinderung noch erkannt werden können.

Im Zeitalter der Elektronik sind größere Unabhängigkeiten möglich, z.B. durch ein Lesegerät mit Texterkennungsprogramm, das Briefe und andere Schriftstücke vorlesen kann. Oder ein Gerät mit Bildschirm, auf dem sich eingescannte Texte stufenlos vergrößern lassen. Besonders gestaunt habe ich über ein Lesegerät für Internetnutzung, das virtuell empfangene Texte sofort in Blindenschrift überträgt; ich habe gelernt, was unter "barrierefreiem Internet" zu verstehen ist: Webdesigner sollen Regeln beachten, die auch Blinden mit Hilfe dieser Technik das Mitlesen ermöglichen.
ed

Schauen Sie vorbei am Tag der offenen Tür!
Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg e.V.
Louis-Braille-Haus
Holsteinischer Kamp 26, 22081 Hamburg
Tel. 040 - 209 404 - 0, Fax 209 404 - 30

eMail: bsv-hamburg@t-online.de
Homepage: www.bsvh.org



Mell Dung

Also, ich persönlich zähle mich ja zu jenen Blechkutschern für die das Auto ohne matisch völlig indiskutabel ist!
Außer den gelegentlichen (anscheinend) Not über die einschlägig bekannten Tankstellen, können keine weiteren Eskapaden geduldet werden. Die spirituelle Zweckbeziehung wäre stark gefährdet und meine Kompromissbereitschaft hart an einer Vollbremsung! Die ständigen rücksichtslosen Seitenwechsel des intriganten Zankdeckels seien hier ja mal gar nicht erst erwähnt (ich hätte schwören können...).

Unter die (Motor)Haube möchte ich also nicht zwingend kommen und mit dem primitiven Abschleppen, geschweige denn dem Kuppeln tue ich mich auch ziemlich schwer.
Meine gummiprofilierte Transporthilfe hat somit ganz simpel den Status, eine angenehme Begleiterscheinung des modernen Alltags zu sein. Naja, wäre noch toll, wenn der Lack sich täglich farblich auf mein Outfit abstimmem könnte, statt sich ständig mit überdimensionierten Vogelkackbroschen zu verzieren!

Manch eine Fahrgemeinschaft gibt allerdings berechtigten Anlass zur Sorge! Oder würden Sie es für möglich halten, dass schon manch ein beinharter Motörhead beim Käfertreffen flennte wie ein Määääädchen, weil sein geliebter Blechhaufen beim Titelkampf um den Mist(er)Bug von der Jury kläglich an die Wand bugsiert wurde? Mit Verbalvollgas versteht sich...
Auch auf offenen Straßen entarten anschauliche Sympathiebekundungen gegenüber seinem grobmotorischen Begleiter manchmal zur optischen Tort(o)ur. Profilträchtige Breitbereifung und heckische Spiel-, äh, Spoilereien sind noch die harmloseren Fiesematenten.

Der Naturfreund als solches bewaldet ja die Fahrgastzelle gerne mit einer Kolonie traumatisierender Wunderbäumchen, die einem im Dickicht des Schilderwaldes den riechtigen Weg vor die Nase baumeln. Derweil saugt bei meinem Spurnachbarn doch tatsächlich noch ein übereifriger Plüschgefährte im knallpinken Polyacrylanorak gierig mit seinen Napfpfötchen an der fingerfarbenverschmierten Seitenscheibe!
"Eine Welsneuheit!" denke ich, eine Innovation für die Aquarianerbörse (hihi) und reihe mich dezent interessiert hinter dieser mobilen Kasperbude ein.
Das etwas ausladende Stufenheck besitzt tatsächlich noch einen herausragendes Anhängsel auf dem das Plastikhaupt einer hässlichsten Fingerpuppe thront, die mich dazu dreckigst angrinst!

Vorsetzlicher Missbrauch einer Anhängerkupplung, schalte ich sofort (in den nächsten Gang) und versuche durch direkten Kontakt zum einen meiner Stoßstange eine Daseinsberechtigung zu verschaffen und zum anderen das Opfer zu befreien!
Man könnte sagen: Mission gescheitert, der klebrige HeckHinweis "Wenn du das lesen kannst,..." bestätigt sich jedenfalls gerade selbst, hup(s)!

Der lenkradelnde Asphaltcowboy springt unterdessen warnbli(n)ckend aus seinem Vehikel und steppt wildfluchend bis squaredancend in meine Richtung! Ich ignoriere das kotierte Ampelgehampel und werde jetzt mal Tacholes reden mit diesem personifizierten Totalschaden: Ob er schon mal was von kirschgrün gehört hätte, Ampeltarif und so, hä?!
Jetzt´ne frische Limo(sine)! Oder besser einen gelben Engel, der schleunigst Kotflügel verleiht, damit ich higher übern way komme, am liebsten von 0 auf 100 in dieser Schrecksekunde...

Wie dem auch sei: Dem passionierten Punktesammler jedenfalls, soviel ist sicher, sei eine Leason mit einem roten Beetle empfohlen! Mariniert, oder?
Also, Blinkewinke und allzeit Mut zur Fahrt!

CarMelle (or: She drives you cräzy!)



Wohnprojekte in Barmbek Süd?

BaSta hat im vergangenen Jahr berichtet, im Dezember wurden sie der interessierten Öffentlichkeit und im Januar dieses Jahres dem Quartiersbeirat vorgestellt: die Bebauungspläne für das Gelände des AK Eilbek.

Das Krankenhaus wird sich reduzieren auf ein Teilgrundstück, denn große Flächen sollen an die Liegenschaft abgetreten und zur Verwertung freigegeben werden. Ca. 350 Wohnungen sind vorgesehen entlang einer neuen Wohnstraße, die parallel zur Friedrichsberger Straße angelegt wird, sowie Gewerbeflächen auf der östlichen Seite des Geländes entlang der S-Bahn-Trasse. Der mittlere Teil des alten Parks südlich des Krankenhauses bis zum Eilbekkanal bleibt dem Stadtteil erhalten und der schützenswerte Baumbestand ebenfalls weitgehend.

Über die Hintergründe zu dem Thema Krankenhausverkauf und das Konzept der wachsenden Stadt haben die Medien oft berichtet, auch Barmbek gehört zu den Stadtteilen, die ihr Bild verändern werden.
Interessant ist die Frage, ob möglicherweise auch Baugemeinschaften oder Wohnprojekte an diesem Bauvorhaben beteiligt werden können, denn es würde evtl. bedeuten, dass auch Menschen mit "normalen" Einkommen, vielleicht sogar Familien aus dem Stadtteil eine Chance erhalten, in attraktiver Lage mitten in der Stadt zu wohnen.

Die Idee findet immer neue Sympathisanten, Hamburg wird bereits als Hochburg der Bau- und Hausgemeinschaften bezeichnet. Dahinter verbirgt sich ein breites Spektrum an Wohnformen, das sich aus der jeweiligen Lebenssituation der Beteiligten ergibt. Allen gemeinsam ist der Wunsch nach guter Nachbarschaft - nicht Anonymität ist gefragt, sondern gemeinschaftliches Wohnen und Planen, gegenseitige Unterstützung und Wohnraum, der nicht dem Karussell der Spekulationen unterliegt.
In einigen Projekten steht der Aspekt des Zusammenlebens von Alt und Jung im Vordergrund oder die Integration von Behinderten, so gibt es z.B. das Konzept des "Lebenslaufwohnens". In anderen Hausgemeinschaften haben sich alleinerziehende Mütter ein nachbarschaftliches Netzwerk zur gegenseitigen Unterstützung aufgebaut oder Menschen, die gemeinsam den dritten Lebensabschnitt gestalten und mit gegenseitiger Hilfe so lang wie möglich aktiv am Leben teilhaben wollen. Auch ökologische Interessen und Umweltbewusstsein kann Gruppen zusammenführen - es geht hier um echte Zukunftsmodelle, die auch längst politische Anerkennung erhalten haben.

Die in der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) angesiedelte "Agentur für Baugemeinschaften" unterstützt solche Wohnmodelle seit einigen Jahren sehr engagiert und hat das AK-Gelände ins Gespräch gebracht, ein Teil der Fläche soll für Baugemeinschaften reserviert werden.
Das Problem war bisher nicht politischer Unwille, sondern der Mangel an geeigneten und finanzierbaren Grundstücken, da von der Vermögenslage her gerade Projekte mit jungen Familien auf öffentliche Förderung angewiesen sind. Die Flächen des AK Eilbek sollen zwar hochpreisig verwertet werden, andererseits befindet sich genau gegenüber ein Quartiersentwicklungsgebiet im Rahmen der Sozialen Stadtteilentwicklung. Die Förderung von Wohnprojekten ist auch im Quartiersentwicklungskonzept enthalten und es sollte doch sozial- und gesellschaftspolitisch Sinn machen, hier ein interdisziplinäres Zusammenwirken herbeizuführen...

Grundsätzlich gibt es ein positives politisches Signal, doch sind noch viele Fragen zu klären, nicht zuletzt die des Grundstückspreises. Für alle Interessierten aber vorab die Information, dass sich bereits mehrere an Baugemeinschaften in Barmbek Süd interessierte Gruppen gefunden haben und noch finden können, die teils als Eigentumsprojekt, teils mit öffentlicher Förderung oder unter dem Dach einer Genossenschaft ein Projekt realisieren möchten. Sie suchen weitere Interessenten und sind der Agentur für Baugemeinschaften namentlich bekannt.

Wer Kontakt aufnehmen und Informationsmaterial erhalten möchte, kann sich direkt an die Agentur in der Stadthausbrücke wenden.
Telefon: 040 - 428 40 23 33
ed



Dütt un datt op Platt
Erbauliches von Helga Kelling

Uns Mannslüüd
Kennen se datt ook? De lüttste Snuppen un de Mannslüüd sünd dootkrank!
Se köönt nich arbeiten, se köönt nich slopen, se köönt gornix! Bloot meckern un jammern! Datt köönt se! Un datt Slimmste is, wenn se richtig krank sünd goht se nich mal no 'n Dokter! Nee, se jammert noch mehr! Aber ton Dokter wüllt se nich!

Datt is bi uns Fruunslüüd jo anners. Wi loot uns ünnerseuken, sluckt de Medizin un sünd twee Dag loter wedder op 'n Damm. Wi mööt jo op de Been blieben! De Mannslüüd mütten jo watt to Eten hebbn un de Huusstand löppt ook nich vun sülben!
De Lüüd wunnert sick jümmers datt de Fruunslüüd länger leevt, as de Kerls ? Is doch keen Wunner! Wi mööt inne Gänge blieben!! Jümmers sünd wi op de Been!
Nix, von wegen - de Zeitung von vöörn bitt achter un wedder trüchwards lesen.

Oder an 'n Dag all inne Röhre kieken un sick över de Politik argern. Door hebbt wi gorkeen Tied to!!
Wi suust de Treppen hendool un mit de swoorn Inkeupdaschen wedder ropp. Nebenbi een Klöön-schnack mit de Nahbersche. Son schoinen Tratsch schall jo gesund sien seggt de Pychologen. Vörr allens, wenn man sick mol so richtig över de dusseligen Kerls utloten kann!
Datt de bloot noch de Been hook leggt un sick datt Beer vun uns vorr de Näs stellen lött!
Un wi mookt datt ok noch !!

Naja, de erste Buddel hol ick emm, watt he jo so affmaracht is vonne Arbeit! De twete Buddel - door wär ick sowieso grood bi datt Köhlschapp.
De dritte Buddel wull he sick sülben holln, aber he keek mi so tutrulig an, door heff ick seggt: "Bliev man sitten Vadder, ick bring di noch `n Beer."
Jo un op de veerte kümmt datt denn ok nich mehr op an. Dorno slarrpt he sowieso no de Puuch !!


Nich argern!
"In jed een Minut, de man mit Arger tobringt,
versümt man sößtig glückliche Sekunnen",
hett William Somerset Maugham mal schreben un een Frünndin hett vorr föftig Jahrn mal to mi seggt:" West watt ? Wenn du mal son gnadderigen Boss oder een sturen Beamten gegenöver steihst, denn mutts du di emm eenfach inne Ünnerbüx vorrstellen!"

Door heff ick mi an holln. Hett ok jümmers klappt!
Worüm? Weil mien Grientsche denn annern ut datt Konzept brocht hett un ick sülben nich to dull in Rage kööm. Ob datt hüüt noch klappt ?
Domols wärn de Ünnerbüxen jo "Liebestöter" un wahrrafftig ton Lachen. Hüüt hebbt de Mannslüüd String-Tangas an un datt is jo "echt sexy"!
Aber de Dinger hebbt woll bloot de Jüngeren Kerls an un mit de kumms ok ohn Phantasie- Biller trecht.
Mutts bloot mit jim diskuteern un vorr allens good argumenteern !!
Ick meen de Rat vun domols müss ok hüüt noch funkschoneern! Verseukt datt man mal!

Tschä, un wo geiht datt nu, wenn di son betterbös Frunsminsch gegenöver steiht ?
Door mutts tosehn, datt Du eer Hart tofoten kriss! Datt se Mitleed mit Di hett!
Denn wi Frunslüüd (bit op 'n poor Utnohmen) sünd weekföhlich, wüllt jo geern hölpen un keen Status verteidigen! Wi möögt de Minschen un wi weet, datt man
op son Postament licht ganz alleen is!
Wokeen hett all mol op een Versammlung oder sonne Glotzkist-Sabbel-Show een Frau so wettern höört, as männig een Kerl?
Watt meent Ji doorto?
Wenn Ji een anner Menen oder een anner Belevnis hebbt, schrieft uns datt!

In uns BASTA-Zeitung schall jo jeden een to Word komen!


Foodball
Also, ick bünn jo keen Foodball-Fan! Datt argert mi jümmers bannig, wenn een Kommödie affset ward, watt datt Foodballspeel Vörrecht hett! Denn sünd de Mannslüüd anne Reech. Dörfst se aber nich ansnacken, denn goht se tokehr! Ick heff bloot eenmal tokeken. Na, datt wär 'n Ding, as ick mal froogt heff, worüm de Libero in jed een Speel mitmookt ?
Ok, wenn de Kerls Zeitung lest un wiss jim watt frogen ? Se hüürt di nich.
Ick heff in een Book lest, datt de Mannslüüd nich twee Soken op eenmal köönt. Lesen un tohörn - is nich! Fernkieken un antern - is ok nich!
Datt kümmt dorvon, datt de in eern Brägen bloot een son "Dings" hebbt. Wi Wieber hebbt twee! Dorüm köönt wi ok fernkieken un liekers sabbeln! Datt de denn dorchdreiht, köönt wi gornich begriepen!
Männigmal hebbt se woll son Utschaller in´n Kopp ? Kanns se anschreen, de hüürt di gornich, wenn se Football kiekt! Kanns di splitternakt vöör de Röhre drapeern, blafft he di an:"Hau aff!" Bloot son böten Kuscheln? Is ok nich! Aber kieken un ´n Beer drinken! Datt geiht! Miteens köönt se doch twee Soken op eenmal moken!!!



Das Beratungszentrum
für technische Hilfen & Wohnraumanpassung

Für viele Menschen mit körperlichen Einschränkungen ermöglicht der Einsatz von technischen Hilfsmitteln Selbständigkeit und Unabhängigkeit. Für pflegende Angehörige und Pflegekräfte bedeuten diese Hilfen Erleichterung in der Pflege.
Aber was für technische Hilfen gibt es eigentlich? Welche kleinen Hilfen erleichtern den Alltag? Wo bekomme ich diese technischen Hilfen her? Und wer bezahlt sie?

Diese Fragen beantwortet das Hamburger Beratungszentrum für Technische Hilfen & Wohnraumanpassung in der Richardstraße 45 allen Hamburger Bürgerinnen und Bürgern sowie dem Personal aus Sozialeinrichtungen und Behörden. Die Finanzierung dieser Beratung erfolgt überwiegend durch die Behörde für Soziales und Familie (BSF).
Das Beratungszentrum besteht seit 1991 und ist in der Größe eine in Deutschland einmalige Institution. Beraten wird mit dem Ziel, eine Übersicht über den Hilfsmittelmarkt zu geben.

"Gemeinsam finden wir die beste Lösung"
Das multiprofessionelle Team mit pädagogischem, ergotherapeutischem, medizinischem, pflegerischem und bautechnischem Fachwissen hat es sich zur Aufgabe gemacht, Hilfsmittelnutzer, Angehörige und Interessierte umfassend über technische Hilfen und deren Nutzungsmöglichkeiten zu informieren. Gemeinsam finden wir die beste Lösung ist das Beratungskonzept.
Die Beratung ist für Hamburger Bürgerinnen und Bürger und für das Personal aus sozialen Einrichtungen und Behörden kostenlos.

Technische Hilfsmittel
Das Beratungsteam hat Informationen zu Reha- und Pflegehilfsmitteln vorrätig, so dass Sie sich jederzeit aktuell informieren können, denn ältere oder behinderte Menschen, pflegende Angehörige und selbst Pflegekräfte sind oft mit der Beschaffung von Hilfsmitteln überfordert. Kaum jemand hat noch einen Überblick über die ständig neuen Produkte auf dem Hilfsmittelmarkt. Das Beratungszentrum bietet hier Unterstützung und zeigt auch den Weg der Beschaffung über Kostenträger auf.

Wohnraumanpassung
Ein Mitarbeiter berät bei Wohnraumanpassungen, wenn z.B. Badezimmer, Küche oder Hauseingang alten- oder rollstuhlgerecht umgebaut oder technische Treppenüberwindungshilfen eingebaut werden müssen. Im Rahmen der Beratung erfolgt auch ein Hausbesuch zur Klärung der Situation vor Ort. Die Beratung beinhaltet ebenfalls ein Gespräch über Finanzierungsmöglichkeiten solcher Umbaumaßnahmen.

Dauerausstellung - Eintritt frei
Neben dieser umfangreichen Beratungstätigkeit werden in einer Dauerausstellung ständig technische Hilfsmittel zu den Schwerpunktbereichen
Wohnraumanpassung - Technische Hilfen in der Pflege - Multimedia gezeigt.
Es sind jeweils 40 bis 50 Technische Hilfen als Leihgaben der Hersteller im Haus, die durch regelmäßigen Austausch auf den neuesten Stand gebracht werden. Mit der Ausstellung wird Ratsuchenden in vielen Fällen die Möglichkeit geboten, im Rahmen der individuellen Beratung die Technischen Hilfen, die zur Problemlösung beitragen können, kennen zu lernen, zu vergleichen und auszuprobieren. Oder Betroffene und deren Angehörige, Fachpersonal, Kostenträger und andere Interessierte informieren sich herstellerunabhängig über neue technische Möglichkeiten.

Das Ausprobieren der in der Ausstellung vorhandenen Technischen Hilfen erleichtert die Beratung und die Entscheidung für ein Produkt ganz erheblich.

Im einzelnen werden in der Ausstellung gezeigt:

Wohnungsanpassung
Ein Badezimmer mit zwei unterschiedlichen Duschen und einer Badewanne. Badewannenlifter, Duschsitze, Dusch- und Toilettenstühle, Sanitärausstattungen, Griffe.
Produkte zur Treppen- und Stufenüberwindung, wie z.B. Rampen, Treppensitzlifte und Treppenraupen.
Das Beratungszentrum zeigt als ständige Ausstellung drei mit unterschiedlichen Hilfsmitteln ausgestattete Sanitärbereiche, eine höhenverstellbare Küche sowie eine große Auswahl an Alltagshilfen.

Technische Hilfen in der Pflege
Verschiedene verstellbare Pflegebetten sowie Bettzubehör, Spezialmatratzen und Lagerungshilfen, Pflege- und andere Rollstühle, verschiedene Liftersysteme und Transferhilfen sowie ein Hausnotrufsystem.
Zusätzlich wurden altengerechte Möbel (z.B. Sessel mit Schiebefunktion oder mit Aufstehhilfe) als Ergänzung in die Ausstellung aufgenommen.

Technik im Multimediabereich
Computer mit unterschiedlichen Bedien- und Steuerungsmöglichkeiten, Unterstützungsgeräte bei motorischen Beeinträchtigungen, verstellbare Stühle, Schreibtische, Steharbeitsplätze.

Die Dauerausstellung ist Montag und Dienstag von 13.00 - 18.00 Uhr und Donnerstag von 9.00 - 19.00 Uhr geöffnet. Gruppen werden gebeten, sich für Ausstellungsbesuche anzumelden.

Aktionstage
2-3mal pro Jahr werden im Rahmen von Aktionstagen spezielle Veranstaltungen zu ausgesuchten Themenbereichen angeboten. Im Herbst 2004 wird es vom 7. - 9. Oktober eine Veranstaltung zum Thema Kfz-Anpassung und -umbau im Erdgeschoss des Einkaufszentrums Hamburger Strasse geben. Im Herbst folgt ein Aktionstag zum altengerechten Wohnen.

Falls Sie persönliche Beratung wünschen, vereinbaren Sie bitte einen Termin mit den Beratern im

Beratungszentrum für technische Hilfen
Richardstraße 45
22081 Hamburg
Telefon 29 99 56 -0
ed



Glückwunsch zum 100sten!
Vor kurzem feierte Herta Rötert einen außergewöhnlichen Geburtstag: Ihren 100.
Barmbeks Ortsamtsleiter Hans-Werner Nebel gratulierte zum Ehrentag und überbrachte einen Riesenblumenstrauß und einen Gruss von Bürgermeister Ole von Beust.

Am 23. Juni 1904 wurde Herta Rötert in Hamburg-Bergedorf geboren und wuchs dort auf. Zwei Weltkriege hat sie miterlebt. Eine große Liebe zu einem Niederländer zog Sie nach Arnheim/Holland. Dort lebte sie mit ihm nach ihrer Heirat 20 Jahre. Die Ehe blieb kinderlos. Herta Rötert arbeitete im kaufmännischen Bereich und in ihrer Freizeit genoss sie das Kartenspielen mit Ehemann und Freunden. Ein Kribbeln im Bauch bereitete ihr hin und wieder der Gang ins Spielcasino.
Nachdem ihr Mann verstorben war, zog die Jubilarin wieder nach Hamburg; genauer gesagt nach Hamburg-Barmbek.

Inzwischen wird Herta Rötert von der ASB-Sozialstation Barmbek-Süd betreut. Die fachlich wie menschlich qualifizierten Pflegemitarbeiter kommen mehrmals täglich zu ihr und helfen bei allen Dingen des täglichen Lebens, damit es ihr weiterhin gut geht.

Foto: Ortsamtsleiter Hans-Werner Nebel übermittelt Frau Rötert herzliche Glückwünsche.
Weitere Informationen über die Arbeit der
ASB-Sozialstation Barmbek-Süd gibt es in der
Geschäftsstelle Hamburger Straße 200
unter der Telefonnummer 29 17 02


Restauranttipp
Entdeckung einer Stadtteilbewohnerin:

"Die kleine Kneipe in unserer Straße ..." hat sich von ihrem jahrzehnte langen Kneipenkokon befreien können, und dabei herausgekommen ist das umwerfende türkische Restaurant "Melissa"!
Das "Melissa" bietet einen Mittagstisch täglich von 11.00 Uhr - 15.00 Uhr an und die Möglichkeit, die Gerichte außer Haus mitnehmen zu können.

Umwerfend ist das "Melissa" jedoch in seinem Preis- Leistungs-Verhältnis das, wie ich finde, beispiellos ist.
Für wirklich wenig Geld bekommt der Gast im "Melissa" viele frisch zubereitete türkische Köstlichkeiten, aber auch andere Gerichte.

So nehmen wir denn gerne eine gewisse Wartezeit in kauf, da am Ende das zubereitete Ergebnis in jeder Hinsicht überzeugt.
Das "Melissa" ist eine Bereicherung unseres Stadtteils und darf schon jetzt einen festen Gästestamm für sich verbuchen.
B. Voss


Musiktipp
"VAMOS! Salsa Brava - Fiesta en el Bronx"

Tanzvergnügen pur
Alle zehn Titel auf dieser CD lassen die Beine aller Salsa-Tänzer freudig zucken: Kein Wunder, denn welche Stücke ausgewählt wurden, haben Tänzer und DJs selbst entschieden.
Die Originalaufnahmen stammen von Gruppen wie Wayne Gorbea, Maracay, Charlie D'Cali, Spanish Harlem Orchestra, Jerry Galante, Edwin Bonilla, Zacarias Ferreira, Raulin Rosendo, El Gran Como de Puerto Rico, Soneros del Barrio und Willie Moreno.

Bei diesen meistgespielten Stücken des vergangenen Jahres gerät selbst ein Anfänger nicht aus dem Takt: Die Rhythmen sind eingängig, und auch ruhigere Salsa-Titel finden sich auf der CD. Was nett plätschernd das Tanzbein antreibt und gute Laune macht, ist allerdings keine Herausforderung für Freunde anspruchsvoller Latinmusic.
Im Handel ab 20.09.04
Bestellnummer: VC 9015
Vertrieb: Alive Spieldauer: 45 Min.
C. Falk


Anno dazumal...
De Geschichtswerkstatt Barmbek
führt in diesem Jahr noch zwei Rundgänge durch:
Sa., 4. September, 14 Uhr
Thema: Pavillonsystem Ade - 90 Jahre Barmbeker Krankenhaus. Geschichte und Zukunft
Treff: Bushaltestelle Fuhlsbüttler Straße/Elligers Weg, Krankenhausseite

Sa. 18. September, 14 Uhr
Thema: Kirche im Misionsgebiet - Kirche in der Krise. 100 Jahre Geschichte der Barmbeker Kirchen.Treff: Ausg. U-Bahn Hamburger Straße
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Bild: Der Von-Essen-Garten war ein Ausflugslokal an der Hamburger Straße zwischen Volks- und Wohldorfer Straße, beliebt bei den Hamburgern, die damals mit Pferden und Kutschen in die Sommerfrische fuhren.
Bis zur heutigen Vogelweide erstreckte sich dahinter ein Park, in dem der Vogelfreund von Essen Volieren mit vielen Singvögeln hielt. Auf sie sind verschiedene Straßennamen in der Nähe und die Vogelweide zurückzuführen.
Von Essen galt nach der Franzosenzeit (1806-1814) als Retter Barmbeks, weil er gegen einen Tribut von 1000 Taler das französische Militär davon abgehalten haben soll, das damalige Dorf Barmbek niederzubrennen.


Literaturcafe im Kulturhaus
Kaffee, Kuchen und Literatur satt

Ein bisschen versteckt liegt es ja, unser Kulturhäuschen! Ob es wohl daran liegt, dass so wenige den Weg hierher finden?
Die nachmittägliche Einladung zu einer Lesung mit Autoren oder Buchvorstellungen ist jedenfalls ernst gemeint, und für die Qualität des Kuchens bürgt der Name von Konditor Münch in der Weidestrasse, den ich als Sponsor gewinnen konnte. Dafür herzlichen Dank auch an dieser Stelle!
Der Kostenbeitrag von 2,50 € kann so ganz und gar dem Kulturhaus zufließen.

Am ersten Dienstag im Monat, das ist im September der 7.9.04, lade ich Sie wieder ein zum nachmittäglichen Kuchen- und Ohrenschmaus mit anregenden Ausschnitten aus aktuellen Büchern und einigen Leseempfehlungen. Im Juli habe ich Ihnen den "Alchimisten" von Paulo Coelho und "Pompeiji" von Robert Harris vorgestellt.
Beim nächsten Mal wird es um Uwe Timms Roman "Rot", Petra Oelkers "die englische Episode" sowie das "Moppel-ich" von Susanne Fröhlich gehen. Außerdem hören wir in das eine oder andere Hörbuch hinein, mit Sicherheit ist auch etwas für Sie dabei!

Ich freue mich auf Ihr Kommen und grüße Sie
Ihre Heike Schoof


Initiative Stadtteilnetz
künftig jeden 4. Mittwoch im Monat ab 18 Uhr: Einladung zur Ideenbörse, aus der Projekte entstehen können. Angesprochen sind alle StadtteilbewohneInnen, VertreterInnen vorhandener Einrichtungen und Initiativen und vor allem Menschen, die sich selbst engagieren wollen.

  • Ein Stadtteilnetz für Kooperation und Information, für Verbesserung von
    Kontakten und Informationsfluss zwischen StadtteilbewohnerInnen und
    vorhandenen Einrichtungen, Initiativen, Institutionen
  • Ein Stadtteilnetz für gute Nachbarschaft durch Unterstützung und Beratung von Nachbarschaftsprojekten und Hilfe zur Selbsthilfe
  • Ein Stadtteilnetz für Arbeit, für die Schaffung von wohnortnahen Arbeitsplätzen, Ausbildungsplätzen, Jobs, Qualifizierungsmaßnahmen.
  • Ein Stadtteilnetz für soziales Wohnen, für Erhalt und Neuschaffung preiswerten Wohnraums bei sinkenden Einkommen.
  • Ein Stadtteilnetz gegen die Armut bei Jung und Alt, für umfassende Beratung, Hilfe zur Selbsthilfe, Entwickeln von Perspektiven.

Machen Sie mit? Das nächste Treffen findet am 22. September statt. Ein Thema wird u.a. die Frage sein, wie der Stadtteil auf Hartz IV und seine Folgen reagiert bzw. reagieren könnte.
Kontakt: E. Draeger 2991400 und Kulturhaus