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BaSta Nr. 8, April/Mai 2005



Redaktionsteam & BeitragsverfasserInnen:

Carsten Müller, Erika Draeger, Helga Kelling, Petra Steinborn, Melanie Voß, Claudia Falk, Alina Steinborn, Heidi Seiffert, Kreuzkirche/ Pastor Günter, Anskar-Kirche/ Herr Thonfeld, Medienbüro LogIn, KiFaZ Barmbek Süd, Kulturhaus Dehnhaide, Quartiersbüro Dehnhaide, IG Barmbek Süd.


V.i.S.d.P.: Medienbüro LogIn/KiFaZ,
Vogelweide 36, 22081 Hamburg,
Tel.: 2000 48 00
eMail: info@medienburo-barmbek.de
Druck: P+N Offsetdruck, Auflage: 3000, 32 S.
Online-Ausgabe: E. Draeger

Inhalt   (online-Ausgabe unbebildert)  

Vorwort
Kurzmeldungen
Neues aus KiFaZ + LogIn
Barmbini - die Kinderseite
Kunst für einen guten Zweck
Mädchen Rocken Barmbek
Lass' 1000 Steine rollen! - Trockendock
Geburtstagsfeier
Kreuzkirche, Geschichtswerkstatt
Anskargemeinde
Adolph-Schönfelder-Schule
Nachrichten aus dem Quartiersbüro
Aufruf Künstlertag
Barmbeker Bilderbogen

Dütt un datt op Platt
Pinnwand, neues von Kellalien
Mitgefischt/ Fisch für die Katze
IG Gewerbe Barmbek Süd
Rezepte, Vernissage
Kolumne: MellDung
Kulturhaus / Veranstaltungen
Adressen in und um Barmbek Süd

 

Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser,
Wir freuen uns sehr über die zunehmende Teilnahme an unserer "Zeitung zum Mitmachen"! Interessante Artikel und Beiträge sind eingegangen und wir möchten alle, die bisher gezögert haben oder die BaSta das erstemal in der Hand halten, ermutigen, sich ebenfalls zu Wort zu melden.
Sagen Sie Ihre Meinung, erzählen Sie, was Ihnen hier in Barmbek Süd gefällt oder auffällt. Vielleicht schreiben Sie auch Geschichten und möchten sie vorstellen? Oder Sie fotografieren oder zeichnen gern und mögen unsere Texte mit Bildern versehen?
Sie alle sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen an der Zeitung von und für Menschen, die hier im Stadtteil leben und arbeiten, nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf.

Die BaSta feiert in diesem Sommer ihr dreijähriges Bestehen und die InitiatorInnen der ersten Stunde haben den hohen Freizeitaufwand bisher noch nicht bereut. Positive Rückmeldungen haben ebenfalls zugenommen und wenn wir uns nach wie vor im Amateurbereich bewegen, wie ein Fachmann zu Recht mal meinte, so scheint gerade dies vielen StadtteilbewohnerInnen zu gefallen. Vielen Dank für die Blümchen!
BaSta kann mit den zur Verfügung stehenden Mitteln für Druckkosten nur in kleiner Auflage erscheinen. Sie können eine weitere Verbreitung unterstützen durch Inserate oder durch Weitergabe der gelesenen Exemplare an Stadtteilbewohner/innen außerhalb des Quartiers Dehnhaide, die die Zeitung nicht automatisch im Briefkasten vorfinden.

Alle Leserlinnen, die ohne Computer weiterhin prima auskommen, mögen uns verzeihen für folgende Nachricht:
Das gemeinnützige Medienbüro LogIn, Redaktionsstandort dieser Zeitung, ist auch Betreiber des neuen Internet-Stadtteilportals im Aufbau www.barmbek-sued.de, das in Kooperation mit dem Quartiersbüro, mit Stadtteilbewohnern und der IG Gewerbe entwickelt wird.
Für alle Einrichtungen, Institutionen, Betriebe und Initiativen in Barmbek Süd besteht die Möglichkeit, ihre Adressen aufnehmen und eigene Homepages auf diesen Webseiten verlinken zu lassen.
Sollten Sie als Einrichtung oder Firma über keine Webpräsenz verfügen, kann das Medienbüro kostengünstig Abhilfe schaffen. Lassen Sie sich ein Angebot für eine Webvisitenkarte oder eigene Homepage unterbreiten - Sie unterstützen damit ein Jugendprojekt und soziale Einrichtungen oder Initiativen, die sich dann ebenfalls in die Webwelt einbringen können.
Das Eingangsportal soll aktuelle Nachrichten präsentieren, die für den Stadtteil relevant sind - wir freuen uns über Mithilfe bei der Aktualisierung dieser Seite und des Veranstaltungskalenders.
Wer interessiert ist, eigene Rubriken zu betreuen, ist eingeladen, sich mit uns in Verbindung zu setzen. Gleiches gilt für die BaSta.

Ein schöne Zeit in Frühjahr und Sommer wünscht Ihnen Ihr BaSta-Team.



Kurzmeldungen aus dem Stadtteil

Broschüre zum Hamburger Wahlrecht

Die Landeszentrale für politische Bildung hat eine Broschüre herausgebracht, in der das neue Hamburger Wahlrecht erklärt wird. Bei der Bürgerschaftswahl 2008 wird es 17 Wahlkreise geben und zehn Stimmen für alle Bürger, die auf Kandidaten und Parteilisten verteilt werden können.
Die Broschüre ist kostenlos in Bezirksämtern und in der Innenbehörde am Johanniswall 4 erhältlich.

Familienpass für Freizeitangebote

Über 200 Freizeitangebote können vergünstigt oder kostenlose mit dem Familienpass genutzt werden, der seit dem 1. April erhältlich ist.
Der Paß kostet 3,50 Euro und ist in den Hamburger Öffentlichen Bücherhallen sowie in Filialen der Buchhandlung Heymann und der Drogeriekette Budnikowsky erhältlich, teilte die Sozialbehörde mit.
Der Familienpass ermöglicht einen Überblick über Angebote von Unternehmen und Institutionen im Freizeitbereich und soll Familien finanzielle Vorteile ermöglichen. Bei ca. 120 Anbietern in und um Hamburg können Passinhaber zu ermäßigten Eintrittspreisen oder kostenlos Angebote wahrnehmen, etwa in den Schwimmhallen, bei Hagenbeck, bei großen Fußballvereinen, Anbietern von Hafen- und Fleetrundfahrten, Kinos, Theater und anderen.

Geburtstag: 14 Jahre "Pfiff"

Pfiff e. V., der Förderverein für Pflegekinder und ihre Familien am Holsteinischen Kamp 80, hat im Januar seinen 14. Geburtstag gefeiert.
Der Verein kümmert sich um die Vermittlung von Dauerpflegeeltern, Bereitschafts-Pflegefamilien und Patenschaften. Es werden dringend Pflegeeltern und Pat/innen gesucht für Kinder aller Altersstufen und Nationalitäten, die zuverlässige Bezugspersonen und nach häufig unguten Erfahrungen ein neues Zuhause und Geborgenheit brauchen. "Pfiff" bietet Beratung, Unterstützung, Kurse für InteressentInnen und ein umfassendes kostenloses Angebot in der Pflegeelternschule. Ein Informationsabend am 25. Mai kann erste Fragen beantworten. Telefon unter 41 09 84 60,
Homepage: www.pfiff-hamburg.de
Bei "Pfiff" erhalten Sie auch den Familienpass!

Die Drachen steigen wieder im Stadtpark

Ältere Barmbeker erinnern sich: In ihrer Kinderzeit zogen sie im Herbst auf die große Wiese im Stadtpark, um ihre Drachen steigen zu lassen. Sie waren meist mit Papas Hilfe selbst gebaut aus farbigem Drachenpapier und hatten - besonders wichtig - lange bunte Papierschwänze. In den frühen 60er Jahren wurde der Stadtpark nach deutscher Luftverkehrsordnung wegen seiner Nähe zum Flughafen Fuhlsbüttel in die Drachenflug-Verbotszone einbezogen, zum Bedauern vieler Kinder und Eltern, denn Ausweichflächen gab es in der näheren Umgebung kaum.

Trotzdem haben viele Hamburger/innen ihre Drachen, heute mit etwas anderem Design, gern mal auf dieser einladenden Wiese ausprobiert, einige vielleicht auch in Unkenntnis des Verbots, was meist toleriert wurde. Doch im vergangenen Jahr bekam ein Hobbyflieger ein Bußgeld aufgebrummt. Dieser legte Widerspruch ein und die Sache kam auf den Tisch der zuständigen Wirtschaftsbehörde. Mit gutem Ergebnis: der Senator hebt das Flugverbot auf. Das Steigenlassen von Drachen mit einer maximalen Leinenlänge von 50 Metern ist ab sofort offiziell wieder erlaubt.


Jugendcontainer an der Osterbek

Am 2. Mai ab15 Uhr ist es endlich wieder so weit: mit Speis und Trank wird die diesjährige Paddelsaison eröffnet. Kinder und Jugendliche können den ganzen Sommer über kostenlos Kanus und Kajaks nutzen. Ihr findet den Container im Alten Teichweg 43 und er hat Montags bis Donnerstags von 15-21 Uhr, Freitags und Samstags von 14-19 Uhr geöffnet.

GUB gibt noch nicht auf

Eine Mutter schreibt an BaSta:
Das Gymnasium Uhlenhorst Barmbek, weiches von der Schulbehörde geschlossen werden soll, kämpft weiter um sein Überleben.
Die Barmbeker Eltern unterstützen diese Schule: Trotz Schließungsabsichten wurden für das kommende Schuljahr 59 neue Fünftklässler angemeldet. Nun gerät die Schulbehörde unter Druck.

Lange Nacht der Museen

Am 28. Mai 2005 findet die fünfte lange Nacht der Museen in Hamburg statt. Insgesamt 46 Museen und Ausstellungshäuser beteiligen sich daran, wirklich ein Erlebnis für alle, die gut zu Fuß sind und lange durchhalten. Die Angebote ziehen sich von Sa.18.00 Uhr bis Sonntagmorgen um 2.00 Uhr hin. Die Museen warten auf mit einem umfangreichen Programm an Ausstellungen, Vorführungen, Musik, Lesungen u.a., insgesamt über 600 Einzelveranstaltungen. Natürlich wird auch für Essen und Trinken gesorgt.
Der HVV bietet zur Langen Nacht der Museen 11 Museums-Buslinien an, die alle 46 Häuser miteinander verbinden. Zentraler Ausgangs- und Umstiegspunkt ist der Platz vor den Deichtorhallen, Alsterschiffe werden vom Jungfernstieg zum Anleger des Museums der Arbeit fahren.
Das Ticket kostet 12,50 Euro und wird in den Museen und Vorverkaufsstellen angeboten. Es enthält den Eintrittspreis für alle beteiligten Häuser sowie die Berechtigung zur Nutzung aller HVV-Linien von Samstag 17.00 Uhr bis Sonntag 10.00 Uhr. Wer dann immer noch nicht genug hat, kann das Ticket auch noch am Sonntag d. 29. Mai als Eintrittskarte während der regulären Museums-Öffnungszeiten nutzen. Ticket-Hotline: 300 51 555

Bebauungsplan AK Eilbek

Für die Drucklegung der neuen BaSta ein knapper Termin aber vielleicht gerade noch rechtzeitig:

Der Bebauungsplan für die Flächen des Allgemeinen Krankenhauses Eilbek kann von interessierten Bewohnern und Bewohnerinnen bis zum 29. April in der Stadtplanungsabteilung des Bezirks Nord in der Eppendorfer Landstraße 59 eingesehen. Bedenken können angemeldet werden.
Der Plan sieht vor, nicht mehr benötigte Flächen mit ca. 400 Wohnungen und mit Gewerbeflächen entlang der S-Bahn teilweise zu bebauen. Im Süden soll die Parkanlage mit altem Baumbestand öffentlich genutzt werden können.


Aktiv und mobil - 1. Seniorenmesse für Dulsberg und Umgebung

Am Freitag, den 3. Juni von 14.00 - 18.00 Uhr findet in den Räumen des Kulturhofs Dulsberg, Alter Teichweg 200 (in den Räumen der Gesamtschule Alter Teichweg) die erste Messe dieser Art für Aktive ab 55 statt.
Über 20 Einrichtungen informieren an ihren Ständen rund um die Themen Bewegung, Kultur, Bildung, Wohnen, Beratung, Sicherheit und Ernährung. Veranstalter sind die AG offene Seniorenarbeit und das Stadtteilbüro Dulsberg.
Neben den Ständen gibt es ein Forum zum Thema ,Wohnen', einen Kurzvortrag zum Thema, gesunde Ernährung', eine Diashow mit Ton über die Geschichte des Grünzugs Dulsberg und vieles mehr.
Sie als Besucherln können auch selbst aktiv werden und z.B. kreative Techniken wie Serviettentechnik und Papierarbeiten ausprobieren oder einen Gedächtnisparcours' und eine Sinnesschulung mit verschiedenen Lebensmitteln absolvieren.
Natürlich gibt es auch Kulinarisches zur Stärkung und ein kulturelles Beiprogramm, z.B. Shanties und Seemannslieder mit Akkordeonbegleitung und eine Tanzvorführung. Der Eintritt ist frei.
Nähere Informationen beim Stadtteilbüro Dulsberg, Frauke Schröder, Tel.: 652 80 16

Hamburg: Suchtproblem gestiegen

Die Hamburgische Landesstelle gegen die Suchtgefahren (HLS) teilte beunruhigende Zahlen mit: 22 Prozent der Menschen in dieser Stadt seien alkoholabhängig und ca. 140 000 der rund 1,7 Millionen Hamburger hätten mindestens einmal illegale Drogen genommen.
Die für viele Menschen immer schwieriger werdende soziale Situation mag eine der möglichen Ursachen sein und sicher ist, dass viele gern wieder aus diesem Teufelskreis heraus kämen. Wenige schaffen es allein. Der erste Schritt ist schwierig, hilfreich kann ein Kontakt zu Menschen sein, die das gleiche Vorhaben bewältigen wollen.
In der Saarlandstraße 9 finden Betroffene und Angehörige Hilfe bei den anonymen Alkoholikern, auch telefonisch zu erreichen unter 27133 53
Die Angebote der Beratungsstelle Kompass in der Elsastraße 41 wenden sich an Kinder und Eltern, zu erreichen unter 279 22 66
Homepage: www.kompass-hamburg.de

ed



BARMBINI - die Kinderseite

Neuigkeiten aus dem Quartier: Kinderreporterin Alina unterwegs

Endlich gibt es ein Cafe, das für alle Menschen hier im Quartier erschwinglich ist. Seit dem 15. Februar ist in der Gluckstraße 43/Ecke von Essen Straße das Cafe Klönschnack neu eröffnet worden, nachdem die Räume zwei Jahre leer standen.
Neben dem Cafebetrieb kann man im Untergeschoss Damenmode (bis Größe 54) kaufen. Die Idee zu dieser Kombination stammt von dem Inhaber und Betreiber Torsten Muhs, der schon in der Beethovenstraße einen Laden betrieben hat, der aber zu klein geworden war.
Das Cafe Klönstübchen ist täglich von 9:00 Uhr bis 19:00 Uhr geöffnet. Es bietet ab 9:30 Uhr ein Frühstück an, ab 11:30 Uhr gibt es einen täglich wechselnden selbst gekochten Eintopf und auch an leckerem Kuchen mangelt es nicht.
Das Cafe hat große Panoramafenster mit einem tollen Ausblick. Die Fensterbänke sind mit hübschen bunten Blumen geschmückt. Die Sitzmöbel sind bequem, an den Wänden hängen hübsche Bilder und die Atmosphäre ist sehr gemütlich. Wir wurden freundlich empfangen und gut bedient.
Alina Steinborn, 11 J.

(Die BaSta-Redaktion bedankt sich bei Alina und würde sich freuen, wenn weitere Kindereporterinnen und -reporter interessiert sind, Beiträge zu verfassen. Für die nächste Nummer wünschen wir uns Beiträge zu dem Thema „Wie verbringe ich am liebsten meine Freizeit?“
Ihr könnt dazu auch ein Bilder malen, ein Foto schicken, ein Gedicht schreiben oder einen Text - bitte euren Namen und das Alter angeben und bis zum 10. August einsenden oder vorbeibringen. Die Adresse findet Ihr auf Seite 2. Die schönsten Einsendungen werden in der nächsten BaSta-Nummer im August veröffentlicht!)

Der Basteltip: Windlichter für Balkon und Garten

Der Sommer steht vor der Tür und wir werden Gelegenheit erhalten, unsere Abend im Freien oder bei offenem Fenster zu verbringen - das bringt viel mehr Spaß, wenn auch ein paar schöne Windlichter auf dem Tisch oder in einer Ecke stehen! Als kleine Geschenke können sie auch anderen Leuten Freude machen.
Ich habe euch heute einige Ideen mitgebracht, wie sich Windlichter leicht selber herstellen lassen.
Das erste ist ein preiswertes Glasgefäß, dass ich von innen dekoriere: feiner Sand und ein paar Muscheln sind dafür geeignet, die Kerze wird in den Sand gesteckt. Auch Kies, schöne Steine oder Glasmurmeln erfüllen einen ähnlichen Zweck, vielleicht mit einer schönen Blüte als Farbtupfer.

             

Die Segelschiffe im Beispiel 2 sind aus festem Karton herausgeschnitten, auf die Rückseite habe ich blaues Transparentpapier geklebt und ein kleines Gefäß mit einem Teelicht dahinter gestellt.
Auch das dritte Beispiel hat etwas mit Wasser und Meer zu tun: ich liebe Delfine! Diesen hier habe ich zweimal aus einem Karton geschnitten, der in der Länge einmal um ein vorhandenes, gerades Trinkglas passt und auch so hoch wie das Glas ist. Ein blaues Transparentpapier wird auf die Rückseite geklebt, der Karton um das Glas gewickelt und ebenfalls an seinen Enden zusammen geklebt. In das Glas stelle ich ein Teelicht und zwei wunderschöne Fische leuchten in der Abenddämmerung.
Das letzte Beispiel ist auch leicht herzustellen: Transparentpapier passend für ein Glas zuschneiden, herumwickeln und festkleben und von außen mit je einem Tropfen Uhu mit kleinen Motiven (Blumen, Fische o.ä.) aus dünnem Karton versehen. Die wirken, wenn das Teelicht im Glas angezündet ist, wie kleine Scherenschnitte (was sie ja auch sind).

Ich wünsche euch viel Spaß beim Basteln und einen wunderschönen Frühling und Sommer - nach den Ferien sehen wir uns wieder!
Eure Bastelhexe



Michel-Variationen aus Kindersicht

Wieder gibt es aus der Adolf.-Schönfelder-Grundschule eine bemerkenswerte Aktion zu berichten: die Kinder aus der Klasse 4 b entwickelten zusammen mit der Kunstlehrerin Susanne Schneider 47 Kunstpostkarten, deren Erlös den Tsunamiopfern gespendet wird.

Die Kinder entwarfen DIN A3 Bilder mit dem Leitmotiv des Hamburger Wahrzeichen des Michels.
Es entstand ein wahres Feuerwerk an Ideen: insgesamt entstanden fast 100 Entwürfe. Sie sind wieder in der Pausenhalle der Schule in der Zeisigstraße 3 zu sehen.

Hier einige O-Töne von Kindern aus der 4b: Julia Warnke schreibt: „Wir haben uns bei den Michelbildern gedacht, das wir den Flutopfern etwas spenden wollen. Bei meinen drei Michelbildern habe ich mir große Gedanken gemacht um die Flutopfer wie sie leiden. Das Möwenbild soll ihnen zeigen, das jeder für sie kämpft. Die Herzen stehen für großes Mitgefühl. Die Engel beschützen die Flutopfer. Wir hoffen alle, dass die Bilder viel Geld einnehmen, damit sie mehr Glück haben. Wir denken alle an sie.“

Christian Wiese schreibt: „In der Schule arbeiteten wir an einem Michelbild, dass verschiedene Muster annehmen sollte. Zuerst schreiben wir die Muster an die Tafel. Wir überlegten haar-scharf und malten die gewählten Muster hinein. Ein Michelbild ist ein auf Papier gezeichneter Michelturm.“

Denise Rosenow schreibt: „Wir haben uns bei den Michelbildern gedacht, dass wir den Flutopfern etwas spenden wollen. Ich habe mir bei meinen Bildern viele Hoffnungen gemacht, wie die Flutopfer leiden müssen bei den Filmen wie die Katastrophen geschehen sind kamen mir die Tränen. Wir wollten den Flutopfern helfen.“

Die Motive sind zahlreich und äußerst kreativ: sie reichen von dem HSV Michel über den mit den Engeln oder dem Michel als Hamburger Stadtplan. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei und unser Hamburger Wahrzeichen wird noch schöner als es in Natura schon ist.
Jede der Postkarten kann für 2 Euro im Schulbüro erworben werden. Es wäre eine schöne Geste im Stadtteil, wenn sich viele Stellen melden würden, um durch den Verkauf diese Aktion zu unterstützen. Es gibt hier eine Reihe von Gewerbetreibenden und viele ansässige Einrichtungen, die den Verkauf unterstützen könnten. Daraus könnte eine im Stadtteil verankerte Aktion entstehen. Es liegt in der Natur der Sache, dass dies nicht allein aus der Schule heraus zu leisten ist.
Wenn Sie, liebe Leser, Unterstützung anbieten wollen, so wenden Sie sich direkt an das Schulbüro unter der Nummer 20 94 753.
Mit jeder verkauften Postkarte wird das Engagement der Kinder belohnt und die Summe für die Tsunamiopfer erhöht!

Unter dem Eindruck der Tsunami Flutkatastrophe entstand die Idee zu einer weiteren besonderen Spendenaktion. Auch in der Klasse 2b waren die Kinder der Schule von der Tsunami-Katastrophe in Südostasien sehr betroffen: dort sammelten die Kinder fast 300 Euro für die Opfer, ein großer Teil davon kam aus ihrem eigenen Taschengeld.
P. Steinborn

Habt Ihr mal auf dem Atlas nachgesehen, wie viele Länder um den Golf von Bengalen liegen und von dieser Flut betroffen waren? Und bis zu welchem anderen Kontinent die Welle gerast ist? Die BaSta-Redaktion freut sich über Zuschriften, wenn ihr darüber etwas zu erzählen wisst.



Mädchen ROCKEN Barmbek


Das 1. Hamburger Mädchenband Festival am 16.04.05 auf Kampnagel war ein voller Erfolg.
Eine Kooperationsveranstaltung von Kulturhaus Dehnhaide, KiFaZ Barmbek-Süd, Lass' 1000 Steine rollen/Trockendock und Kampnagel Hamburg.
Sieben Bands, deren Musikerinnen zwischen 14 und 24 Jahre alt waren brachten die Kampnagel Music Hall zum Kochen. Das Festival zeigte wie viel Power und Talent in der weiblichen Musikszene Hamburgs brodelt. Musikalisch blühte eine prachtvolle Vielfalt zwischen Dark Rock, HipHop, Soul, R&B,

Auf der Bühne standen die Bands Champain, Naked Yoga, Sunset, Linda + Ramona, IMD, Nothingness und Khyma. Das Publikum war bunt gemischt, über den Abend verteilt tummelten sich 380 Kinder, Jugendliche und Erwachsene begeistert vor der Bühne.
Mit der Veranstaltung ist es uns gelungen Öffentlichkeit für junge Musikerinnen zu schaffen jenseits gängiger Rollenklischees und kommerzieller Vermarktungstrategien. Das Festival hat Mädchen und junge Frauen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Musikrichtungen zusammengebracht, förderte deren Austausch und die Schaffung von Netzwerken. Eine Band-Börse mit den Rubriken Suche/n und Biete/n wurde von vielen während des Konzerts genutzt um Kontakte auf zubauen. Vielleicht hat es auch Zuschauerinnen motiviert selbst Musik zu machen.

Proberäume stehen im Trockendock in der Elsastr. 41 und im Haus der Jugend Flachsland in der Bramfelderstraße 9 günstig zur Verfügung.

Wir bedanken uns bei den GeldgeberInnen, gefördert wurden wir durch die Kulturbehörde der Freie und Hansestadt Hamburg und dem Bezirksamt Nord, ohne deren finanzielle Hilfe diese Veranstaltung nicht hätte stattfinden können.
Nicole Jäger, KiFaZ Barmbek-Süd



Lass' 1000 Steine rollen! - Trockendock

Das Trockendock stellte uns sein Konzept zur Verfügung, aus dem wir Auszüge zitieren:

Das Projekt Lass 1000 Steine rollen! wird vom Jugendmusikzentrum Trockendock betrieben und bietet jugendspezifische Angebote im Bereich der Freizeitaktivität, Beratung und Suchtprävention.
Jugendlichen im Alter von 12 - 25 Jahren werden alkohol- und drogenfreie Erfahrungsräume und Erlebnismöglichkeiten rund um die Musik bereitgestellt. Unser Angebot richtet sich insbesondere an suchtgefährdete und benachteiligte Jugendliche.
Bei der Vergabe von Musikunterrichtsplätzen und Proberaumzeiten haben Jugendliche aus Wohngruppen, Suchttherapien und therapeutischen Einrichtungen Vorrang. Wir bieten den Jugendlichen:

  • Beratung und Einzelfallhilfe durch pädagogische Fachkräfte
  • Musikunterricht und die Möglichkeit, sich zu Bands zusammenfinden
  • Proberäume für bestehende Jugendbands
  • Offene Angeb. wie Breakdance+ freestyle Rap w Gruppenangebote wie z.B. den Pop Chor
  • Spezifische Mädchenangebote
  • Workshops in den Bereichen Musik und Tanz
  • Veranstaltungen im Bereich Suchtprävention
  • Konzertveranstaltungen etc.

Es besteht auch die Möglichkeit, selbst Angebote zu initiieren oder einfach die Freizeit im alkohol? und drogenfreien Cafe' zu verbringen.
Die Jugendlichen werden in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung unterstützt. Die Förderung von Kritik? und Auseinandersetzungsfähigkeit sowie der Eigeninitiative sind wichtiger Bestandteil des Projektes.
Das Selbstbewusstsein und die Selbsthilfepotentiale der Jugendlichen, gerade in der Auseinandersetzung mit dem Thema Alkohol und Drogen, werden gestärkt. Nicht zuletzt tragen die Begegnungen und Auseinandersetzung der Jugendlichen untereinander mit ihren unterschiedlichsten Erfahrungshintergründen und jugendkulturellen Gruppenzugehörigkeiten dazu bei.

Durch unser Angebot wird eine überdurchschnittlich suchtgefährdete Klientel erreicht. Die Jugendlichen und Heranwachsenden machen in unserem Projekt die Erfahrung, sich, entgegen allen gängigen Klischees, im nüchternen Zustand musikalisch erheblich schneller weiterzuentwickeln.
Diese Erfahrung machen sie nicht nur auf musikalischer, sondern auch auf der sozialen Ebene im Zusammenwirken innerhalb der Band und darüber hinaus. Die Konzeption von Lass'' 1000 Steine rollen! - Trockendock ist einzigartig in Hamburg und erreichte im Jahre 2003 wöchentlich über 500 Jugendliche.


Einweihung der neuen Räume

Im September 2003 mussten das Trockendock und die Beratungsstelle Kompass ihr vorheriges Gebäude in der Spohrstraße verlassen, weil es abgerissen wurde (BaSta berichtete).
Die Fertigstellung des geplanten Neubaus in der Elsastraße 41 am Adolph-Schönfelder-Park ließ auf sich warten, vorübergehend mussten Ersatzräume in anderen Stadtteilen genutzt werden, doch seit März befinden sich die beiden Einrichtungen im neuen Haus und verfügen über eine Fläche von 950 qm. Eine große Eröffnungsfeier ist für Mitte Juni geplant, doch genutzt werden die neuen Räume bereits von den Jugendlichen.
Ein dicker Wermutstropfen trübt die Freude über den Umzug: die Behörde für Soziales und Familie hat für die weitere Arbeit die Mittel für Personalkosten um 20 % gekürzt. Die 8 MitarbeiterInnen wollen ein Team bleiben und fangen dies durch Stundenreduzierungen auf: das Trockendock bleibt künftig Montags geschlossen.
Die Öffnungszeiten sind:
Di - Do 15.00 - 22.00 Uhr, Fr 15.00 - 18.00 Uhr
Tel. 27 38 77
Homepage: www.trockendock-hamburg.de

ed



Geburtstagsgäste

Als wir Claras 4. Geburtstag planten, fragte ich sie, wen sie denn einladen wollte. "Also Daniel, Vanessa, Aurelia und Tim auf jeden Fall", kam es wie aus der Pistole geschossen. Und dann noch Lucas, Ronja…" - "Stopp, stopp", bremste ich sie und sah im Geiste schon die gesamte Kindergartengruppe unsere Wohnung verwüsten, "das wird zu viel. Für jedes Lebensjahr ein Kind." - "Also vier", konstatierte sie korrekt. Und dann nach einer Pause: "das wird schwierig."

Und es wurde schwierig. Es folgten Wochen der Unschlüssigkeit über die Zusammensetzung der Gäste. "Also Tim lade ich nicht ein, der ist nicht mein Freund", meinte meine Tochter schon bald und schilderte empört, wie der Junge sie vom Klettergerüst geschubst hatte. So einer kann unmöglich dem höchsten Feiertag im Jahr eines Kindes beiwohnen.

Ok., vielleicht näherten wir uns also im Aus-schlussverfahren dem erlesenen Kreis der Vier. Dass sich in den nächsten Tagen allerdings auch Vanessa und Aurelia als Gäste disqualifizierten, weil die eine die Legosteine weggenommen hatte und die andere Claras Zöpfe doof fand, reduzierte den Kreis erheblich. Blieben noch Daniel, Lucas und Ronja. Aber auch diese Kindergarten-Freunde waren bald keine mehr, weil sie beim Versteckspiel verraten hatten, dass Clara sich in der Baumhöhle verborgen hielt. Dafür kam Tim nun doch wieder in Betracht, weil er Clara verteidigt hatte, als man sie für gar nicht begangene Taten anklagte.

So ging es noch eine ganze Weile, bis ich auf eine endgültige Entscheidung drängte, da nun die Einladungskarten verteilt werden sollten. Endlich entschied sie sich für Daniel, Vanessa, Aurelia und Ronja.
Kurz vor dem Tag X rief ich noch einmal die Eltern an, um den Abholtermin festzuklopfen. Schließlich sollten die Kinder zum ersten Mal ohne die "Alten" feiern. Dabei fragte mich die Mutter von Vanessa unterkühlt, ob ihre Tochter wirklich als eingeladen gelte. "Wieso?" fragte ich verwundert. "Na ja, Clara hat meiner Tochter heute gesagt, sie wolle doch nicht, dass sie zu ihrem Geburtstag komme, weil sie gemein sei." Oh launenhafte Clara! Ich versuchte ihr klar zu machen, dass man Leute nicht heute ein- und morgen ausladen könne, nur weil mal gewisse Differenzen aufkeimten. So richtig sah sie es allerdings nicht ein, weil doch die akute Differenz darin bestand, dass Vanessa sie mit Fingerfarbe beschmiert hatte.
Der Geburtstag kam und mit ihm die vorgesehenen Gäste. Hatte ich vorher noch Sorgen, so waren sie spätestens nach einer Stunde wie weggewischt.

Formvollendet bot meine Vierjährige den Kindern Kuchen und Getränke an, animierte sie zu Spielen, tröstete die Verlierer, verabschiedete die Gabenbringer großherzig mit den Worten "ihr könnt gerne mal wieder Geschenke mitbringen."
Doch dann fragte sie mich sorgenvoll, ob man denn nur einmal Geburtstag habe. Als ich ihr beruhigend versicherte, dass man jedes Jahr den Tag seiner Geburt feiere, verwickelte sie mich in einen religiösen Diskurs: "Werde ich denn noch mal geboren?"
Claudia Falk



Die Kreuzkirche wird das neue Zentrum der Kirchengemeinde Alt-Barmbek

Nach der Schließung der Bugenhagenkirche und der Heiligengeistkirche im Sommer des letzten Jahres ist die Kreuzkirche zum neuen Zentrum der Kirchengemeinde Alt-Barmbek geworden. Geplant ist, dass mittelfristig alle Gemeindeaktivitäten an diesem Ort konzentriert werden. Leider reicht der Platz in den jetzt vorhandenen kirchlichen Gebäuden nicht aus, um die vielen verschiedenen Gruppen aus den Bezirken Bugenhagenkirche und Heiligengeistkirche dort in der Wohldorfer Straße unterzubringen.

Der Kirchenvorstand hat sich in den vergangenen Monaten intensiv mit dieser Raumfrage beschäftigt und plant, die Kreuzkirche mit einem Anbau zu versehen, in dem alle Gruppen eine neue Heimat finden können. Ein großer Saal für größere Veranstaltungen und verschiedene kleiner Gruppenräume sind vorgesehen, auch das Kirchenbüro und eine kleines Café sind in der Planung des Anbaus enthalten. Die Kirchengemeinde Alt-Barmbek möchte mit dem Anbau, den verschieden Räumen und dem Café, welches für alle Besucher und Gäste geöffnet sein soll, auch die Lebendigkeit des Stadtteils stärken.

In den vergangenen Jahren ist hier an der Wohldorfer Straße ja ein sehr vielseitiges kulturelles Zentrum für den Stadtteil Barmbek-Süd gewachsen. Die verschiedensten Einrichtungen mit unterschiedlichen ihren Angeboten für die Menschen aus dem Stadtteil liegen hier unmittelbar nebeneinander, die öffentliche Bücherhalle, das Kulturhaus und die Seniorentagesstätte der Arbeiterwohlfahrt unter einem Dach, daneben das Kinder- und Familienzentrum, gegenüber die Kreuzkirche mit ihren Gebäuden und Angeboten, und jetzt ist auch noch der neu gestaltete Marktplatz dazugekommen. Es hat sich viel in Barmbek-Süd getan.

Der geplanten Kreuzkirchenanbau mit seinen Räumlichkeiten wird nach seiner Fertigstellung sicher auch für manche nichtkirchliche Aktivitäten und Veranstaltungen aus dem Stadtteil zur Verfügung stehen, so dass die kulturelle Arbeit der verschiedenen Institutionen dann durch die neu gebauten Räume noch weiter gefördert werden kann. Mit dem Anbau kommt der Kirchenvorstand seinem selbst formulierten Ziel nahe, Kirche im Stadtteil und Kirche für alle Menschen im Stadtteil zu sein.
Pastor W. Günther


Neu in Barmbek-Süd: Anskar-Kirche Hamburg-Mitte

Seit einigen Monaten ist es auf dem Gelände eines ehemaligen Teppichgroßhandels in der Vogelweide 10 lebendig geworden. Die bisher auf dem Gelände des Hamburger Großmarktes in der Lippeltstraße angesiedelte evangelische Freikirche ist hier eingezogen.
Damit steht den Bewohnerinnen und Bewohnern unseres Stadtteils ein weiteres Angebot an Gottesdiensten, Seelsorge- und Sozialarbeit zur Verfügung.

Derzeit finden intensive Umbauarbeiten in dem Gebäude statt, um den ca. 300 Gemeindemitgliedern und Gästen geeignete Räume für Gottesdienste, Gruppen- und Kinderarbeit sowie Gespräche anbieten zu können. Auch während der Umbauphase finden sonntags um 10 und 19 Uhr Gottesdienste in einem provisorischen Gemeindesaal statt (morgens mit Kindergottesdienst).
Weitere Schwerpunkte der Gemeindearbeit sind die Arbeit mit Kindern von 6-11 Jahren (Pfadfinderarbeit ‚Royal Rangers' - Stammtreff mittwochs um 17 Uhr), die Suchtberatung (montags um 19:30 Uhr), die ‚Spätlese' (eine Seniorenarbeit für alle, die über 60 sind) und die Durchführung von Grundkursen zum Kennenlernen des Glaubens (nächster Kurs vom 25.-27. Februar 2005).

Die Anskar-Kirche Hamburg-Mitte freut sich, wenn ihre Angebote auch von Bewohnerinnen und Bewohnern des Stadtteils Barmbek genutzt werden. Die derzeitige Umbauphase wird voraussichtlich im Herbst dieses Jahres beendet sein. Zu dem großen Einweihungsfest des neuen Gemeindezentrums sollen auch die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils eingeladen werden.
Für weitere Informationen steht das Gemeindebüro der Anskar-Kirche Hamburg-Mitte gerne zur Verfügung. Die Bürozeiten sind Montag bis Freitag von 10-13 und 14-17 Uhr.

Kontakt:
Anskar-Kirche Hamburg-Mitte
Vogelweide 10
22081 Hamburg
Tel.: 040/320 24-0, Fax: 040/320 24-290
Email: anskar@t-online.de
Internet : www.anskar-hamburg.de

Eine Freikirche ist eine Kirche, die sich ausschließlich aus freiwilligen Spenden ihrer Mitglieder finanziert. Sie ist unabhängig vom Staat. Weltweit gibt es wesentlich mehr Freikirchen als Staats- oder Landeskirchen.
In Deutschland sind Freikirchen meist als eingetragene Vereine organisiert. Manche Freikirchen sind - abhängig von Alter und Größe - Körperschaften des öffentlichen Rechts. Die Anskar-Kirche Hamburg-Mitte ist ein eingetragener Verein.


Tag der offenen Tür in der Adolph-Schönfelder-Schule

Dass unsere Kinder eine tolle Schule haben, wissen wir als Eltern schon lange. In Zeiten der Diskussionen über Schulschließungen ist uns bewusst geworden, dass wir uns nicht mehr still darüber freuen sollten, dass unser Stadtteil eine so gute Grundschule hat, sondern dass man das, was man hat, auch gerne zeigen darf.

Das Kollegium der Adolph-Schönfelder-Schule sieht das genauso und deshalb wurden dieses Jahr gleich zwei "Tage der offenen Tür" organisiert: zuerst für die Zweigstelle Käthnerkamp am 27. Januar und dann am 22.Februar in der Zeisigstraße.

Die Vorschule:
Für die "jungen Eltern" war sicherlich der Blick in eine der beiden Vorschulklassen am interessantesten. Hier bereiten zwei Sozialpädagoginnen die fünf- bis sechsjährigen Kinder liebevoll auf das Schulleben vor. Ab dem nächsten Schuljahr (August 2005) wird die Vorschule auch noch verlässlich, d.h. die Kleinen werden an jedem Schultag von 8 bis 13 Uhr lernen und spielen.
Eltern, deren Kinder ab Sommer die erste Klasse besuchen werden, hatten die Möglichkeit, ihre eigenen Schulerfahrungen mit heutigem Unterrichtsgeschehen in der Klasse 1b zu vergleichen.
Sportbegeisterte Eltern konnten Sportunterricht verschiedener Klassenstufen beobachten.

Zusätzliche Angebote:
Unsere Schule bietet neben dem fast schon üblichen Angebot wie Musikraum, Bibliothek und Schulküche auch noch einen gut ausgestatteten Computerraum mit zehn Arbeitsplätzen. Dort wird nicht unbeaufsichtigt "herumgedaddelt", sondern die Kinder lernen den elementaren Umgang mit diesem Medium und können beispielsweise eigene Texte in Form bringen.

Das Schulprogramm unserer Schule betont ganz besonders die sogenannte Steigerung der sozialen Kompetenz ihrer Schüler. Das bedeutet, dass die Kinder von Anfang an lernen, ge-waltfrei und freundlich miteinander umzugehen. Dazu dienen pädagogischen Maßnahmen, wie der Unterricht im Programm "Faustlos" ab Klasse 1 und der Streitschlichterausbildung ab der 3.Klasse.
Zudem setzt die Schule auf viel Bewegung. Dies findet nicht nur in den Pausen auf dem Schulhof mit dem Spielcontainer statt z.Zt. allerdings durch die Bauarbeiten arg begrenzt-, sondern auch im Unterricht, indem ein Bewegungsraum geschaffen wurde, der bei allen Kindern sehr beliebt ist.

Die Schulhofumgestaltung:
Die Einbeziehung aller Schüler und interessierter Eltern in die Vorschlagsphase der Schulhofumgestaltung hat in den Köpfen der Erwachsenen etwas in Bewegung gesetzt. Wir im Elternrat können beobachten, dass sich in der Adolph-Schönfelder-Schule immer mehr Menschen engagieren. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren ist es fast kein Problem mehr, Eltern zur Mithilfe zu bewegen. Was alles so bewegt wird, berichten wir ausführlich in der nächsten BaSta!
Vera Völkl aus dem Elternrat

Elternaktion zur ASS-Schulhofumgestaltung war ein voller Erfolg!

Damit hatte der Elternrat Adolph-Schönfelder-Schule nicht gerechnet: mehr als 30 Eltern und Kinder folgten Aufruf, sich an der Verschönerung des Schulhofgeländes aktiv zu beteiligen.
Bei strahlendem Sonnenschein, aber frostigen Temperaturen wurden unter Anleitung der Garten- und Landschaftsarchitektin Frau Tielemann zahlreiche Büsche und Sträucher im Bereich der Schuthofeinfriedung mit Sscheren und Handsägen auf "Stocklänge" geschnitten. Nur mit Mühe konnte der angefallene Holzschnitt vom Schulhausmeister, Herrn Peters, abgefahren werden.
Zur Belohnung gab es anschließend eine wärmende Suppe und ein Heißgetränk und zum Abschluss für Kinder und Eltern eine "motorisierte" Schlittenfahrt auf der Schulwiese. Und weil der Spaßfaktor bei dieser Elternaktion sehr hoch war, ist auch schon der nächste Termin geplant: Im Mai sollen die im Rahmen der Schulhofumgestattung wieder verwendeten alten Spielgeräte einen neuen Anstrich bekommen.



Dütt un datt op Platt
Erbauliches von Helga Kelling

Bi Mudders smeckt datt anners.

Hallo, Swiegermüdders!
Hebbt Ji datt ok jümmers,
datt de vullwussen Söhn Juch froogt:
„Wie mookst du dien Kantüffelsalot?
Mien Fru kanners.
Smeckt aber anners!
Irgendwatt fehlt door an!
Woveel Löpels Essig mutt door an?“

Denn kumm ick bannig inne Kniep
watt ick op de anner Siet
nie nich datt affmeten do!
Een, twee Schuss doorto,
probeern – fehlt noch Solt un Zucker,
denn is datt in „Butter“!
Böten Peper över wech.
De Schü is trecht.

Aber bi datt verkloorn
is datt man bloot halv worrn!
Heff to veel gammelt
un de twee Eier verdammelt!
De mildert datt son böten.
(Mutt man eenfach versöken)
Bi de „Ferndiaknose“ kööm datt ruut,
aber denn wär de Soss no sien Snuut.

„Nu de fein sneden Kantüffel rin un annern Morgen
föör brunen Speck un brune Zippeln sorgen.
Bi datt Utbraten bruukt man Geduld.
Wenn datt nicks ward, bünn ick nich schuld!
Goldbruun mööt Speck un Zippeln sien!
Datt mutts weten!
Allens inröhrn un denn kanns datt eten.“

Will een vun de Lesers datt mal probeern?
Bruukt Ji bloot mien Riemel studeern!

In´n Internet.

Boris is „drin“ un is bannig froh,
aber ick bünn woll to dumm dorto ?
Datt Chatten deiht all klappen!
Egentlich ist datt Mist!
Wo datt anne Stripp veel eenfacher is!

Datt Sabbeln geiht bi mi fixer, as Chatteln!
Good, wenn de Anner nich door
kumms dormit beter kloor
So’n E-Mail kanns ok övernacht schicken
ohn emm dorch datt Bimmeln to „beglücken“.

So’n SMS op d´ Handy is sowieso „trendy“
un piept bloot eenmol un nich luut.
(Denn kricht de anner nich de Wut !)
Ward datt gewohr, wenn he kümmt no Huus
oder slöppt wieder,
ohn datt emm watt in d´Ohr bruust.

Heff ick ´n E-Mail, wenn ick denn PC mook an,
denn duert datt bi mi noch lang!
Bitt ick allens richtig anklick heff
is de Info old un....west!!

“Sie haben Post”, seggt de PC
un bitt ick heff denn richtigen „Dreh“,
bimmelt bi mi datt Telefon!
(Datt ick ´n Döskopp bün, weet alle Mann schon!)
De Klingelkasten hett mi een Noricht gewen
un so geiht mi datt eben;
üm to löschen de Wöör,
heff ick denn datt Malheur!

“Watt mook ick nu?” Heff ick mi verfohrt.
Keen een hett mi nu datt verkloort!
Watt nützt mi dat Internet,
wenn ick noch gorkeen Ahnung heff!!

Ditt heff ick funn´n un in datt Plattdütsche brocht:
Politik good verkloort

De lütte Söhn kööm to sien Vadder un froogt emm, watt he emm woll verklummfiedeln kunn, watt Politik is. De Vadder sä: „ Jo mien Jung, datt kann ick di vertellen. Ton Bispill uns Familje. Ick bring datt Geld no Huus, also bünn ick de Kapitalismus.
Die Modder passt op datt Geld op, also is se de Regierung. Wi beid hööd un pleegt di, also büst du datt Volk. Uns Mamsell is de Arbeiterklasse und dien lütten Broder is de Tokunft. Hess datt verstohn?“
De Söhn is sick nich ganz seker. He müch datt ersmol överslopen.
Meern inne Nacht wookt he op, weil sien Broder blarrt, watt he inne Windeln mookt hett.
He steiht op un geiht inne Sloopstuv to sien Modder. Aber de gnarrt, datt he man to de Mamsell slarpen schull. He geiht no de Mamsell und find sien Vadder bi eer inne Puuch. He kloppt düchtig anne Döör, aber de beiden röögt sick nich. So geiht he wedder to Bett und slöppt wieder.
Annern Dag froogt Vadder emm, ob he datt nu begrepen hett, watt datt mit de Politik op sick hett un ob he datt mit sien egen Wöör verkloorn kunn.
De Söhn anter:“Jo, datt kann ick. De Kapitalismus schänn’t de Arbeiterklass wieldess de Regierung slöppt. Datt Volk ward gornich anhöört un de Tokunft liggt vull inne Schiet.“


Grootmodders fröher....!

Keen kennt noch de Grootmodder
in schlohwittet Haar
mit eer Knüttüch in´n Lehnstohl?
Se wär jümmers door!
Een Wulldeck op de Knee nickte se geern mal in.
Un kööm blarrend de Enkelsöhn rin,
tröck se denn Lütten gau op denn Schoot.
Mit „heile, heile Segen“ wär allens wedder good.

Se vertellte de Märken so wunnerschön!
Doorbi harr se in eer Muul keen eenzigen Teen!
Datt hett uns Kinner nie nich stört.
Hauptsook, wi hebbt Geschichten hört.
Denn Rüch all krumm un Rheuma inne Been
güng se kuum ruut! Wi wärn nie nich alleen!

Datt wär för uns Kinner een feinet Lewen!
Wo is de ole Tied bloot bleben??
An Sünndag, to Kark, door hett se sick fein mookt
in´n wullenen Mantel un op denn Kopp eern Hoot.
Üm denn Hals Bernstein-Getütel.
Een Groschen mit för denn Klingelbütel.

Op denn Trüchwech kregen wi ‘n Lolli inne Hand.
Doorför hett de Rent grood noch langt!
Sick sülben hett se gornicks günnt!
So, as Grootmodders nu mal sünd!
Wi wärn doormit jüst tofreden
un hebbt uns wünscht,
datt se lang deiht leben!!

Datt ´s ok watt för Omas

An´n 6. Januoor heff ick mien letzten Wiehnachsmann denn Kopp affbeten. Ick harr son Jieper op watt Sötes. Ünner sien Fööd stünn:”Gefüllter Vollmilch-Schokoladenhohlkörper mit reichhaltiger Milchfüllung:” Ick dacht, wo hebbt se datt denn mookt? Ick denn dormit ganz sinnig över datt Spöölbecken, wenn door Melk rutlöppt? Nee, lööp aber nix. Binnen wär son twete Schicht witten Kroom. (Wär Kinnerschokolad!) De Melk wär sünst jo ok suer worrn!
Poor Stücken sünd glieks affbroken un in denn Wiehnachsmann sien Buuk land. Denn Rest harr ick op mien Kledaasch! Ick heff de Stückens all wedder tohoop kleit un denn wegneiht. Hett good smeckt!
Tschä, Kinnerschokolad is ok watt för uns Olen! Weet Ji worüm? De is nich so hart un datt Freet-warktüüg schafft datt ohn datt datt twei geiht!!!

Grootmodder hüüt

Woneem is de Grootmodder ut de Ole Tied?
De levt jüst anners hüüt!
Datt Haar tönt un duerwellt!
Märken ward nich mehr vertellt!
Se sitt nich in´n Lehnstohl un kromt nich
in eern Backbeernmus.
Se is sowieso kuum noch to Huus.

Se höllt veel vun Mode, ob kott oder lang.
De hütige Omi is vorr gornix bang!
Se kajolt dorch de Gegend mit eern PKW
männigmal sogor bi Is un Snee!
Se reist in’t Utland jümmers wedder
un tröckt ‘n Rock an ut Nappaledder.

In Omis Muul, door fehlt keen Teen!
Mit eer „dritten“ is se hüüt noch schöön!
Se geiht to’n Danzen un in ´n Fitness-Center
un weet genau woans an´n PC datt Enter!
So sünd uns Omis hüüt ganz modern.
Wi wüllt uns doröver ok nich besweern.

Se sorgt sick noch jümmers
üm eer Familjenleven,
denn datt Hart von so’n Oma
is datt sülbige bleben!
Statt Märken vertellen, kiekt se Foodball mit an
un schreet bi ‘n Tor, so luut, as een Mann.
So is se jümmers meernmang!
Un stellt juch vorr ....! Se is nie nich krank !!

Sommer 2004: Datt heff ick würklich belevt

Mien Jung harr sick een swatte Murerbütt kofft, doormit he jümmers warmet Woter ton Waschen in´n Gorden hett. De Sünn mookt datt. Ick wär bi datt Rasenmeihn. Nu güng datt bargan. Ich heff een mit ‘n Gangschaltung. Geiht fein! Trüchwards; Gang ruut un rullen loten!

Ick lööp ok trüchwards. Heff anne Bütt nich mehr dacht un ....bumms seet ick mit mien Achtersteven inne Tünn! Samt Klamotten in datt, ton Glück, warme Woter! De Been noch buten hüng ick, as son Käfer
op ‘n Rüch, in de Bütt. De Meiher rull op mi to, denn Griff harr ick vorr mien Näs! So kööm ick door nich ruut! Röppst üm Hölp? De Nahber wär jo door. Wär bloot de Heck doortwischen. Nee, datt deihst nich, dach ick. De Meiher mutt ersmal vorr dien Näs wech! Also een Pedd mit denn Food gegen denn Grasfangkorf! De sprüng aff un watt de Motor jo noch lööp, is mi datt Gras inne Snuut flogen! Nu, wär ick ünnen natt un boben gröön!!

As ick mi mit grote Möh door ruutwoddelt harr, dach ick man bloot „watt `n Glück, datt datt keen een sehn hett!“ Ick heff datt loter doch mien Nahber vertellt. He hett düchtig lacht un hett seggt: „Worüm hess mi nich ropen? Ick harr di rutholpen un gau ‘n Bild mookt!” Süh, datt heff ick nu groot nich wullt!!

Denn... keen denn Schaden hett, bruukt föör denn Spott nich sorgen!


Hi Erdlinge,

Ich habe in der letzten Zeit mal ein paar Versprecher gesammelt.
Eine mir nahe stehende Person sagte kürzlich: "Diese Digitalcamera ist bestimmt ganz gut, weil sie ist von Menorca."
Ich entgegnete dann nur sehr ruhig:" Du meinst bestimmt von Minolta". Sie dann: "ja genau..."
Wenig später erwähnte sie, dass sie drauf und dran war kein Bier mehr von Warsteiner kaufen zu wollen, weil die doch bei den "Science Fiction" sind. Ich entgegnete dann, dass das Gerücht, Warsteiner wäre von den "Scientologen", sich nicht als Wahrheit herausgestellt hätte.

Meine dänischen Freunde sorgen auch für sehr merkwürdige Versprecher.
Er: "Das ist garantiert richtig, da kannst Du von rausgehen!" oder der andere: "Wir sind so unterschiedlich wie Nacht und Nebel." Noch ein anderer:" Da gab es Freibier und das sogar umsonst".
Dass der Oberkörper von mir aus Versehen zum Überkörper wurde und das "Haus mit Musik im Stadtpark" zum Waldhaus Lanter wurde, ist dann im Preis mit drin.
Wenn sie gleich viel Bier trinken, weil sie immer zusammen 2 neue bestellen, streiten sie sich doch gern hinterher darum, wer mehr Bier getrunken hat und deswegen mehr bezahlen muss.
Der letzte Spruch, nachdem der eine Däne mir zeigen wollte wie man in Dänemark die Frauen "anmacht".
Er sagte: "Na Schnuckie, wie heißt Du denn?"
Superoriginell! Da war ich echt baff...
Später sah er dann eine echt Hübsche allein am Tisch sitzen. Mehrmals wies er mich daraufhin und meinte er müsse unbedingt dahingehen und mit Ihr ein schönes "Abschiedsgespräch" haben.
Hm, ich wies in darauf hin, dass dies das Mädchen sei, dass er so "cool" angesprochen hatte und sie gerade, weil viel gearbeitet in der Bar, ne Pizza möglichst abseits isst, weil sie wohl nicht gestört werden will.
Mit einem breiten Grinsen stand er dann im Eingang und verabschiedete sich mehrmals von allen.

Ihr Erdlinge seid sonderbar. Tschüß!
Euer Kellalien



Mitgefischt oder: Fisch für die Katze

Urlaube in kleinen spanischen Fischerdörfern ohne Animationsclub, Swimmingpool und Vergnügungspark können für kids schon öde sein. Oder aber ihre Beobachtungsgabe schärfen, ihre Aufmerksamkeit auf Dinge des ursprünglichen, natürlichen Lebens lenken.

Mein Freund und ich saßen gemütlich in einem idyllischen Restaurant in der Bucht von „El Cotillo“, einem Geheimtipp-garantiert-kaum-Touris-Urlaubsort auf Fuerteventura (was er jetzt wohl die jetzt die längste Zeit gewesen ist) und genossen ausgiebig unser Meeresfrüchte-Mittagsmahl. Clara war hingegen schnell fertig mit ihren Pommes und fand besinnliches Blicken aufs Meer zu wenig actionreich.
Also freundete sie sich zunächst mit der herumstreunenden Katze an und dann mit einem Angler, der einige Meter vor uns am Quai saß. Ein leicht untersetzter, hungrig blickender Mann, der stoisch immer wieder Köder an seiner Angel befestigte und sie routiniert ins Wasser warf.
Claras Kreise um ihn wurden immer enger, bis sie schließlich neben ihm saß und jeden seiner Handgriffe beobachtete. Ausdauernd. Manchmal schnurrte die Katze mit prüfendem Blick an ihnen vorbei.
Er würdigte beide keines Blickes. War Clara ihm lästig? Ich mobilisierte meine Spanischkenntnisse und fragte ihn. „No, no, esta bien“, murmelte der Einheimische ebenso stoisch, wie er die zerdrückten Weißbrotknödel an den Haken applizierte. Umso besser, dann war ja noch ein Capuccino drin.

Plötzlich kam Bewegung ins Geschehen – die Angel zuckte, der gut genährte Einheimische holte die Beute ein – ein mickriges Exemplar von Fisch. Doch wo war der Eimer zur Aroma erhaltenden feuchten Aufbewahrung? fragte sich der Laie und wunderte sich: Herzlos steckte der pescador den noch zappelnden Fisch in eine Plastiktüte und warf sie – unverknotet – ein paar Meter von sich entfernt auf den Asphalt.
Clara – das konnte ich von meinem Cappuchino-Genuss-Platz aus genau sehen – redete auf ihn ein. Ohne Resonanz. Ja, nun weiß ich es auch: zu einer guten Urlaubsvorbereitung gehört auch, der Vierjährigen ein paar spanische Vokabeln aus der Welt der Fischer und Jäger beizubringen. Ich fand’s jedenfalls auch empörend, das noch lebende Schuppentier aufs Trockene zu setzen.

Als sich die Plastiktüte zappelnd wegbewegte, sprang Clara auf, fasste eine Ecke an, lugte hinein und schrak wieder zurück. Schon war auch die Katze mit ihrem untrüglichen Instinkt für Leckereien zur Stelle. Sie stupste die Tüte an: Ein letztes Mal bäumte sich das Tier in seiner Plastikumhüllung auf und blieb dann liegen.
Längst hatte sich Clara mit der Katze verbündet. Zwar antwortete sie auch nicht, als Clara mit ihr sprach, aber von unserer Nachbarin zu Hause wusste sie, dass Katzen Fische köstlich finden. Sie ergriff mutig die Tüte, kippte den Fisch aus und schob den matten Gesellen mit dem Fuß vor die Pfoten. Miezi ließ sich nicht lange bitten und verschlang den halbtoten Fisch gierig an Ort und Stelle.
Ohne sich noch einmal nach dem Angler umzusehen, setzte sich Clara rasch zu uns unter einen tief geneigten Sonnenschirm und wartete lammfromm, bis wir das Essen und den Capuccino bezahlt hatten.
Claudia Falk



Rezepte

Makrelen-Dip
Zutaten:
Ca. 500g geräucherte Makrele
1 Frischkäse (z.B. Philadelphia)
Klacks Butter
Petersilie
Zitronensaft oder Sherry
Etwas süße Sahne

Zubereitung:
Makrele abpulen, in Stücke schneiden und zum Frischkäse geben.
4-5 Esslöffel Sahne hinzugeben, mit Butter, Pfeffer und Petersilie unterrühren, mit Zitronensaft oder Sherry abschmecken.

Bananen-Curry-Dip
Zutaten:
250g Magerquark
½ kleines Glas Mayonaise
1-2 mittelgroße Bananen
Zubereitung:
Bananen musen und mit Quark und Mayo vermengen, alles gut verrühren. Etwas Zucker, Salz und Currypulver nach Geschmack hinzugeben. Der Dip passt auch zu Fondue und Raclette.

Spinat mit Joghurt und Knoblauch
Zutaten:
2 Pakete Blattspinat, gefroren
2-3 Becher Magermilchjoghurt
Knoblauch
Öl, Salz

Zubereitung:
Blattspinat auftauen und ausdrücken, dann in der Pfanne in Öl mit Knoblauch und etwas Salz heiß werden lassen und solange wenden, bis der Spinat ziemlich trocken ist. Anschließend in eine Auflaufform
geben und stehen lassen.

Joghurt mit Knoblauch und etwas Salz abschmecken und über den abgekühlten Spinat schichten. Alles kalt stellen.
Schmeckt gut als Beilage an heißen Sommertagen.

Guten Appetit!

Heidi Seiffert

 




MellDung!

Die kugelsichere Ballistik besagt: Der Ball ist rund, das Spiel hat neunzig Minuten und es gibt nur ein´ Rudi Völler!
Eine Mannschaft besteht aus kurz vor zwölf, zur Trikotierung gehören Stollen ohne Rosinen und das runde Leder gleicht einer rasierten Schwarzbunten frisch vonner ostfriesischen Fettweide; soviel immerhin weiß die Rudimentäre Ballerina.

Der fußzinierte Teilzeittrainer dagegen, der aus familieneigener Talentschmiede den eigens heran gezüchteten nullbeinigen MiniMatthäus auf Grün setzt, hat gezieltere Vorstellungen: Goaldenes Dribblom an der höheren Rasenschule für seinen hausgemachten Shooting-Star!
Allwochenendlich manövriert der Selfmade-Manager seinen spuckefrisierten Sprössling zum Bubibuffen auf taufrische Provinzwiesen. Aus sicherer Entfernung, sozusagen als regieführende Randfigur, dirigiert er dann mit lautstarken Kommandos seinen bettnässenden Tippkicker über den Platz und verbittet sich jeglichen Fehlpass bei Höchststrafe: Stubenarrest plus Ferniverbot.

Oh, Lattenschuss! Verdammt! Der bolzende Bengel würde am liebsten gegen tödlichen Kopfschuss tauschen, muss aber einen (Fall)Rückzieher hinlegen, tappt dabei in die Abseitsfalle und wird, nur foule elf Meter von seinem Coachpotatoepapa entfernt, voll abgerammt vom gegnerischen Zwergwichtel Nummer Zwo, rumsdibums! Ad hoc setzt verbotenes Handspiel ein, die Fäuste fliegen, Fetzen und Milchzähnchen folgen auf dem Fuße. Wie angekni(r)pst stürmen beide Scream-Teams (nur der Torwartet! Worauf denn bloß?!) aufeinander los und prügeln sich windelweicher als gehabt! Rote Karte für alle spendiert der Schieri, kick over, finito statt Finale!

Na, Vadder Aballam, das sind ja fäntastische Aussichten für rollende AugenTaler in der profitablen Profi(l)Liga für die Schlumpfbrut! Money der Libero steckt jedenfalls mindestens knöcheltief inmitten einer schwersten Identitätskrise, auch wenn die Verbandsliga augenscheinlich gemeistert zu sein scheint (denn Treffer gab´s ja auch genug mitten auf die Elf!). Man sah-nie-Täter, aber Sanitäter…
Mit ligalen Mitteln wird der Beckham-Clown, äh, Klon nun also nicht mehr in der/die Manege treten. Hat sich´s mit Ballhalla! Von allen Sportsgeistern verlassen hockt das heulende Turnväterchen nun unterm vereinseigenen Strammtisch und lässt sich, auf den Spuren von P.Breitner, tüchtig vollaufen.

Völlig struunz und Flasche leer werden neue Träningsmethoden ausballdowert:
Taktisches Tretminentrampeln unter härtesten Bedingungen am Ballaton oder auf den Ballearen? Oder lieber legionäres Straflager mit ausgekugelten Schusstechniken bis zur Vergrasung? Kommt Streit, kommt Rat.
Nach stadionärer Wundbehandlung jedenfalls, ist auch der ramponierte Rasenrambo wieder transportfähig, aber längst nicht platzreif. Er reagiert fortan auf innere Schweinehunde und heranschleichende Muskelkater mit haarsträubenden Wucherungen an den Fußballen und toller Wut. In solchen Fellen rät das ballistische Bundesamt dringlichst davon ab, Sportdrohungen offen auszusprechen, da verballe Auseinandersetzungen die Symptome drastisch verschlimmern könnten.

Im Einzelfall ist es dabei im Endstadion schon zu fußballgroßen Gedächtnislücken gekommen, die kein Netzer mehr flicken kann. Doch bitte keine übereilte Torschusspanik! Seichtes Gehirnjogging und Denksport im Allgemeinen eignen sich hervorragend zur Rehaballitation. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie…
na, wen schon: BallaBalla Malladonna!