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BaSta Nr. 9, Oktober 2005



Redaktionsteam & BeitragsverfasserInnen:

Carsten Müller, Erika Draeger, Helga Kelling, Petra Steinborn, Claudia Falk, Alina Steinborn, Heike Schoof, Ingeborg Ahrens, Dieter Thiele/ Geschichtswerkstatt Barmbek, Medienbüro LogIn, KiFaZ Barmbek Süd, Kulturhaus Dehnhaide, Quartiersbüro Dehnhaide, Thielo Westphal/IG Barmbek Süd, Wohnprojekt Barmbeker Südufer.


V.i.S.d.P.: Medienbüro LogIn/KiFaZ,
Vogelweide 36, 22081 Hamburg,
Tel.: 2000 48 00
eMail: info@medienburo-barmbek.de
Druck: P+N Offsetdruck, Auflage: 3000
Online-Ausgabe: E. Draeger

Inhalt   (online-Ausgabe unbebildert)  

Vorwort
Kurzmeldungen
Neues aus KiFaZ + LogIn
Barmbini - die Kinderseite
Autonärrin oder: Kollisionen
Seniorenspecial: Das Haus am Kanal
Seniorenspecial: Die Kösterstiftung
Seniorenspecial: Technische Hilfen
Seniorenspecial: Beratungen, Adressen
Senioren im Internet
Nachrichten aus dem Quartiersbüro
Wohnprojekt sucht Mitstreiter
Geschichtswerkstatt Barmbek
Dütt un datt op Platt
IG Gewerbe Barmbek Süd
Schule im Quartier
Schultriennale der Fotografie
Haus Dehnhaide / Veranstaltungen
Adressen in und um Barmbek Süd

 

Vorwort

Senioren sind "im Trend", Hamburg besinnt sich immer mehr auf den hohen Anteil seiner Senioren und Seniorinnen und auch wir wollen ihnen heute einen Teil unserer Zeitung widmen.
Die demografische Entwicklung der Bevölkerung mit einem Anteil von beinahe 20% über 65-Jährigen versetzt manchen in Sorge in Hinblick auf die Rentenentwicklung und den Mangel an jüngeren Arbeitskräften, gibt aber auch Anlass zum Nachdenken über bessere Integration älterer Mitmenschen ins gesellschaftliche Leben und mehr Angebote, die ihren Bedürfnissen entsprechen.

Wir haben uns umgesehen im Stadtteil und festgestellt, dass Barmbek einiges zu bieten hat.
Im Juni fand die Dulsberger Seniorenmesse statt, organisiert vom Dulsberger Stadtteilbüro, auf der sich viele Einrichtungen und Dienstleister mit Angeboten für Ältere vorgestellt haben.
Im August zur Aktionswoche "Älter werden in Hamburg" beteiligten sich auch Vereine, Einrichtungen und Initiativen aus Barmbek und Umgebung an den mehr als 280 Veranstaltungen und Schnupperangeboten, die hamburgweit aufmerksam machen sollten auf das große, bereits vorhandene Spektrum. Selbsthilfegruppen und selbst organisierte Senioreninitiativen waren ebenfalls vertreten.
In dieser Ausgabe der BaSta sollen Beratungs- und Wohnangebote sowie Einrichtungen vorgestellt werden, die sich im Stadtteil Barmbek Süd und der näheren Umgebung engagieren. Hinzu kommen einige ergänzende Informationen und Adressen, die für Belange unserer älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger interessant sind.

In der nächsten Ausgabe soll der Bereich Pflege näher dargestellt werden. Sollte dieses Thema für Sie dringend sein und Ihnen ein Internetanschluss zur Verfügung stehen, können wir die Adresse http://www.hilfe-und-pflege-im-alter.de sehr empfehlen.

Doch nicht alle Senioren sind auf Hilfen und Beratungen angewiesen, viele sind höchst aktiv, beraten selber, engagieren sich in Vereinen oder ehrenamtlicher Arbeit - ihr Einsatz ist unverzichtbar für den Stadtteil und für die Gesellschaft in diesem Land.
Die Redakteure der BaSta würde sich freuen über Erfahrensberichte. Schreiben Sie uns! Die Nächste Ausgabe soll im Dezember erscheinen, vielleicht können wir dann Ihren Artikel oder Ihren Leserbrief abdrucken?

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern einen wunderschönen Herbst!
Ihr BaSta-Redaktionsteam



Kurzmeldungen für Barmbek

T.R.U.D.E. jetzt auch als Restaurant

In einem historischen Gebäude der ehemaligen New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie an der Maurienstraße befindet sich jetzt neben dem Museum der Arbeit ein neues Restaurant mit 280 Sitzplätzen. Bei warmem Wetter können die Gäste auch draußen sitzen mit Blick auf den Osterbek-kanal und Taufpatin T.R.U.D.E 1, die größte Schildvortriebsmaschine der Welt, die für den Bau des Elbtunnels eingesetzt und später vom Museum hier aufgestellt wurde.
Es gibt deutsche Küche mit interessanten Gerichten, die für Nordlichter durchaus exotisch wirken. Schmackhaft und zu moderaten Preisen, auch ein preiswerter Mittagstisch wird angeboten. Geöffnet täglich ab 11 Uhr.

Museumsdampfer

Bis Sonntag, 23. Oktober, fährt zwischen Jungfernstieg und Barmbek jeden Samstag, Sonntag und Feiertag die "St. Georg", ein Alsterdampfer mit richtigem Dampfantrieb.
Fahrkarten sind nur an Bord erhältlich. Kosten: Erw. 6,- Euro (5,- EUR für Museumsbesucher), Senioren 4,40 Euro für einfache Fahrt. Fahrpreise für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre fallen auf der Alster-Museumslinie des Vereins Alsterdampfschiffahrt weg. Damit möchte der Verein zur kulturellen Förderung von Kindern in Hamburg beitragen. Die Aktion läuft drei Jahre lang.
Weitere Infos: www.alsterdampfer.de
oder Tel. 792 25 99, auch Reservierungen für Gruppen und Sonderfahrten möglich.

Selber Drucken!

Jeden Montag von 18.00 bis 21.00 Uhr (nicht an Feiertagen) erhalten Besucher/innen des Museums der Arbeit in der Maurienstraße Gelegenheit, sich von ehrenamtlichen Museumsmitarbeitern - „Alten Hasen“ des Graphischen Gewerbes - eine Anleitung zur Herstellung kleiner Drucksachen vermitteln zu lassen. Im Handsatz und Buchdruck und können Sie dann selbständig eigene Projekte erstellen. Anmeldungen sind nicht erforderlich.

Fahndung nach Bankräubern

Am Freitag, den 23. September ist die Hamburger Bank in der Hamburger Straße überfallen worden. Drei Angestellte wollten gerade die Türen schließen und Feierabend machen, als sie von zwei bewaffneten, mit schwarzen Mützen getarnten Tätern zurück in den Schalterraum gedrängt wurden. Einer von ihnen wurde gezwungen, den Tresorraum zu öffnen und dann mit den Kollegen an Stühle und Tische gefesselt.
Nachdem die Täter mit einer Beute von 11.700 Euro entkommen konnten, war es einer der Angestellten gelungen, die Polizei per Handy zu rufen.

Die Ermittler tappen im Dunkeln. Hat jemand etwas beobachtet? Zeugenaussagen nimmt das Landeskriminalamt unter 4286 - 567 89 entgegen.


Kurzmeldungen für Senior/innen:

Broschüre: Wohnen für Behinderte

Die Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen e.V. (LAG) und das Beratungszentrum für technische Hilfen und Wohnraumanpassung/ Barrierefrei Leben e.V. in der Richardstraße (sh. S.12) haben zusammen mit VertreterInnen der Sozialbehörde und Sozialämter der Bezirke die umfangreiche Broschüre „Wege zum barrierefreien Wohnraum in Hamburg“ überarbeitet und neu aufgelegt.
Informiert wird über Möglichkeiten der Beschaffung oder des Umbaus von Wohnraum für Menschen im Rollstuhl und mit anderen Behinderungen. Enthalten sind auch Informationen über Finanzierungswege und eine Umfangreiche Adressenliste aller zuständigen Ämter und Behörden, Beratungsstellen und weitere nützliche Informationsquellen.
Die Broschüre wird in Bezirks- und Ortsämtern auserhältlich sein und kann - auch in größeren Mengen - direkt abgeholt oder gegen Porto bestellt werden bei:

Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft
für behinderte Menschen e.V. (LAG)
Richardstraße 42, 22081 Hamburg
Tel.: 040 - 29 99 56 66, Fax: 040 - 29 36 01
e-mail: post@lagh-hamburg.de
homepage: www.lagh-hamburg.de

VHS-Kurse im Winterhalbjahr

Die ersten Kurse haben bereits im August begonnen, doch in vielen weiteren Angeboten mit späterem Starttermin sind noch Plätze frei.
Das Programm der Hamburger Volkshochschule ist in Buchform in allen Buch- und Zeitschriftenhandlungen oder Bücherhallen zu erwerben, aber auch im Internet abzurufen.
Auch spezielle Kurse für Ältere und SeniorInnen sind wieder dabei, z.B. im Bereich Gesellschaft und Politik sind ebenfalls enthalten.

Einige Beispiele:

  • Handykurs für SeniorInnen
  • Gedächtnistraining mit Spaß und Spiel
  • Schreibworkshop „Meine Geschichten“
  • Stadtexkursionen am Vormittag
  • Gesundheitstraining für Krebsbetroffene
  • Rehasport bei Osteoporose
  • Schnupperkurs Musiktherapie

    Kontakt:
    Hamburger Volkshochschule
    Stadtbereich Nord
    Wiesendamm 22 b, 22305 HH
    Tel: 42832 - 2034, Fax: - 2044
    e-mail: nord@vhs-hamburg.de
    Homepage: www.vhs-hamburg.de

Patiententelefon

Rat und Hilfe für Patientinnen und Patienten - die PatientenInitiative e. V. informiert und berät auch telefonisch, aktiviert zu Selbstbestimmung und Eigeninitiative und trägt mit ihren Projekten zur Qualitätsverbesserung gesundheitlicher Dienstleistungen bei.
Beratungsthemen und Angebote:

  • Patientenrechte , Orientierungshilfe im Hamburger Gesundheitswesen
  • Hilfe, um eine informierte Wahl zu treffen
  • Transparenz im Gesundheitswesen
  • Veranstaltungen, PatientenZeitung und Informationsbroschüren

Die PatientenInitiative e. V. erhält für Ihre allgemeinen Beratungsangebote keine Zuwendungen. In der Beratungsstelle werden Information, Beratung und individuelle Unterstützung in allen Patientenangelegenheiten geboten. Das Angebot richtet sich an vorrangig an Hamburger Bürgerinnen und Bürger, bei Anfragen aus anderen Bundesländern erhalten Sie Hilfe, die richtige Anlaufstelle zu finden.

PatientenInitiative e.V. Hamburg
Moorfuhrtweg 9 e, 22301 Hamburg
Tel. 040/279 64 65, Fax 040/278 777 18
E-Mail: info@patienteninitiative.de
Sprechzeiten: Mo + Do 10 - 12 Uhr, Di + Mi 14 - 16 Uhr
Persönl. Beratungsgespräche telefonisch vereinbaren.

Senioren und Steuern

Die neue Broschüre ist zu beziehen gegen einen frankierten Rückumschlag im DIN A 5-Format (freigemacht mit 1,44 Euro) beim

Bund der Steuerzahler Berlin e. V.,
Lepsiusstr. 110, 12165 Berlin
Homepage: www.steuerzahler-berlin.de


ed



BARMBINI - die Kinderseite

Kinderreporterin Alina:

Liebe Kinder,
viele von euch waren in den Ferien vereist: mit dem Schiff, Flugzeug, Auto, Fahrrad. Viele von euch sind sicher auch zuhause geblieben, aber alle hatten doch Spaß oder? Ich glaube schon! Falls ihr euch dennoch mal langweilt, habe ich ein paar Büchertipps für euch, auch in der Bücherhalle erhältlich:

  • Anne heckt was aus von Frauke Nahrung, ab 8 Jahre, Verlag: Das kunterbunte Nilpferd
  • Briefe einer Lügnerin und ihres Hundes von Gennifer Choldenko, ab 9 Jahre, Altberliner Verlag
  • Zwei Zicken voll verleibt von Hennriette Wich, ab 10 Jahre, Verlag: Klopp
  • Zottelkralle von Corneleia Funke, ab 7 Jahre, Verlag: Dressler
  • La-Ola: die Miniweltmeisterschaft von Herbert Friedmann, Verlag: Keble bei Herder
  • Der weiße Stein von Gummel Linde, ab 10 Jahre, Verlag: Gerstenberg
  • Die Kinder des Dschinn von P.B. Kerr, ab 10 Jahre, Verlag: Oetinger
  • Die wilden Hühner (5 Bücher) von Cornelia Funke, ab 8 Jahre, Verlag: Dressler

Oft gibt es Situationen, in den ihr euch nicht einigen könnt, wer bei einem Spiel anfangen darf oder bei irgendetwas dran ist. Dafür ein paar Abzählreime:

  • Ich und Du, Müllers Kuh, Müllers Esel das bist du.
  • Eins, zwei, drei, Butter in den Brei, Salz auf den Speck und du bist weg.
  • Eins, zwei, drei, alt ist nicht neu, neu ist nicht alt, heiß ist nicht kalt, kalt ist nicht heiß, schwarz ist nicht weiß, hier ist nicht dort, du musst jetzt fort.
  • Ene, bene, subtrahene, divi, davi, domina, ene, bene, bu und raus bist du!
  • Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, eine alte Frau kocht Rüben, eine alte Frau kocht Speck und du bist weg.
  • Hexe Minka, kalter Pinka, Vogel Fu und raus bist du.
  • Ritze, Ratze, Ochsenwagen, der Bauer muss den Ochsen tragen, der Ochs ist eine Kuh und raus bist du.

Nun möchte ich noch ein paar Rätsel stellen:

  • Bin kein Mensch, doch spreche ich. Bunte Federn schmücken mich. Könnt ihr sagen wer ich sei?
  • Er rattert und knattert, er muckelt und zuckelt, fährt runter und rauf, der Bauer sitzt drauf.
  • Wer fängt die Maus mit einem Satze, das ist unsere schlaue...
  • Er hat nur einen Fuß, auf dem er stehen muss. Seine Krone braucht viel Raum das ist ein....
  • Ach, ach, ach. Wer läuft mir immer nach? Ist ein kleiner schwarzer Mann, der ohne mich nicht laufen kann“

Oder wollt ihr es mit ein paar Zungenbrechern versuchen?

  • Blaukraut bleibt Blaukraut und Brautkleid bleibt Brautkleid.
  • Es klapperten die Klapperschlangen bis ihre Klapper schlapper klangen,
  • Schneider schnell die schönen Schnallen an die Schuhe.
  • Guck mal wie der Kuckuck guckt, wenn die Amsel schwuppdiwupp übern Zaun den Kirschkern spuckt.

Bis zum Nächstenmal!
Eure Kinderreporterin Alina Steinborn

Nachahmer gesucht!
Am 28. August 2005 fand zum zweiten Mal in diesem Jahr der große Flohmarkt des Kulturhaus Dehnhaide auf unserem schönen Wochenmarktplatz Vogelweide statt. Kinderreporterin Alina, 11 Jahre hatte diesmal die Idee, sich ehrenamtlich daran zu beteiligen. Am Tag vorher bereitete sie zusammen mit ihrer Schwester Lisann (8 Jahre) viel Teig vor, insgesamt mussten sie 7 x die Zutaten zusammenrühren. Am Sonntag stand sie während des gesamten Flohmarktes von 11-16 Uhr am Waffeleisen, um leckere Waffeln herzustellen. Damit nahm sie ca. 70 Euro ein. Dieses Geld spendete sie dem Kulturhaus. Sie möchte damit den Aufbau der Kinderkultur im Stadtteil unterstützen.
(Die Redaktion)

Der Basteltip: Steine bemalen

An einem der letzten schönen Wochenenden bin ich an der Ostsee gewesen, dort, wo so viele schöne, runde und glatte Steine am Wasser liegen und darauf warten, eingesammelt zu werden.
Das hat mich auf eine Idee gebracht: in dieser BaSta will ich mit euch Steine bemalen!

Zuerst werden die Steine in Seifenwasser mit einer Bürste gesäubert und gut abgetrocknet.
Für die weiteren Arbeitsschritte brauchen wir: einen Tuschkasten oder Plakafarben, Pinsel, Filzstifte, evtl. Klarlack und eine alte Zeitung zum Drunterlegen.

Mit einem Bleistift können die Konturen der späteren Muster oder Motive vorgezeichnet und anschließend mit Pinsel und Farben oder mit bunten Filzstiften ausgefüllt werden.
Die Abbildungen hier sind sind nur kleine Anregungen, die ich für euch herausgesucht habe. Bestimmt habt ihr selber viele tolle Ideen!

Um die Farben anschließend zu schützen, könnt ihr sie nach dem Trocknen mit farblosem Lack überstreichen. Die kleinen Kunstwerke geben gute Briefbeschwerer ab, auch zum Verschenken. Ich wünsche euch viel Freude bei der Herstellung! Eure Bastelhexe



Autonärrin
oder: Kollisionen


Bereits mit zwei Jahren liebte Clara Autos: zunächst ihr Bobby-Car. Damit raste sie in der Wohnung um und an die Ecken, woran heute noch die zerschrammten Türpfosten und Tischbeine erinnern. „Eigentlich schade, dass Kinder noch keine Führerscheine machen dürfen“, seufzte ich ein ums andere Mal und mahnte zur Besonnenheit.
Wenn wir einkaufen gingen, steuerte sie zielsicher die Kaufhäuser an, vor denen kleine Kinder auf Pferden, Booten oder auch Autos durchgerüttelt wurden. Egal, wie eilig wir es hatten, an einer Rüttelrunde ging kein Weg vorbei. (Dabei trieb Clara ihr Gefährt energisch an – und wurde ungeduldig, wenn es weiterhin monoton die immer gleichen langweiligen Schaukelbewegungen vollführte – immer nur hin und her und nie voran.) Als ich einmal kein Kleingeld dabei hatte und der Plastik-Ferrari verstockt stehen blieb, ähnelte sie sehr ihrem Vater: schimpfte mit dem Ding als hätte es ‘ne Seele.

Einmal ging ich mit meiner Dreieinhalbjährigen auf den Dom. (Sie an den Autoscootern zum nächsten Karussell vorbei zu lotsen war schlichtweg nicht möglich.) Spannender, als in einem Feuerwehrwagen mit Glocke am Band im Kreis zu fahren fand sie die „Bumsautos“, die sich gerne mal ineinander verkeilen, weil vor Vergnügen kreischende „Halbstarke“ immer wieder in den Pulk steuerten. Fast wäre sie auf den Parcours gerannt um bei so einem starken Typen einzusteigen. Ich wies zur Abschreckung auf einen kleinen Jungen, der heulend mit seinem Vater aus einem dieser Wagen taumelte. Doch das beeindruckte Clara nicht wesentlich. „Der ist bestimmt nur müde“, erklärte sie und schlug auch meinen Hinweis in den Wind, dass derart gefährliche Fahrten für Dreieinhalbjährige sowieso verboten sind. „Kleine Kinder haben doch auch noch keinen Führerschein“, versuchte ich sie mit einer bemühten Erklärung zu beruhigen. Zwecklos. Heulend stand sie eine halbe Stunde vor der Bude und schrie immer wieder: „Ich kann das, ich kann das!“ Das Feuerwehrauto drehte an diesem Tag ohne Clara seine Runden – die Bumsautos allerdings auch.

Aber sind Kinder wirklich die schlechteren Autofahrer? Neulich beobachteten wir einen Porschefahrer dabei, wie er sich in eine Parklücke mühte und dabei seine Zierbleche am Kantstein wund schabte. Ein Fall für Autonärrin Clara! Der Fahrer gab immer noch keine Ruhe und schaffte es schließlich trotz der etwa drei Meter klaffenden Lücke, mit seinem feinen Flitzer ein Verkehrsschild zu rammen. Aber es war ja nur ein Fußgängerübergangsschild. „Warum macht der das?“ fragte meine Tochter, die den Sachverhalt ernsthaft aufklären wollte. „Ach, der kann nicht Auto fahren“, murmelte ich vor mich hin. Inzwischen war ein weißhaariger Dandy mit Gehstock ausgestiegen. Clara zeigte auf ihn und sagte nicht gerade gedämpft: „Und wieso kann der alte Mann kein Auto fahren, der hat doch schon einen Führerschein?“
Claudia Falk



S E N I O R E N S P E C I A L

Das Haus am Kanal

Es fing an mit einer Tagespflegestation, die neue Räume brauchte.
Der Trägerverein „Alter und Pflege e.V.“ in Dulsberg suchte ein Grundstück im Stadtteil, um ein eigenes Haus zu bauen und verschiedene Angebote unter einem Dach zu vereinen.
Entstanden ist das Haus am Kanal in der Krausestraße, ein bisher bundesweit einmaliges Projekt, unterstützt von der Stadt Hamburg und dem Bundesministerium für Familie und Soziales.

Tagespflege

Im Erdgeschoss befindet sich das feste Angebot der Tagespflege für ältere Menschen, die tagsüber nicht allein sein sollten und Betreuung brauchen. Sie werden am Morgen mit einem Bus abgeholt und am Abend wieder nach Hause gebracht.
Manche sind alleinstehend und haben tagsüber die Gesellschaft, die ihnen zu Hause fehlt. Andere werden von Partnern oder Kindern betreut, die aber auch noch anderen Aufgaben nachgehen müssen und an einigen Tagen der Woche ihre Angehörigen hier gut versorgt wissen.
Der Trägerverein ist Vertragspartner der Pflegekassen und der Behörde für Soziales und Familie, die bei anerkannter Pflegebedürftigkeit einen Teil der Kosten übernehmen.

Kontakt: Alter und Pflege e.V.
Krausestraße 23, 22049 Hamburg
Telefon 63 64 47 33, Herr Sippel: 63 20 15 24
eMail: info@alterundpflege.de
Homepage: www.alterundpflege.de

Wohngemeinschaft

In Kooperation mit dem gemeinnützigen Verein „Hamburger Gesundheitshilfe e.V.“ entstand im ersten Obergeschoss eine Wohngemeinschaft für 7 demenzkranken ältere Menschen aus dem Stadtteil. 6 Frauen und ein Mann leben nun hier, jeweils in eigenen Zimmern mit vertrauten Möbeln.
Ein großer Gemeinschaftsraum wird als Wohn- und Esszimmer von allen genutzt, auch eine Katze gehört zum gemeinsamen Haushalt, die durchaus therapeutische Aufgaben wahrnimmt.
4 Betreuerinnen und verschiedene ehrenamtliche Helfer/innen stehen für die ambulante Versorgung rund um die Uhr zur Verfügung, die enge Zusammenarbeit mit den Angehörigen der Bewohner/innen ist ein Schwerpunkt des Projekts.
Angesichts der steigenden Zahl der Demenz- und Alzheimererkrankungen ein echtes Zukunftsmodell.

Die Hamburger Gesundheitshilfe e.V. hat eine Geschäftsstelle in Dulsberg. Hier können Sie Ansprechpartner finden zu Fragen, die Demenz- oder Alzheimererkrankungen oder Kostenerstattungen für die Unterbringung betreffen, Rat einholen und auch Kontakt zur Angehörigengruppe aufnehmen.

Anschrift:
Hamburger Gesundheitshilfe e.V.
Straßburger Platz 5, 22049 Hamburg
Tel.: 693 10 11, Fax: 693 60 17

Hauptgeschäftsstelle:
Hamburger Gesundheitshilfe e.V.
Wandsbeker Chaussee 8 · 22089 Hamburg
Telefon: 20 98 82 - 0 · Fax: 20 88 03
e-mail: mail@hamburger-gesundheitshilfe.de
Homepage: www.hamburger-gesundheitshilfe.de


Wohnalternative

Im 2. - 4. Obergeschoss haben ältere Menschen zwischen 62 und 84 Jahren für sich eine Alternative zum Alleinleben und -wohnen im Alter realisiert. Auch hier ging es zunächst um ein Angebot für Senior/innen aus dem Stadtteil, doch von der ursprünglich größeren Interessent/innengruppe sind nur wenige dabei geblieben, vielleicht lag es an der langen Planungs- und Wartezeit. Die Gruppe hat sich viele Gedanken um das Wohnen im Alter gemacht, andere, bereits bestehende Projekte besucht und gemeinsam Ziele für das Zusammenleben formuliert.
Über Zeitungsinserate fanden sich aber schnell weitere Interessierte aus Hamburg und Umgebung, seit Anfang 2004 leben 11 alleinstehende Frauen, 4 Männer und ein Paar in selbstbestimmter Hausgemeinschaft nach dem Prinzip der gegenseitigen Hilfe und mit der Möglichkeit, spontane und geplante Unternehmungen mit den Nachbarn zu begehen.
Alle Bewohner haben jeweils eigene, altengerecht geplante Wohnungen, die pro Geschoss an erweiterten Gemeinschaftsfluren liegen - Flächen, die mit Tischen und Stühlen ausgestattet sind und als Treffpunkte dienen für gemeinsames Kartenspielen, Klönen und andere Aktivitäten. Inzwischen gibt es auch einen Computer und mehrere Bewohner/innen nehmen an Kursen teil, um dieses Medium ausgiebig nutzen zu können.

Die Wohnungen sind in zwei Geschossen für Menschen mit niedrigen Renten vorgesehen, die Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein und geförderte Mieten haben (ehem. §5-Schein). In den übrigen Wohnungen liegen die Mieten höher.
Träger und Vermieter des Projekts ist der Verein Alter und Pflege e.V., die Verwaltung wurde von der nahe gelegenen Kösterstiftung übernommen.
Ansprechpartner:
Herr Wieking, Telefon 28 05 81 93

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Die Kösterstiftung

Für Barmbeker/innen, die ihre Selbständigkeit im Alter so lange wie möglich aufrecht erhalten möchten, aber Sicherheit wollen für Zeiten, in denen Hilfe benötigt wird:die Kösterstiftung am Amalie-Dietrich-Stieg / Nordschleswiger Straße bietet betreutes Wohnen an in einer Wohnanlage mit Tradition. Die Preise orientieren sich an kleineren Renten und Pensionen, für den Einzug ist ein Wohnbe-rechtigungsschein erforderlich, der beim Wohnungsamt beantragt werden kann.

Die ersten Häuser der Stiftung wurden bereits vor ca. 80 Jahren errichtet, ein Neubau mit 1-Zimmer-Appartements kam später hinzu.
Zur Zeit werden alle alten Wohnungen in drei Bauabschnitten modernisiert, es entstehen komfortable, altengerechte und barrierefreie 2-Zimmer-Wohnungen mit geräumigen Bädern und Küchen für 1-2 Personen ab 400 Euro Miete inkl. Nebenkosten, Heizung und Betreuungspauschale.

Alle Häuser haben einen Fahrstuhl, alle Wohnungen einen Keller und Balkon und Räume zur Straßenseite sowie zum ruhigen Innenhof gelegen. Eine Notrufanlage ist rund um die Uhr besetzt. Geboten werden auch ein Mittagstisch und ein gerade fertig
gestelltes Café mit Sonnenterrasse, das auch für Besucher täglich nachmittags geöffnet hat - eine gute Gelegenheit, die Anlage kennenzulernen.
Bewohner/innen können auch am Gemeinschaftsleben teilnehmen, es gibt ein umfangreiches Kurs- und Veranstaltungsprogramm, ein Internet-Café, eine Bücherei und Feierräume.

Auch Stadtteilbewohner/innen aus der Umgebung wird etwas geboten: mit der Kösterclubkarte für Menschen ab 55 (12,50 Euro monatlich) können Sie die Angebote in der Stiftung nutzen, Veranstaltungen vergünstigt besuchen und sich einmal monatlich mit dem Pendelbus abholen und bringen lassen.
Wer sich interessiert, erhält unverbindlich ausführliche Information und Beratung, es werden auch Wohnungsbesichtigungen durchgeführt. Beratung in allen Behördenfragen gehört gehört ebenfalls zum Angebot.
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Kontakt: Köster-Stiftung
Amalie-Dietrich-Stieg 2, 22305 Hamburg
Telefon: 69 70 62 -0, Fax: 69 70 62 99
eMail: info@koester-stiftung.de
Homepage: www.koesterstiftung.de



Weitere Seniorenwohnanlagen in Barmbek Süd und Dulsberg:

pflegen & wohnen
Pflegezentrum und Betreutes Wohnen
Oberaltenallee
Finkenau 19
22081 Hamburg
Tel. 040/2022-3445

Seniorenwohnanlage Kiefhörn
Kiefhörn 1-3
22049 Hamburg
Tel. 040/25 15 12-0



Beratungszentrum für technische Hilfen und Wohnraumanpassung

Der Verein Barrierefrei Leben e.V. im Richardhof, Richardstraße 45, führt in seinem Beratungszentrum kostenlose Beratungen durch zu allen Fragen der Wohnraumanpassungen, die ihnen auch bei kleinen und größeren Behinderungen den Verbleib in der eigenen Wohnung und weitestgehende Selbständigkeit ermöglichen sollen.
Die umfangreiche Hilfsmittelausstellung ist zu den Öffnungszeiten Mo + Di 13-18 Uhr, Do. 9-17 Uhr zu besichtigen. Bitten Sie für persönliche Beratungen um einen Termin!
Die Beratungsbereiche der geschulten Mitarbeiter:

1. Umbaumöglichkeiten in Ihrer Wohnung oder dem Eingang, z.B. Türverbreiterung, Badumbau, Treppenlift, Einbau einer Rampe und Fragen der Finanzierung.

2. Das Angebot der technischen Hilfen

  • bei der häuslichen und stationären Pflege, z.b. bei Betten, -zubehör, Hebehilfen, Lagerungshilfen, Sitzhilfen, Dusch- und Toilettenstühle
  • Ausstattung von Wohnungen: Bad/WC-Ausstattung, Küchen, angepasste Möbel, Treppenlifter, Rampen, Haltegriffe
  • Individuelle Mobilität: Gehhilfen, Rollstühle, Kinderkarren, Fahrräder, Elektrofahrzeuge
  • Kleine Hilfen im Alltag: zum Greifen, Anziehen, Schreiben, beim Essen oder bei der Körperpflege
  • Bei der Kommunikation, z.B. Telefone, Hausnotrufgeräte, Hilfen für Computer.

Beratungszentrum für technische Hilfen
und Wohnraumanpassung
Richardstr. 45, 22081 Hamburg
Tel: 29 99 56-0, Fax: 29 36 01
e-mail: beratung@barrierefrei-leben.de
Homepage: www.barrierefrei-leben.de
Neu: www.online-wohn-beratung.de


Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg

Im Holsteinischen Kamp, nahe der U-Bahnstation Hamburger Straße, steht das Louis-Braille-Haus. Es wurde benannt nach dem Erfinder der Blindenschrift, die weltweit ein wichtiges Instrument der Kommunikation und Verständigung für Blinde geworden ist.
Der BSVH hat hier seit 1989 seinen Standort. Nach Erwerb des Nachbargebäudes an der Ecke Marschnerstraße und beinahe zweijähriger Umbauzeit mit stark eingeschränktem Betrieb ist in Kürze die endgültige Fertigstellung zu erwarten.

Bereits jetzt finden wieder Beratungen und Veranstaltungen statt. Zu allen Fragen im Zusammenhang mit Sehbehinderung und Erblindung und deren Verarbeitung, Erwerb des Behindertenausweises, sozialen und andere Fragen finden Sie hier geschulte Fachkräfte als Ansprechpartner.
Im Erdgeschoss ist eine Dauerausstellung von technischen und medizinischen Hilfsmitteln für Haushalt, Arbeitsplatz und alltägliche Verwendung geplant, als Auftakt findet am 19. November von 10-17 Uhr die Ausstellung „Trends und Techniken für zu Hause“ statt, an der sich ca. 30 Aussteller mit neuen Entwicklungen und Produkten beteiligen.

Auch ein Seniorenkreis trifft sich regelmäßig, es finden Gespräche und Geselligkeit statt, Austausch von Erfahrungen und Planung von gemeinsamen Unternehmungen.

Kontakt:
Blinden- und Sehbehindertenverein HH e.V.
Louis-Braille-Haus
Holsteinischer Kamp 26, 22081 Hamburg
Tel. 209 40 - 40, Fax: - 430
e-mail: bsv-hamburg@t-online.de
Homepage: www.bsvh.org

Institut für Rehabilitation und Integration
Sehgeschädigter e.V. (IRIS)
Marschnerstraße 26, 22081 Hamburg
Tel: 229 30 26, Fax: 22 59 44
e-mail: iris-ev@hamburg.de



Hörberatungs- und Informationszentrum (HörBIZ)

Der Bund der Schwerhörigen e.V. vertritt die Interessen der Schwerhörigen und Ertaubten in allen Situationen. 1989 wurde in der Wagnerstraße 42 das „Hörberatungs- und Informationszentrum“ eingerichtet, welches allen Personen, die sich mit Fragen der Hörschädigung beschäftigen, kostenlos zur Verfügung steht.
Der Verein vertritt alle Schwerhörigen und Ertaubten mit ihren Angehörigen, Verwandten, Freunden und Bekannten.
Geboten werden Beratung und Unterstützungvon Schwerhörigen und Ertaubten, auch in Hinblick auf technische Hilfsmittel.

Gruppen- und Freizeitangebote:
Selbsthilfegruppe, Gesprächskreis, Malgruppe, Kreativgruppe, Fotogruppe, Besichtigungsgruppe, Tanzgruppe, Kunsthallengruppe, Theaterfreundegruppe, Ausfahrten mit Bus und Bahn, Jugendgruppe. Clubnachmittag jeden Mittwoch ab 15 Uhr.

Kontakt:
Bund der Schwerhörigen e.V.
Wagnerstraße 42
22081 Hamburg
Tel.: 040 / 29 16 05
Fax: 040 / 299 72 65
e-mail: info@bund-der-schwerhoerigen.de

Andere: Gehörlosenverband Hamburg e.V.
Bernadottestraße 126, 22605 Hamburg
Telefon und Schreibtelefon: 880 988 18
Fax: 881 15 36
e-mail: info@gehoerlosenverband-hamburg.de
Homepage:www.gehoerlosenverband-hamburg.de



Weitere Beratungen und nützliche Adressen

Die Bezirkliche Seniorenberatung
ist ein unabhängiger und kostenloser Dienst für Beratung und Unterstützung von Bürgern ab 60 Jahren (unabhängig vom Einkommen) und für Angehörige. Er ist in allen Bezirken angesiedelt.

Die Sozialarbeiter/innen der Seniorenberatung beraten in allen altersspezifischen Fragen und beziehen auf Wunsch Angehörige oder andere Personen aus dem Sozialen Umfeld mit ein. Sie wollen dazu beitragen, Ihnen das Leben in gewohnter Umgebung zu erleichtern. Ihr Wunsch nach Selbständigkeit steht im Vordergrund.

Die Seniorenberatung berät und unterstützt Sie

  • Bei Fragen der Inanspruchnahme von häuslicher Pflege und Hilfen im Haushalt,
  • Bei der Vermittlung und Kostenklärung ambulanter Dienste,
  • Bei Fragen der Wohnraumanpassungoder bei der Suche nach einer altersgerechten Wohnform sowie deren Finanzierung,
  • Bei sozialhilferechtlichen Fragen und Antragstellungen,
  • Bei der Suche nach Selbsthilfegruppen oder Freizeitangeboten,
  • In Konfliktsituationen,
  • Wenn Sie selbst pflegende/r Angehörige/r sind.

Bezirkliche Seniorenberatung
Ortsamt Barmbek-Uhlenhorst
Poppenhusenstr. 12, 22305 Hamburg
Tel. f. Barmbek Süd: 428 04 -5068
Kernservicezeiten:
Mo-Fr 8.30-9.30 Uhr

Das Pflegetelefon Hamburg

berät Sie kompetent, unabhängig, kostenlos und vertraulich zu allen Themen der Pflege.
Ansprechzeiten montags bis freitags 9.00-13.00 Uhr,
Telefon: 28 05 38 22, Fax: 28 05 38 44

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Senioren im Internet

Die Zahl der älteren InternetteilnehmerInnen steigt rasant, inzwischen gibt es auch viele spezielle Angebote für Senior/innen. Einige erprobte Adressen:

  • www.senioren.hamburg.de
    Ein Portal mit vielen nützlichen Informationen für Senioren, mit wöchentlich neuen Nachrichten.
  • www.dscc-hamburg.de
    Der Deutsche Senioren-ComputerClub
  • www.seniorenbildung-hamburg.de
    Seniorenbildungswerk
  • www.senioren-initiativen.de
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Geschichtswerkstatt Barmbek

Was tut sich in der Geschichtswerkstatt und wie steht es um sie?
von Dieter Thiele

Solche „Wie stehts“-Berichte pflegen in ‚launigem Ton' geschrieben zu werden. Nur bin ich leider gar nicht launig gestimmt.
Versuchen wir’s sarkastisch.
Wir Deutsche sollen ja nicht jammern. In der Geschichtswerkstatt haben wir auch keinen Grund dazu. Unsere Zukunft ist sicher: der Abbau wird unaufhaltsam weitergehen, das garantiert die Politik. Somit haben wir eine langfristige Perspektive - ein sachtes Hinscheiden. Trotz soviel Sicherheit sind wir risikofreudig: wir gehen das Risiko ein, dass es doch anders kommt. Deshalb wursteln wir kräftig voran und sind entschlossen, unser Leben zu verteidigen.

Konkret gesagt: Frau Horakovas Absicht (frühere Kultursenatorin / die Redaktion), die Geschichtswerkstätten zu liquidieren, konnte vereitelt werden, auch dank wirkungsvoller Unterstützung und Fürsprache von vielen Seiten. Aber den ersten Beschluss (Mittelstreichung) in Bausch und Bogen zurücknehmen wollte man denn doch nicht. Darum eine 25%ige Kürzung der Fördermittel. 2004 und 2005 haben wir – wie andere Werkstätten auch – Umfang und Niveau der Arbeit zu halten versucht. Aber 2006 werden wir’s nicht mehr schaffen.

Was haben wir in diesem Jahr zuwege gebracht -
über das Übliche (Auskünfte, Beratungen, Archivpflege usw.) hinaus?

Zwei neue Geschichtsspaziergänge haben wir ins Programm genommen: Erstens einen kirchenbaugeschichtlichen mit den Stationen Bugenhagen, St. Sophien, Kreuzkirche, Auferstehungskirche. Das Interesse war leider gering (auch bei den Gemeinden), der Zeitaufwand für die Ausarbeitung erheblich.
Zweitens einen vor Jahren abgesetzten, jetzt von Grund auf überarbeiteten Spaziergang zum Thema Barmbeker Geselligkeit, „Kinos, Kneipen, Kaffee König“; Premiere am 10. September.

Gut war die Beteiligung bei den beiden „Bertini“-Spaziergängen, beim Krankenhaus-Spaziergang und, überraschenderweise, beim „Basch“-Spaziergang. Mit weitem Abstand am beliebtesten: die Kanalfahrten, die allerdings von manchen eher als Vergnügungsfahrten
aufgefasst werden denn als ‚Bildungsveranstaltungen.
Mitte September beginnt in der Bücherhalle Barmbek, Poppenhusenstraße, eine Ausstellung über Geschichte und Zukunft des Barmbeker Bahnhofs. Noch in diesem Jahr soll eine zweite Ausstellung folgen: „Verschöner dein Heim, dein Leben – aus eigner Hand“. Dafür werden noch Barmbeker Steckenpferdreiter und - reiterinnen gesucht.
Zur Bahnhofsausstellung wird eine Broschüre herauskommen. Zur Jahreswende 04/05 ist eine Broschüre über die Hochbahnanlagen zwischen Wiesendamm und Stichkanal vorausgegangen.
In kleiner Auflage haben wir ein Büchlein über die letzte Barmbeker Bauernfamilie herausgebracht, „Leben auf dem Habichthof / 1890-1914“. (Der Hof lag an der Kreuzung Habichtstraße/ Bramfelder Straße.)
„Gerda Ahrens - eine aus Barmbek“, die Biografie einer Barmbeker Sozialistin, wird noch in diesem Jahr im VSA-Verlag erscheinen.

2006 blicken wir auf unser 20jähriges Bestehen zurück. (Seit Mitte 1987 sind wir an der Ecke Wiesendamm/Hufnerstraße zu finden.)
Beim Zehnjährigen hatten wir noch große Hoffnungen und Projekte. Im Turmbunker beim Barmbeker Bahnhof wollten wir ein Heimatmuseum einrichten.
Die Stadt hat ihn denn auch für diesen Zweck vom Bund gekauft. Später nahm sie uns die Mittel, ihn zu betreiben. In diesem Frühjahr hätten wir endlich Zugriff auf ihn gehabt; im letzten Herbst haben wir uns von dem Projekt verabschiedet. Da will man sich doch gleich einen „Ruck“ geben.

Machen wir auch. Da wir in unsern Räumen sozusagen aus allen Nähten platzen, aber einen Keller haben, der als große Rumpelkammer dient, werden wir ihn nach und nach als Magazin nutzbar machen. Noch in diesem Jahr sollen zwei neue Fenster eingebaut werden. Dann muss ein Sielauslass fachgerecht verschlossen werden. Damit wäre für Trockenheit und Durchlüftung gesorgt, die wichtigsten Voraussetzungen.
Sie sehen also, liebe Leserinnen und Leser, wir zappeln unentwegt weiter. (Die Politik kann sich bestätigt fühlen: Druck erhöhen, das setzt Kräfte frei.)

Zurück zum Zwanzigjährigen. Wir werden auch diesmal den Extrazuschuss, den wir hoffentlich erwarten können, nicht für eine Veröffentlichung, in der wir uns selber würdigen, oder für eine Jubelfeier verwenden, sondern für ein besonderes - sonst kaum mögliches - Erzeugnis, mit dem wir geneigten Geschichtsfreunden und -freundinnen eine Freude zu machen gedenken. (Wir haben schon eine Idee.)

Erlauben Sie mir, am Ende noch einmal grundsätzlich zu werden (aber ganz unironisch).
Ich war immer dagegen, die große Kultur gegen die kleine auszuspielen (hinsichtlich der Förderung) oder umgekehrt. Was allerdings auch Unduldsamkeit gegenüber solchen Exzessen einschloss wie der Haltung Prof. Hofmanns (Weiland Kunsthallendirektor), der meinte, man brauche nur ein großes Stadtteilkulturzentrum zu schließen, dann könne er sich jedes Jahr ein schönes Bild zusätzlich kaufen.

Die Lage scheint jetzt eine völlig andere zu werden. Zählen für die Hamburger Politik nur noch die Event- und Glamourkultur und die kommerziell-selbsttragende und die Hamburgs Ansehen überregional förderliche? Können wir uns als Folge ausmalen, dass binnen zehn oder zwanzig Jahren in den Stadtteilen eine kulturelle Wüstenei entsteht?
Angesichts eines solchen Zukunftsbilds frage ich mich, ob wir nicht dafür eintreten müssen, dass – möglichst natürlich der Kulturetat real nicht weiter gekürzt wird, sonst aber – bei der großen Kultur ein paar geringe Abstriche mehr gemacht werden, um die kleine überhaupt noch am Leben zu erhalten.

Dieter Thiele hat die Geschichtswerkstatt mit aufgebaut und ist als Mitarbeiter der ersten Stunde seit 1985 dabei.

Heimatmuseum und Geschichtswerkstatt Barmbek e.V
Wiesendamm 25, 22305 Hamburg
Tel: 29 31 07, Fax: 29 52 16
e-mail: geschichtswerkstatt-barmbek@t-online.de
Öffnungszeiten: Mi 14-19 Uhr, (Tel werktags 10-16 Uhr)

Homepage: www.geschichtswerkstatt-barmbek.de



Dütt un datt op Platt
Erbauliches von Helga Kelling

Wi ward oller!

Wi markt dat an dat Speck ansetten,
de dicke Buuk is ok in’n Weg!
Wi markt dat bi dat Schohantrecken,
dat Tobinnen geiht man bannig slecht.

Wi markt dat bi dat Treppenstiegen,
loopen köönt wi ok nich mehr so fix.
De „Body“ lett sick nich mehr biegen.
De Lack is af, dor gifft dat nix!

Wi markt dat an dat slecht Erinnern,
wenn de Brill is wedder verlegt.
Wi markt dat an uns groten Kinnern,
de uns ganz batz eer Meenung seggt.

Wi markt dat, dat de Huut ward slapper,
poor Runzeln sünd nu ok all door.
De Kopp, de höllt sick wacker.
Dat, wat uns blifft, is de Humor!

Flimmerkist un Besöök

Hebbt Ji datt ok all mol hatt? Datt bimmelt anne Huusdöör un du hess grood de Flimmerkist in´n Gang. Dreihs ersmol bloot denn Ton aff un geihs anne Döör. Besöök kümmt un du freist di bannig! Man sett sick dool un sabbelt un sabbelt!

Wunners di datt dien Besöök jümmers an di vorbi kiekt ? Ach jo! Datt TV löppt noch jümmers as farbigen Stummfilm! Man sülben sitt mit ´n Rüch doorhen. Hess datt also gornich markt. Bloot anne de Ogen vun dien Gegenöver, de jo „magisch“ antrocken ward vun datt Geflimmer.
Klick! Utmookt! Nu geiht datt beter! Nächstet mol mooks datt glieks, wenn datt bimmeln deiht!
Un denn is datt man bloot de Nahbersch, de de Treppenhuusreinmokere betold hebben will!

Kanns also wieder kieken. Flimmerkist wedder an. Aber, de hett datt gornich geern! So kott achtern anner ut un wedder an!
Denn kummt mien Söhn. Haut he glieks wedder aff (so, as meist) oder blifft he ´n böten ? He sett sick hen. Also Flimmerkist ganz ut!! Un denn haut he doch glieks wedder aff! Ick kann wieder kieken. Wenn ick datt noch öfters mook, mutt ick mi bald ´n niejen Fernkieker köpen!

Wie mookt Ji datt? Ji mookt de Döör gornich ers op?
Nee, ick frei mi jo, wenn een kümmt!
Besöök mutt sick anmellen? Un, wenn he sick anmeld un denn doch keen Lust hett?
As plichtbewußten Minschen kümmt he, aber ohn rechte Lust un sitt denn bi mi mit ´n miesepetrige Snuut! Nee, so will ick datt denn ok nich!!!


Buten Zeitung lesen?

Wenn all morgens de Sünn schient, sitt ick nich binn’n!
Buten Koffi drinken - herrlich! Wenn ick de letzt Tass tofoten heff, ward de Zeitung ut denn Kasten holt, aber denn geiht datt Manöver un de Stress los!!

Hebbt Se allmol op ‘n Balkon oder op de Terrass versocht Zeitung to lesen?
Also, ick jo jümmers mit fiev Utensilien op denn Disch. De Koffikann, de Tass, mien Brillenetui, denn Blomenpott un denn Windaschenbeker! An jed een Eck un inne Mitt vonne Zeitung son Ding henn, sünst weiht mi de ganze Kladderadatsch üm de Ohm!

Datt is bi mi jed een Morgen een „Reaktschonstraining“, denn bi datt Ümblädem mutts gau sien un de Beswerers in de richtig Reech hook nemmen un gau wedder hensetten!
Datt is so, as bi de Seglers, de op denn Wind oppassen mööt. Wi hebbt in’n Norden jo meistdeels een dulle Bris un de Seglers freit sick.
Bi mi segelt de Zeitung denn in Nahbers Goarden oder hangt inne Kastanie.
Door bünn ick doch mehr föör ‘ne Flaute!

Die Plattdeutsch-Gruppe mit Helga Kelling trifft sich ab Oktober wieder jeden 2. und 4. Mittwoch von 14-17 Uhr im Kulturhaus Dehnhaide.



Schule im Quartier


Am 24.April diesen Jahres fand der 20. Olympus Marathon in Hamburg statt. Aus aller Welt reisen Teilnehmer an, um die 42,195 km lange Strecke durch unsere schöne Stadt laufen wollten.

Am 23.April, am Samstag davor, wird „Das Zehntel“ gelaufen, das sind 4,2195 km oder 2 Runden um die Messehallen.
Auch dieses Jahr waren wieder ca 100 Kinder der Adolph-Schönfelder-Grundschule und der Zweigstelle Käthner-kamp dabei. Wochenlang trainierten sie vorher mit ihren Lehrern in der Freizeit mit hohem Engagement und Ernsthaftigkeit.

Am 23. April trafen sich Eltern und Kinder morgens an der Schule. Jedes Kind bekam vom Elternrat gesponsert ein gelbes T-Shirt und seine Startnummer. Mit der U-Bahn ging es zu den Messehallen. Dort strömten von allen Seiten Kinder heran, insgesamt starteten 2600 Kinder!
Es war ein überwältigendes Ereignis, so viele durchtrainierte und natürlich aufgeregte Kinder zu sehen. Die Stimmung war ausgezeichnet. Schon nach 15 Minuten erreichten die ersten Kinder die Ziellinie und es wurde gejubelt, bis alle Kinder das Ziel erreicht hatten.

Jedes Kind bekam zur Erinnerung eine Medaille und eine Urkunde. Bis zur Siegerehrung war Geduld gefragt, denn ihr ging die Auswertung voran.

Und dann war der Jubel und die Überraschung groß: die Adolph-Schönfelder-Schule hat den ersten Platz belegt.
Eine der ersten Gratulanten war Heike Drecksler. Sie stieg mit aufs Treppchen und hatte alle Hände voll zu tun, die T-Shirts zu signieren, die die Kinder stolz nach Hause trugen. Dieser Sieg wurde ebenso gebührend gefeitert wie in den Jahren davor, denn für unsere Schule ist es der dritte Sieg in Folge.

Petra Steinborn, Mutter in der Klasse 2b


Zum ersten Mal beteiligten sich die Kinder der Klasse 2b von Frau Lauts am Marathon. Hier eine paar O-Töne der Kinder, die sie selber verfasst haben:

Nikolai: „Um 9 Uhr trafen wir uns an der Schule. Da haben wir die T-Shirts bekommen mit den Startnummern. In der U-Bahn war das Gedrängel groß, aber ich habe meinen Vater wieder gefunden, aber es war gar nicht einfach ihn zu finden. Dann sind wir ausgestiegen. Dann sind wir los gelaufen. Am Ende bei der Siegerehrung war die Spannung groß. Wir sind Erster geworden!“

Chantal: „Ich bin ganz früh aufgestanden. Dann bin ich zur Schule gegangen. Da haben wir die Schul-T-Shirts bekommen. Danach sind wir zur U-Bahn gegangen. Dann waren wir da. Ich war sehr aufgeregt. Wir sind 2 Runden um die Messehallen gelaufen. Danach hatte ich Muskelkater.“

Julia: „Mir hat es gut gefallen. Als wir los gelaufen sind, dachte ich, dass das Rennen schon zu ende ist. Dann war das Rennen zu ende. Mir war so schlecht. Ich habe etwas getrunken. Dann habe ich etwas gerochen. Das roch sehr lecker! Es waren Pfannkuchen. Ich habe einen mit Vanillesoße gegessen.“

Daniel: „Mir hat es gut gefallen als wir Marathon gelaufen sind. Ich war sehr aufgeregt und habe gedacht, dass ich es nicht schaffe, aber zum Glück habe ich es geschafft!“

Jeremy: „In der U- Bahn war es überfüllt. Ich war ganz schön eingequetscht. Beim Marathon hätte ich noch weiter laufen können. Meine Oma und meine Mutter waren auch dabei.“

Sarah: „Ich hatte beim Training Muskelkater. Beim Marathon war ich ganz aufgeregt. Ich hatte auch ein bisschen Angst, dass ich es nicht schaffe, aber ich habe es geschafft. Wir haben alle eine Medaille bekommen.“

Tim: „Ich bin 2 Runden gelaufen und ich hätte noch 2 Runden laufen können.“

Lisann: „Mir hat es gut gefallen. Als wir da waren, hat es solange bis zum Start gedauert. Der Mann hat immer soviel geredet. Das war langweilig, aber dann ging es richtig los! Als das Rennen vorbei war, habe ich mich gelangweilt.“

Nicklas: „Nach dem Laufen bin ich fast umgefallen. Mir war schwindelig und meine Füße haben wehgetan.“

Philine: „Als erstes sind wir zur Schule gegangen. Da haben wir ein T-Shirt bekommen. Danach sind wir zur U- Bahn gegangen. Ich war schon aufgeregt und am Ziel war ich erschöpft.“

Weitere Infos findet man auch auf der Homepage der Schule:
www.adolph-schoenfelder-schule.de


Adolph-Schönfelder-Schule nimmt erfolgreich
an der „Triennale der Fotografie“ teil!

An der diesjährigen 3.Trienale der Fotografie beteiligten sich 15 Schulen mit mehr als 300 Schülern von der Klasse 3 bis 13.
Zum Thema "Entdecken-Inszenieren-Montage" kamen eine Reihe namhafter Fotografen zur fachlichen Unterstützung in die Schulen. Pro Klasse durften bis zu 10 Fotos eingereicht werden. Anschließend wählte die Jury insgesamt 50 Bilder für die Triennale-Ausstellung in den Deichtorhallen aus.

Die Klasse 3b erarbeitete mit ihrer Lehrerin Susan Schneider und dem Fotografen Olaf Tamm die Variationen "Inszenierungen und Entdeckungen am Thema Stilleben". Mit einfachsten Mitteln wurden in mehreren Unterrichtssequenzen in Schülerpartnerarbeit das Thema behandelt. Nach den erarbeiteten Kriterien wurden dann aus 1200! Fotos 10 für die Teilnahme am Wettbewerb ausgewählt.

Zur großen Überraschung und Freude aller wurden gleich alle 10 Fotos angenommen und in den Deichtorhallen ausgestellt. Herzlichen Glückwunsch sagt die BaSta!!!
Man kann zum Thema auf der Homepage der Schule (s.o.) nachlesen und auch die Bilder der Ausstellungseröffnung anschauen.
Zum Schluss noch der Dauertipp: regelmäßig wechseln die Ausstellungsstücke im Eingangsbereich der Schule an der Zeisigstraße. Zur Zeit werden Bilder zur abstrakten Malerei aus der Klasse 3b gezeigt und Fotos zu Variationen mit Gemüse und Obst. Es lohnt sich!
Petra Steinborn